Samstag, 2. Oktober 2010

Apfelkuchen nach Käsekuchenart ohne Käse


Das stinkende Eigenlob gleich vorweg - dieser Kuchen ist schlichtweg GENIAL! So. Und jetzt bitte weiterlesen. Danke.

Mohnfüllung:

120 gr. Mohn

60 gr Rohrohrzucker

80 ml Dinkel- oder Sojamilch

30 gr. Margarine

Creme:

100 gr. zimmerwarme Margarine

120 gr. Rohrohrzucker

500 gr. "Quark" (abgetropfter Sojajoghurt, siehe Anleitung hier: KLICK! - man rechnet ca. die doppelte Menge Joghurt, also in dem Fall 2 x 500 gr.)

2 Eßl. Zitronensaft

1 Päckchen Puddingpulver Vanille

2 große säuerliche Äpfel


Teigboden:

80 gr. zimmerwarme Margarine (Alsan)

70 gr. Rohrohrzucker
150 gr. Weizenvollkornmehl
1 Teel. Weinsteinbackpulver

1-2 Eßl. Rapskernöl mit Buttergeschmack (von der Teutoburger Mühle oder Alba-Öl)

Zubereitung:
Zuerst den Mohn fein mahlen (Kaffeemühle) und zusammen mit Margarine, Zucker und Milch in einem Topf auf kleiner Flamme erhitzen, bis die Margarine geschmolzen ist und sich alles zu einer cremigen Masse verbunden hat. Herd ausstellen, Topf beiseitestellen und
die Masse ein wenig quellen lassen.

Für den Teigboden die Margarine mit dem Zucker schaumig schlagen, Mehl und Backpulver einrühren und 1 Eßl. Öl zugeben. Der Teig sollte noch etwas bröselig und nicht zu feucht sein, sich aber zu einer Kugel zusammendrücken lassen. Bröselt er noch zu sehr und haftet nicht, kann man noch etwas Öl zugeben. Den Boden einer Springform (26 cm) mit Backfolie auslegen, die Ränder mit Margarine einfetten und mit Semmelbröseln ausstreuen. Den Teig auf dem Boden verteilen und andrücken (klappt bei mir am besten mithilfe der Hände und einer Lage Frischhaltefolie zw
ischen Fingern und Teig) und einen ca. 3 cm hohen Rand hochziehen. Teig mitsamt Form im Kühlschrank parken.

Für die Creme ebenfalls Margarine und Zucker (*) schaumig schlagen, die Quarkmasse und den Zitronensaft einrühren und gut verrühren. Puddingpulver drübersieben und einrühren.


Den Backofen auf 175 Grad vorheizen.


Nun die Mohnfüllung vorsichtig auf dem Teigboden verstreichen, die Hälfte der Quarkmasse einfüllen und glatt streichen. Die Äpfel schälen, in Spalten schneiden, auf der Quarkmasse verteilen und mit dem Rest Masse bedecken. In den heißen Ofen stellen und ca. 1 Stunde backen. In der Form auskühlen lassen.


Jetzt kommt noch ein Loblied auf diesen Kuchen - er ist nämlich ähnlich wie der perfekte Arbeitnehmer total flexibel und anpassungsfähig an den individuellen Geschmack. Wer keinen Mohn mag oder wem das Gemantsche zu aufwändig ist, lasst den Mohn einfach weg. Schmeckt trotzdem super. Die Früchte sind beliebig austauschbar und lassen sich auch direkt auf dem Teigboden oder oben auf dem Kuchen verteilen. Man kann auch Nüsse oder Rosinen zugeben, die Variante "gehackte Walnüsse auf dem Teigboden verteilen und den Kuchen mit Birnen belegen" ist zum Beispiel auch prima. Oder man belegt den Kuchen erst nach dem Auskühlen mit frischem Obst und glasiert das Ganze mit Tortenguß oder erhitzter Marmelade. Erwähnte ich, das dieser Kuchen GENIAL ist?

So siehts aus wenn man die Mohnfüllung klecksweise verteilt und statt Äpfel kleingeschnittene Pflaumen untermischt - das Foto vom Rosinenkuchen hab' ich leider versehentlich gelöscht oder sonstwie verschlampt. War aber auch lecker, ich schwöre.
(* Die Zuckermenge richtet sich ein wenig nach dem Joghurt, den man verwendet hat - der Naturjoghurt von Alpro und Soja Berief ist schon gezuckert, Provamel oder Sojade enthalten keinen Zucker. Vanillejoghurt schmeckt auch prima, ist aber von sich aus schon sehr süß.)

Herbstkraut


Nachdem ich nun zwei Wochen lang den Kalender zugehangen und mir den ganzen Tag im Jetzt-erst-recht-T-Shirt beinahe die Arme abgefroren habe, schaue ich ab sofort tapfer der Wahrheit ins grinsende Antlitz - es ist Herbst. Zeit für heiße, scharfe, deftige Gerichte wie dieses bunte Sauerkrautgewühle in Herbstlaubhaufen-Optik.

Es braucht:
1 große rote Zwiebel
Olivenöl
1 Eßl. Tomatenmark
500 gr. Sauerkraut
1 rote Paprika, 1 gelbe Paprika
1 Zucchini
1/2 Teel, Salz
1 Teel. Curry
1/2 Teel. Asafoetida
1 Teel. Pul Biber (wer's nicht so scharf mag, nimmt 'nen halben)
3/4 Teel. Kümmel
2 Eßl. Hafersahne
(wer's noch schärfer mag, kann eine halbe bis ganze rote Peperoni zugeben)

Die Zwiebel würfeln und in Olivenöl andünsten - wenn der Blick der Zwiebeln glasig wird, kommt 1 Eßl. Tomatenmark dazu und wird fröhlich untergerührt. Das Sauerkraut dazu geben und kurz brutzeln lassen, die Gewürze zugeben und ca. 10 Minuten dünsten/köcheln. Paprika und Zucchini würfeln und zu dem Kraut geben, noch ca. 10-15 Minuten brutzeln, dann 2 Eßl. Hafersahne unterrühren und servieren.

Passt zu Nudeln, Reis, Kartoffelpüree und Backkartoffeln, enthält Vitamin C, lässt sich mehrfach aufwärmen und auch (vor dem mehrfachen Aufwärmen, natürlich) prima einfrieren und - macht warm im Bauch.

Dazu passt warmer Ingwertee und Placebo/Song to say goodbye.