Mittwoch, 26. Oktober 2011

Riesen-Fruchtriegel - oder "Rohes Früchtebrot"

Für eine alte Ausgabe von "Kochen ohne Knochen" habe ich seinerzeit bereits mit dem Thema Rohkost geflirtet...dieses Rezept ist u.a. dabei herausgekommen und passt jetzt irgendwie gerade wieder ganz gut zur Jahreszeit und meinem persönlichen Appetitt-o-meter. Die Herstellung ist zwar je nach Küchenmaschine ein bißchen klebrig, aber es lohnt sich...süß, vollwertig und ziemlich lange haltbar. Zumindest theoretisch.

Rohes Früchtebrot

200 gr Mandeln, gemahlen (geht mit Kaffeemühle, Moulinette, Küchenmaschine und vermutlich auch mit'm Vitamix...aber den hatte ich ja damals noch nicht.)
250 gr Feigen + 200 gr. Rosinen
350 gr. Nüsse (Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse, Mischung nach Geschmack)
100 gr. Datteln
100 gr. Aprikosen

1 Bio-Zitrone oder Bio-Orange, nach Geschmack

Mit einem Sparschäler vorsichtig die Schale der Zitrone oder Orange abschälen und zusammen mit den Feigen mit den Rosinen in der Küchenmaschine verhäckseln, bis ein klebriger Ball entstanden ist. Die gemahlenen Mandeln und der Saft der Zitronen oder einer halben Orange zugeben und noch einmal durchrödeln lassen. Nüsse und Trockenfrüchte hacken und gut mit der Mandel-Feigen-Rosinen-Masse verkneten. Aus der Masse nun entweder einen Laib oder kleine Kugeln formen, mit einem Geschirrtuch abdecken und bei Zimmertemperatur trocknen lassen. Nach ca. 1 Woche ist das Brot schnittfest, die Kugeln können allerdings sofort weggefuttert werden und müssen nicht trocknen.

Man kann auch einen Teil der Teigmasse in einer kleinen Springform trocknen lassen und bei akutem Tortenheißhunger oder Spontanbesuch mit frischem Obst belegen. Natürlich darf (und sollte) man auch mit Gewürzen experimentieren und dem Brot Zimt, Vanillepulver oder Muskat unterjubeln.

Das Brot (was ja eigentlich nicht wirklich ein "Brot" ist, sondern eher ein großer Fruchtriegel zum In-Scheiben-Schneiden) konnte bislang jeden begeistern und, was noch besser ist – es hält sich nur mit einem Tuch abgedeckt bei Zimmertemperatur über Wochen. Und ist außerdem eine spitzenmässige Reise- oder Wanderverpflegung, da "monstermässiger Energiespender".


4 Kommentare:

  1. hey,

    ohje, würde das mit der haltbarkeit ja gern mal testen, allerdings befürchte ich, es würde sich nieee so lang halten.

    ich alter gierschlund :-P

    Liebste Grüße
    Frau Hase

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  2. Das sieht voll lecker aus.. Ich finde diese Reigel zwischen diesen zwei pappigen Oblaten immer toll, bis halt auf die zwei völlig überflüssigen Oblaten.. Dein rohes Früchtebrot schaut aus wie die Füllung und es ist ja vom Prinzip her auch...Ich hab mich immer gefragt, wie das zusammen hält.. Aber scheinbar funktionierts ja..
    Ein weiterer passender Name wäre noch "Trockenobst-Salami"..:D Sieht zumindest ein bisschen so aus, oder..?!

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  3. Also, "Gierschlund" ist nicht unbedingt das, was ich so direkt mit Dir verbinde, Frau Hase - Du bist doch immer so diszipliniert ;)

    "Trockenobst-Salami"..wäre ich da mal früher draufgekommen ;)) Äußerst treffender Name!

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