Sonntag, 5. Mai 2013

Hirsecreme mit Beeren

Je nach Hormonstatus bin ich ein ziemlicher Fan von allem, was süss und löffelbar ist - ob Milchreis, Griessbrei oder Puddings jeder Couleur, immer her damit, Widerstand ist zwecklos. Da polierter Reis oder Griess nun nicht gerade vor Nährstoffen bersten und Hirse meiner Meinung nach sowieso viel zu wenig Beachtung in unseren Töpfen und Schüsseln findet, futtere ich seit einer Weile sehr gerne und reichlich jene im folgenden Beitrag näher beschriebene Hirse-Beerencreme zu nahezu jedem Frühstück der Arbeitswoche.

Hirse ist nämlich nicht nur lecker, sondern zudem prallvoll mit Eisen, Kalzium, Magnesium, B-Vitaminen und anderem gesunden Nährstoffzeugs, aber viel spannender finde ich
den hohen Gehalt an Silizium, welches u.a. die Elastizität und Spannkraft des Bindegewebes der Haut verbessern soll. Na, wie klingt das fürs geneigte Frauen-Öhrchen? Cellulite adé, meine Damen! Und auch den Herren der Schöpfung kann straffe Haut nicht schaden - also nicht vergessen, Hirse essen!

Zutaten:

  • 100 gr. Goldhirse
  • 350 gr. Pflanzenmilch
  • 50 gr. Agavendicksaft
  • 350 gr. TK-Beeren (ich nehme meistens ca. 300 gr. Himbeeren und 50 gr. Blaubeeren, um noch ein paar hübsche blaue Punkte in die rosa Optik einzustricken, oder auch einfach mal eine Beerenmischung)
  • 100 Sojajoghurt natur

Vor dem Kochen sollte die Hirse gewaschen werden, weil sie durch Fettpartikel auf der Schale sonst bitter schmecken kann. Ich gebe die Körnchen immer den Topf, in dem sie später auch gekocht werden, übergiesse sie mit kochendem Wasser, rühre ein bißchen darin herum und giesse das (nun ziemlich trübe) Wasser dann ab (klappt prima mit einem Spritzschutzsieb)

Dann wird die Hirse mit der Pflanzenmilch kurz aufgekocht und bei kleiner Flamme weichgeköchelt - es reicht wenn sie nur ganz leicht wabert. Dann die gefrorenen Beeren mit in den Topf geben und zusammen mit dem Agavendicksaft mit der heissen Hirse verrühren und stehen lassen, bis die Beeren aufgetaut und die Hirse abgekühlt ist. Dann noch den Joghurt unterrühren und fertig ist datt jesunde Breichen. Gerade Himbeeren zerfallen dabei fast vollständig und geben der Creme die elegante rosa Färbung von 70ger-Jahre-Badezimmerfliesen. Äußerst stylish und very retro.

Anfänglich habe ich die Creme noch mit gerösteten Kokosflocken oder gehackten Mandeln garniert, aber es geht auch bestens und natürlich viel fixer ohne derartigen Chichi. Man kann die Creme nun gleich aufessen oder in zwei Plastikbüxen umparken und kühl stellen. Die angegebene Menge ergibt genau 2 Frühstücksportionen und wird von mir immer schon am Vorabend zubereitet, weil morgens jede Sekunde zählt. Dieser Früchtebrei ist nicht unbedingt ein raffiniertes Haute-Cuisine-Hightlight und eher im Bereich "solide und gut" anzusiedeln, aber fix zubereitet und lecker, und ähm...das mit dem Silizium und der Cellulite habe ich erwähnt, oder?

Selbstverständlich darf, kann und sollte man statt der TK-Beeren auch frisches Obst verwenden, wenn man möchte, oder auch mal Rharbarber...dazu 3 grosse Stängel Rharbarber schälen, kleinschneiden und direkt nach dem ersten Aufkochen der Milch mit in den Topf geben und zusamnen mit der Hirse weichkochen. Hier braucht's natürlch etwas mehr Süsse, ca. 100 gr. Agavendicksaft und je nach Gusto noch ein wenig Vanille.

Kommentare:

  1. Mhhhhmmm......ist das lecker. Ich bin ja auch ein Süßschnabel, aber eben gesund.
    Danke für das schöne Rezept.

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  2. Oh, ich kauf morgen direkt mal Beeren. Das hört sich ja lecker an. Ich finde es auch immer ganz nett, die eigentliche Süße wegzulassen, dafür aber mit Vanilejoghurt zu mischen.

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  3. Ob das mit Rhababer schmecken wurde?? Ich habe eine Menge davon Zuhause und suche nach Möglichkeiten um sie zu verwenden. Mit Beeren wird auch auf jeden Fall probieren!! LG, Emma

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  4. Ich koche das gerade zum siebten Mal nach :D Das ist soooo lecker!
    Und eignet sich wunderbar zur Obstresteverwertung.
    Nicht zu unterschätzen ist auch der kaum vorhandene Aufwand beim Spülen... (nicht nur) dafür liebe ich deine Rezepte!

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  5. klingt gut! und perfet für den warmen sommmer...

    für griesbrei ist übrigens der vollkorn dinkelgries von alnatura super. schmeckt etwas nussig und ist sicher mehr drin, als in weizengries.. : )

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  6. Es klingt voll lecker! vielen Dank für dieses Rezept!

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  7. Poste doch wieder einmal etwas!

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  8. Das Rezept ist wirklich wirklich toll =)
    Ich habe es ein bisschen abgeändert mit Ziegenjoghurt (vertrage Soja- und Kuhmilchjoghurt nicht gut) gemacht und es ist einfach fantastisch! Hormon-Miesepeterei adé!

    Du triffst mit Deinen Rezepten ziemlich genau meinen Geschmack (und soweit er schon probiert hat, auch den vom Liebsten). Es würde mich insofern enorm freuen, mal wieder etwas Neues von Dir zu lesen!

    Liebe Grüße,
    Katja

    P.S.: Die Captchas hier sind echt superfies =/

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