Posts mit dem Label Dessert werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Dessert werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 20. Januar 2013

Schoko-Kirsch-Muffins

Obwohl grundsätzlich eher aufmüpfiger Natur gibt es doch spezielle Ausnahmefälle, in denen ich bei der Nachricht "Sind morgen in Deiner Gegend, mach' Kuchen!" sofort Nudelholz bei Fuss folgsam in die Küche eile, um süsses Backwerk zuzubereiten. Soweit dass ich trotz dichtem Schneefall in den Supermarkt zum Einkaufen stapfe reicht die Unterwürfigkeit dann aber doch nicht, also wurden aus den vorrätigen Zutaten der Speisekammer

Kirsch-Schoko-Muffins

Das Rezept ist eigentlich bloss 'ne simple Abwandlung der bekannten Sauermachtlustig-Muffins und lautet wie folgt:

130 gr. Weizenmehl Type 550
140 gr. Dinkelvollkornmehl 
(die Mehlmischung ergab sich aus dem o.g. "Man muss nehmen watt da iss'"-Umstand und ist im Grunde beliebig zusammenstellbar, es sollten halt bloss ca. 270 gr. rauskommen)100g Rohrohrzucker
1EL Sojamehl
10 gr. Weinsteinbackpulver

250ml Pflanzenmilch
(Dinkel)
70 ml Alba-Öl (oder anderes geschmacksneutrales Öl)
1/2 Fläschchen Rumaroma

1 Glas Sauerkirschen (680 gr. / Abtropfgewicht 370 gr.)
100 gr. Zartbitterschokolade


Sauerkirschen so lange wie möglich abtropfen lassen, im günstigsten Fall über Nacht.
Backofen auf 180 Grad vorheizen. 

Die trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und gründlichen mischen. Die Pflanzenmilch mit dem Öl und dem Rumaroma verrühren, zu der Mehl-Zuckermischung geben und mit dem Handmixer gut verrühren. Schokolade hacken und mit einem Löffel zusammen mit den Kirschen mit dem Teig vermixen. 

Da mir Muffins oft flach auseinanderlaufen wenn ich die Papierförmchen einfach so aufs Backblech setze, aber in den Metallbackformen trotz Einfetten oft hängenbleiben, gebe ich den Teig mittlerweile immer in die entsprechenden Papier-Förmchen und setze jene dann in die Metallbackformen. Dann läuft nix und es klebt nix. Also...den Teig wie auch immer in 16 Papier- oder Metallförmchen füllen, in den vorgeheizten Ofen stellen und ca. 25 Minuten backen. Danach Ofen ausschalten und das Backwerk noch ein paar Minuten ruhen lassen, aus der Form nehmen (sofern eine Form verwendet wurde) und auskühlen lassen.

Wer will, kann jetzt noch ein wenig mit Glasur oder Deko herumhantieren, aber mein Vorratsschank gab da nix Adäquates her. 


Die Fotomodell-Backwerke sind leider ein wenig aufgeweicht, weil ich vor Schreck darüber dass plötzlich ein Thr33ky-Guerilla mit offener Hose neben der Kaffeetafel gestanden hat, den kompletten Tisch mit Mineralwasser geflutet habe. Aber das ist eine andere Geschichte, die an einem anderen Tag erzählt werden soll. 
Oder...lieber gar nicht.

Mittwoch, 16. Januar 2013

Montag, 3. Oktober 2011

Sonntags-Cashew-Fruchttorte

Als bekennende Spiesserin gehört bei mir zum Sonntagnachmittag selbstredend Kaffee und Kuchen. Gerne auch auf dem Erbporzellan der Schwiegeroma serviert.

Da ich aber keine 5-köpfige Familie zu füttern habe, sondern bloss den Herzmann und mich, stellt so ein ganzer Kuchen uns schon mal vor ein Problem....Sonntag freuen wir uns noch drauf und verspachteln gerne 1-2 Stückchen zum Nachmittagskäffchen, gegen Abend dann auch noch ein Stück, Montag dann fast schon notgedrungen ein weiteres Stück Kuchen im Büro und dann hängt er uns schon an den Ohren raus, ist aber immer noch nicht leer.

Die Lösung für so vieles ist auch in dem Fall - Rock'n Roh, Baby! Da man für 'nen Rohkostkuchen nicht extra den Backhofen anschmeissen muss, kann man auch ohne schlechtes Ökogewissen bloss einen kleinen 2-Mann-Kuchen basteln und muss nicht bis Mitte der Woche übriggebliebene Sonntagstorte futtern. Diese nussige Cashew-Obst-Tarte ist eigentlich relativ einfach zu machen, benötigt aber ein bißchen Vorlaufzeit. Die angegebene Menge füllt eine 22 cm-Durchmesser-Springform und reicht für 2 Fress-Säcke, mit etwas gutem Willen kann man aber auch noch 2 zusätzliche Besucher mit abfüttern.

Für den Boden benötigen wir
80 gr. Mandeln
80 gr. Walnüsse
60 gr. Datteln
1 Eßl. Kakao
1 großzügige Prise Zimt

Die Nüsse und die Datteln werden ca. 1-2 Stunden in Wasser eingeweicht, dann kurz abgespült und zusammen mit dem Kakao in dem Zimt in der Küchenmaschine zu einer noch etwas stückigen Paste verrödelt. Ich benutze dazu den Hackmesser-Einsatz.
Die Springform entweder mit Klarsichtfolie auskleiden oder mit etwas Kokosöl einfetten, dann mit Kokosraspeln ausstreuen und die Nussmasse als Tortenboden in die Form drücken. Wer mag, zieht an der Seite einen Rand hoch - wer lieber einen dickeren Boden haben möchte, der..ähm...lässt die Sache mit dem Rand eben bleiben.

Man kann den Tortenboden jetzt für eine Weile (mehrere Stunden sind nötig) im Kühlschrank parken, dann bleibt er saftiger - oder im Dehydrator oder der Sonne trocknen, dann wird er fester. Ich hab' beides ausprobiert und finde eigentlich beides gut.

Am besten bereitet man den Boden am Vorabend zu, dann er über Nacht kühlen/trocknen.

Für die Tortenfüllung werden 250 gr. Cashews zusammen mit ein paar Datteln (bei Medjool reichen 3 Stück, andere Sorten ca. 5 Stück) in reichlich Wasser eingeweicht, abgespült und im Vitamix zusammen mit 90 gr. Kokosöl (im Wasserbad erwärmen, dann wird es flüssig), dem Saft 1 Zitrone (wer mag, gibt das Fruchtfleisch und die Schale noch dazu), ca. 25 gr. Agavendicksaft und optional ein wenig Vanille zu einer homogenen Creme vermixt. Diese Creme gibt man in die mit Nussmasse ausgekleidete Springform, streicht sie glatt und - wer hätte es geahnt - parkt sie für einige Stunden im Kühlschrank. Danach belegt man sie mit Obst nach Wahl (es sollten säuerliche Früchte wie Himbeeren oder Kiwis sein, sonst schmeckt die Torte zu mastig...finde ich), stellt nochmal kurz kalt, schneidet den Kuchen in Stücke und futtert ihn auf.

In meinem Fall ist die beschriebene nussige Fruchttarte übrigens keine "richtige" rohe Torte, weil ich keine Rohkostcashews verwende. Die Schale der Cashewnuss enthält ein giftiges Öl namens "Cardol", das stark ätzend und reizend auf die Haut wirkt. Um dieses Öl für den Schälvorgang zu deaktivieren, werden die Kerne bei der "konventionellen Ernte" mitsamt Schale kurz erhitzt oder geröstet, und dann ist Essig mit der Rohkost (die ja nur Lebensmittel bezeichnet, die unter 41 Grad verarbeitet wurden).

Es gibt allerdings bei entsprechenden Anbietern auch Cashews in Rohkostqualität, die wohl nach der Ernte zuerst mit Wasser gewaschen und dann nur ganz kurz mit Wasserdampf eingenebelt werden. Damit wird das Cardol wohl auch zuverlässig beseitigt, das Ganze macht die Kerne dann aber eben auch entsprechend teurer.
Meine Tarte ist strenggenommen also keine "richtige" Rohkosttorte, sondern wohl einfach bloss' ungebackener Kuchen. Sei's drum, ich bin da ja nicht so fundamentalistisch veranlagt.


Sonntag, 25. September 2011

Käschcreme


Die süße Cashewcreme ist umgezogen und wohnt jetzt hier:
http://danielamohr.com/mohrblog/2015/03/27/ma-pha-da-mit-kaeschcreme/

Samstag, 16. Juli 2011

Ma-Phada Frühstücksquickie

Der Ma-Pha-Da-Frühstücksquickie ist umgezogen und wohnt jetzt hier:
 


http://danielamohr.com/mohrblog/2015/03/27/ma-pha-da-mit-kaeschcreme/

Samstag, 9. Juli 2011

Stylische Handtasche aus Bananenleder

Die gute Nachricht – es gibt endlich ein tierfreies, fairgehandeltes Bio-Leder das auch noch lecker schmeckt. Die schlechte Nachricht – man braucht einen Dehydrator um es herzustellen. Aber irgendwas ist ja immer.

Inspiriert zu diesem leckeren Pausensnack hat mich die wundervolle Christina Ross von Patisseraw, die einen ähnlichen Leckerbissen im Sortiment hat – solltet ihr jemals in Venice Beach/Kalifornien sein, stattet ihrem kleinen Cafè (1 Westminster Ave
Venice, 90291) einen Besuch ab, ihr werdet ausrasten vor Begeisterung. Versprochen.

Für einen Bananenlederlappen braucht man 3-4 vollreife Bananen und einen Eßl. Kakao. Die Bananen gut mit dem Kakao durchpürieren und gleichmässig dünn auf einen Paraflex-Bogen streichen. (Ob es mit Alufolie oder Backpapier genauso geht, habe ich noch nicht ausprobiert...das Paraflex-Zeug ist fürs Bananenleder perfekt). Die Menge ergibt eben soviel, wie auf eine Lage in den Excalibur passt. So lange im Dehydrator trocknen, bis sich das Leder gut und rückstandsfrei vom Bogen löst (je nach Reifegrad und Lederdicke/Standort des Dehydrators ca. 8-10 Stunden). Kurz abkühlen lassen, mit einer Schere (ja, das geht wirklich!) in 4 gleichgroße Quadate schneiden (oder Dreiecke...Rechtecke...), lose zusammenrollen und luftdicht aufbewahren (Tupperdose o.ä.).


Für so eine leckere Frühstückstas
che mit Bananenfüllung bestreicht man nun eines dieser Quadrate mit Nussbutter nach Wahl (ich nehme selbstgemachte Cashewbutter), schneidet eine halbe Banane in Streifen, hackt 2 Datteln und eine Handvoll Nüsse (ich mag am liebsten Mandeln), legt das Ganze auf das benussbutterte Lederstück, rollt es fest zusammen und drückt die Enden gut an (notfalls mit etwas Nussbutter verkleben). So ein Täschchen ist ein ganz prima Snack vor dem Sport oder zum Frühstück – ich futtere so einen Beutel gerne im Büro mit einer Handvoll frischem Obst. Hält satt und macht Power!

Die Bananentaschen lassen sich auch am Vorabend vorbereiten und in einer Tupperdose im Kühlschrank parken, bis es morgens auf die große Reise ins Büro geht. Dadurch wird das Leder aber etwas „weicher“ und reißt schon mal ein, wenn man mit Schmackes in die Tasche beißt. Also nicht unbedingt die wichtigsten Akten auf dem Schreibtisch unterlegen wenn es ans Verputzen geht ;)


Der Grünberger des Tages ist heute eigentlich ein Rotberger und besteht aus Banane, Erdbeeren, einer halbe Knolle roter Beete und rotem Eichblattsalat. Erwähnte ich schon, dass Rawfood echt rockt?! Ich bin dann mal weg - Bäume ausreißen!

Choco-Rohco-Creme

Für alle, die angesichts der Avocado in der Zutatenlisten angewidert die Nase rümpfen – überwindet euch und probiert einfach mal. Bisher war jeder Testesser ziemlich überrascht bis begeistert über den Geschmack dieser ungewöhnlichen Creme. Und sie ist wie immer to!-tal! simpel aus einer Handvoll Zutaten zusammengehext.

Zutaten
1 Banane, vollreif
2 Avocado, vollreif
3 Eßl. Kakaopulver
3-4 Datteln
2 Teel. Agavendicksaft

Die Zubereitung ist denkbar einfach – man entkleidet die Banane und die Avocados, schneidet sie grob in Stücke und schmeisst sie zusammen mit den Datteln in eine Schüssel. Dann rückt man ihnen beherzt mit dem Pürierstab zu Leibe, gibt den Kakao und den Agavendicksaft hinzu und püriert so lange, bis eine homogene Creme entstanden ist. Wenn die Banane reif genug ist, benötigt man unter Umständen gar keinen Agavendicksaft...wenn nicht (und wenn man es gerne sehr süß mag) kann man natürlich auch mehr zugeben.

Die fertige Creme lässt sich optisch und geschmacklich noch ein wenig aufhübschen, wenn man sie mit frischem Obst schichtet. Ich habe 1 Birne geschält und gewürfelt, ein paar Mandeln gehackt und das Ganze als süßes Fundament für unsere Schokocreme in ein Glas gegeben. Frische Erd- oder Himbeeren passen auch ganz hervorragend.

(Dieses Rezept samt Foto steht auch in der aktuellen Ausgabe von Kochen ohne Knochen - falls es jemandem bekannt vorkommen sollte. Alles ok, alles von mir. Im Heft findet man auch noch ein tolles Rezept für rohes Früchtebrot und eine tropische Rohkost-Torte.)

Sonntag, 3. Juli 2011

Schoko-Ecken auf Nussboden

Diese kleinen Schokoschweinereien sind eine Abwandung dieses Rezeptes (hinter andersfarbigen Worten verbirgt sich übrigens immer ein Link. Ich sach's ja nur...) - allerdings mit ungebackenem Boden und ohne Schwips und eher als Praliné angedacht.

Zutaten für den Nuss-Boden:
1 Tasse (normale Kaffeetassen-Größe, ich glaube die fassen so ca. 200 ml) Walnüsse
1 Tasse Mandeln
1 Tasse Macadamia-Nüsse
1 Tasse grob gehackter Datteln (am besten "saftige" Sorten wie die Medjool)
1 halbe Banane

Zuerst die Nüsse in der Küchenmaschine (Hackmesser) zerkleinern, dann die Datteln und die Banane zugeben und rödeln lassen, bis die Masse leicht klebt und formbar wird. Ob und wie das erfolgt, hängt auch immer ein wenig von den Datteln ab, die man verwendet...und von der Größe und Reife der Banane. Falls die Masse also zu trocken bleibt, noch ein paar Datteln zugeben oder ein weiteres Stückchen Banane.

Frischfolie auf ein Schneidbrett legen, einen eckigen Backrahmen auf ca. 29 x 22 cm einrichten, auf das Brett stellen und die Nussmasse auf den Boden drücken. Die ganze Vorrichtung für möglichst 6-8 Stunden im Kühlschrank parken.

(Hier eine kleine Anmerkung - manchmal bekomme ich lustig-merkwürdige Zuschriften zu meinen Rezepten, und da ich in diesem Fall ja schon förmlich das "Oh je, ich habe aber keinen rechteckigen Backrahmen, Hilfe! Was soll ich nur tun?!" in der Datenleitung riechen kann, möchte ich direkt an dieser Stelle einwerfen: Wer keinen Backrahmen besitzt, nimmt einfach eine beliebige viereckige Auflauf- oder Brownieform und drückt die Nussmasse in den Boden.
"Hilfe, ich habe aber keine...!"
Ok...oder eine normale runde Springform geht auch - oder was auch immer. Irgendwas eben.)


Für die Schokohaube:

90 gr. Margarine
100 gr. Hafersahne
400 gr. Zartbitterkuvertüre oder Blockschokolade
1 Eßl. Kokosöl
Kakaopulver zum Bestäuben


Margarine und Sahne im Kochtopf erhitzen, bis die Margarine sich aufgelöst hat. Kuvertüre hacken und zusammen mit dem Kokosöl einrühren, bis sich eine homogene Masse gebildet hat. Schokomasse auf den Nussboden geben und für mindestens 2 Stund kühl stellen.

Das Backrechtecksteil entfernen, die Platte mit Kakaopulver bestäuben, in quadratische Stücke (Größe nach Belieben - die Teile sind ziemlich mächtig, daher nicht zu groß) schneiden, eventuell in kleine Pralinenförmchen setzen und...auffuttern.
Link

Samstag, 19. März 2011

Sauermachtlustig-Muffins

Frische Johannisbeeren sollte man nur dann bereits im März kaufen, wenn man Geld zuviel und zudem Lust hat, sich wie eine ökologische Axt im Walde zu benehmen. Als Lohn für dieses wahrhaft schändliche Benehmen habe ich nun aber 12 leckere,fluffige Johannisbeer-Zitronenmuffins, mit denen ich mein schlechtes Gewissen versüssen, bzw. versauern kann. Wie sagt man so schön „Erst kommt das Fressen, dann die Moral“.

Also ab dafür.

Zutaten:
270 gr. Mehl (diesmal ausnahmsweise kein Vollkorn- sondern normales Weißmehl)
100g Rohrohrzucker
1EL Sojamehl
10 gr. Weinsteinbackpulver

250ml Pflanzenmilch (bei mir war's diesmal Soja – aber sonst auch gerne Dinkelmilch)
75ml Alba-Öl (oder anderes geschmacksneutrales Öl)

1
Fläschchen Zitronenaroma
ca. 100 gr. frische Johannisbeeren aus dem Ökosünden-Fachgeschäft

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze).

Johannisbeeren waschen, trockenschütteln und von den Stielen zupfen.

Die trockenen Zutaten in eine Schüssel
geben und gründlichen mischen. Die Pflanzenmilch mit dem Öl und dem Zitronenaroma verrühren, zu der Mehl-Zuckermischung geben und mit dem Handmixer gut verrühren. Zum Schluß die Johannisbeeren zugeben und mit einem Löffel gut untermischen.

Da mir Muffins oft flach auseinanderlaufen wenn ich die Papierförmchen einfach so aufs Backblech setze, aber in den Metallbackformen trotz Einfetten oft hängenbleiben, gebe ich den Teig mittlerweile immer in die entsprechenden Papier-Förmchen und setze jene dann in die Metallbackformen. Dann läuft nix und es klebt nix. Also...den Teig wie auch immer in Papier- oder Metallförmchen füllen, in den vorgeheizten Ofen stellen und ca. 25 Minuten backen. Wie immer ist die Stäbchenprobe unser Freund.

Wenn die Muffins aus dem Ofen kommen, sofort aus der Backformen nehmen (die Papierförmchen bleiben natürlich dran) und auf einem Rost auskühlen lassen.

Wer mag, kann später noch Puderzucker mit ein wenig Johannisbeersaft zu einem rosaroten Zuckerguß verrühren und die Muffins damit einpinseln. Mir schmecken diese fluffigen kleinen Törtchen aber auch ohne sehr lecker.

P.S. - Die Johannisbeeren-Saison beginnt im Juni. Für alle die es lieber richtig machen möchten.

Sonntag, 6. März 2011

Schnelle Schokoladenmaus

Ebenso flott wie die Beerengrütze und kein Stück weniger lecker ist diese unkomplizierte Mousse au chocolate - man benötigt nur 1 Packung Seidentofu (200 gr), 2 Tafeln Zartbitterschokolade á 100 gr. und 1 Päckchen Bourbonvanillezucker. Et voilá:

Seidentofu ein wenig abtropfen lassen und dann in einer Schüssel mit dem Handmixer cremig aufschlagen - so lange rühren, bis der Tofu richtig weich und homogen geworden ist und keine grisseligen Bröckchen mehr sichtbar sind.

Die Schokolade im Wasserbad schmelzen, in den Tofu einfliessen lassen und flott mit dem Handmixer verrühren. Zucker unterrühren, abschmecken (wer es gerne süßer mag, kann noch 1 Eßl. Rohrzucker zugeben - je nach Lust und Laune und persönlicher Vorliebe kann man noch Orangen- oder Zimtlikör oder Espressopulver zugeben, um die Schokoladenmaus ein wenig aufzurüschen. ), in eine Schüssel oder Dessertschälchen füllen und abkühlen lassen. Mit Schokoraspeln bestreuen und servieren.

Die Mousse bekommt nach dem Abkühlen eine fast stichfeste Konistenz, man kann zum Servieren also auch prima Nocken abstechen oder mit einem heiß ausgespülten Eisportionierer herumkugeln. Man kann die Mousse lecker mit der Beerengrütze kombinieren (reine Sauerkirschgrütze ist hier mein Favorit) - einfach die Mousse in Gläser verteilen, abkühlen lassen und dann einige Eßlöffel Kirschgrütze aufsetzen und festwerden lassen.

Für die Partyportion habe ich die o.a. Menge übrigens verdreifacht - und es ist nix übriggeblieben.

(Ja, ich weiß, dass "Mouse" übersetzt nicht "Maus" bedeutet....)

Fixe Beerengrütze

- noch ein bißchen was zu den Desserts -

Wenn jemals der Titel "Schnellstes Dessert der Welt" zu vergeben sein sollte, hat dieser Fix-Nachtisch wohl ziemlich gute Chancen auf eine Medaille. Und los geht's:

Zutaten (für ca. 8 Portionen)

100 ml Wasser
650 ml veganer Traubensaft (z.B. von Alnatura)
60 gr. Maisstärke
100 gr. Zucker
600 gr. TK-Beerenmischung

500 ml. Saft mit dem Zucker verrühren und zum Kochen bringen - den Rest Saft mit dem Wasser und der Maisstärke in einer Schüssel verrühren, in den kochenden Saft geben, mit dem Schneebesen einrühren und kurz blubbern lassen. Dann flott die tiefgefroren Beeren zugeben, schnell vermischen und sofort in eine Schüssel geben. Fertig. Durch die eiskalten Beeren wird die Beerengrütze im Handumdrehen fest.

Schmeckt auch als Himbeeren- oder Kirschgrütze mit einem Schluck Amaretto.

Freitag, 4. März 2011

Walnuss-Krokant-Creme

Ergänzend hierzu das angeforderte Rezept für die Walnuss-Krokant-Creme.

Für dieses Rezept benötigen wir zwar nur großen 1 Eßlöffel Walnuss-Mus, aber weil Walnuss-Mus ein genial-geiles Zeug ist und die Herstellung zudem ein bißchen Arbeit macht, bereiten wir am besten gleich eine größere Portion davon zu.

Walnuss-Mus
2-3 Tüten Walnusskerne in die Küchenmaschine einfüllen, das Hackmesser einsetzen und die Walnüsse auf mittlerer Stufe pulverisieren. Die gemahlenen Nüsse neigen dazu, sich am Rand abzusetzen, so dass das Hackmesser nach einer Weile im Leeren rödelt. Wir müssen die Maschine also immer mal wieder ausschalten und das Nussmehl wieder in die Mitte schubsen. Nach einer gewissen Rödelzeit wird das Mehl ein wenig fester und krümeliger, das Nuss-Öl tritt aus – jetzt kann man 1-2 Eßl. Rapsöl (am besten das mit Buttergeschmack) und etwas Salz zugeben....weiterrödeln lassen, bis eine weiche Creme entstanden ist. Dieses Walnuss-Mus in ein Schraubglas abfüllen und im Kühlschrank parken. Passt aufs Brot oder zu Pfannkuchen wie auch zu Räuchertofu, ist spitzenmässig lecker und ist so gesund, wie rohe Walnüsse eben sein können (ich sag nur Omega 3).

Und wenn das Mus erst einmal gemacht ist, ist die Dessert-Creme eine Sachen von wenigen Handgriffen - also los:

Walnuss-Krokant-Creme
500 ml Pflanzenmilch
1 gehäufter Eßl. Walnuss-Mus
1 Eßl. Rohrohrzucker
2 Eßl. Maisstärke
1 Eßl. Amaretto


250 ml Pflanzenmilch mit dem Walnussmus und dem Zucker vermischen, in einen Topf geben und zum Kochen bringen (Vorsicht, brennt ganz gerne mal an) In einer Schüssel die Maisstärke mit der restlichen Pflanzenmilch verrühren und die Mischung dann in die kochende Walnuss-Zucker-Milch einrühren, 2-3 Minuten kochen lassen, den Amaretto einrühren und in Dessertschälchen füllen.

Ein fauler Gastgeber wäre auch an dieser Stelle schon fertig – die Creme schmeckt auch pur und ohne Schnickschnack sehr lecker und lässt sich nach dem Erkalten auch prima stürzen, gegebenfalls noch ein paar Nüsse oder Schokosplitter dazu – und auflöffeln. Wenn man aber auf zusätzlichen Chi-Chi steht, kann man gehackte Walnüsse in einer Pfanne oder Topf anrösten, mit Zucker bestreuen, warten bis der Zucker flüssig geworden ist und diese Krokantmischung auf Backpapier gießen und glattstreichen (Vorsicht – Krokant gibt dem Wort „heiß“ eine ganz neue Bedeutung, also auf gar keinen Fall anfassen oder den Löffel ablecken, das gibt fiese Brandblasen). Das Krokant nach dem Erkalten in Streifen schneiden, zu Röllchen formen oder in Stückchen bröckeln.

1-2 Orangen schälen und filetieren, die Filets in Stücke schneiden, mit Zucker bestreuen und mittels Bunsenbrenner mit einer schicken brauen Karamellkruste versehen. Die karamellisierten Orangenstückchen auf die erkaltete Walnusscreme setzen und mit einem Krokantröllen garnieren. Und auflöffeln.

Für die "Partyportion" habe ich einfach die Menge verdoppelt, das Ganze in eine große Schüssel gefüllt und die Creme nach dem Erkalten oben mit Walnuss-Krokant bestreut. Kann man prima am Vortag zubereiten.

Samstag, 2. Oktober 2010

Donnerstag, 3. Juni 2010

Bananensesamfeiertagseismitseidentofu

Eine Packung Seidentofu, der schon kokett in Richtung Mindesthaltbarkeitsdatum winkt, einige Bananen, die ziemlich nahe am Reifezenit kratzen, und der Umstand, das der Sommer dieses Jahr auf einen Feiertag fällt, ist eine phantatisch günstige Kombination für ein leckeres Feiertagsschmecker-Eis mit prägnantem, aussagekräftigen Namen:

Bananensesamfeiertagseismitseidentofu


Dazu benötigt man/frau

400 gr. Seidentofu

4 vollreife Bananen (ergab bei mir 400 gr. Bananenfleisch ohne Schale)

bis zu 100 gr. Agavendicksaft (je nach Reifegrad der Bananen)

1 Eßl. dunkles Sesamöl

2 Eßl. geröstete Sesamkörner


Seidentofu kurz auf ein Sieb geben und abtropfen lassen und zusammen mit den gestückelten Bananen, dem Agavendicksaft (nicht zuviel, lieber zwischendurch abschmecken) und dem Sesamöl in einen Mixer geben und zu einer homogenen Creme zermixern. Den Sesam zugeben und nochmal kurz durchrühren. Entweder in die Eismaschine geben und ca. 20-30 Minuten rödeln lassen oder in einer Schüssel ins Tiefkühlfach stellen. Zwischendurch ein paar Mal durchrühren,
damit sich keine Eiskristalle bilden (bzw. nicht zuviele Eiskristalle...ganz ohne klappts bei mir nie).

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten - entweder das Eis sofort aus der Schüssel in den Ranzen löffeln, es ist so lecker das es im Grunde kein großartiges Chi-Chi oder Deko-Gedöns braucht. Wenn man aber - wie ich - auf Chi-Chi-Tamtam steht, kann man das Eis in kleinen Förmchen gefrieren lassen, kurz antauen lassen, auf einen Teller stürzen, mit Zucker bestreuen und selbigen via Mini-Flammenwerfer in eine feine Knack-Karamellkruste verwandeln. Oder mit Sesamkrokantblättchen belegen (Zucker mit ein wenig Butter im Topf langsam schmelzen, Sesam zugeben, verrühren und auf geöltem Backpapier erkalten lassen, in Stücke hacken). Falls das noch nicht genug Tamtam ist, das örtliche Philharmonie-Orchester dazubitten und...hmm....auffuttern (das Eis, nicht das Orchester)

(Leider waren keine Tamtam-Kapazitäten übrig um ein ansprechenderes Foto zu kreiern....nun ja...irgendwatt iss' ja immer)

Mittwoch, 29. Juli 2009

Almond allstars

First of all - my english is really bad, but I do my best...so please be gentle with me (or go ahead!)

One of the most popular "needies" in my vegan kitchen is almond cream - a yummy allrounder, healthy (the antioxidants in the membranes of the almonds act together with the vitamins in the core as an "antioxidant dreamteam"), tasty and usable in very various ways.
All you need to produce your own (raw and natural) almond cream is:
almonds (surprise, surprise), a kitchen machine, time and patience.

Ready, steady, go!
Crush the almonds with this "shredder-thingie" of the kitchen machine. First the almonds will turn into pieces, then into powder...after a loooong time of crushing the powder becomes a bit more sticky, a looong time later it turns into something like "almond-gum"....don't hesitate, crush on, crush on! After a while (if the engine of your machine is not burned out already) the almond-gum will become a bit creamier, and more crushing will make it even more creamy and a little oily - but if your patience is used up and you don't want to wait if it's oily enough, you may add a little cold-pressed rapeseed oil to make it smoother and a little pinch of salt , fill the cream in a jar and keep it in a cool place.
Of course you could walk to your wholefood-store and buy the almond cream there instead, but firstly producing food by myself gives me much more satisfaction and secondly this selfmade cream is more nutrient-rich than the industrially manufactured one cause the almonds were not roasted or heated - just raw, raw, raw.

I use it as a spread on toasts or waffles, mix it in pancakes or muffins or add it to exotic currys or sauces, I use it for e-ve-ry-thing....like for this easy and delicious

ALMOND PUDDING

500 ml rice-milk
1 huge (and I really mean HUGE!) tablespoon almond cream
1 tablespoon
unrefined cane sugar
2 tablespoons corn starch
1 tablespoon amaretto

Pot 250 ml rice-milk (yes, yes, this phrase doesn't exist in english...but my dictionary says that filling sth. in a bottle means "to bottle", filling sth. in a barrel means "to barrel", filling sth. in a sack means "to sack"...so I decided that it's absolute logically consistent
to use "to pot" for filling sth. in a cooking pot. veto, anyone?), mix it with sugar, almond cream and amaretto and heat it.

In the meantime mix the corn starch with the leftover rice-milk, add it to the boiling ricemilkalmondamarettosugar in your cooking pot and stir constantly until the mixture turns into a smooth pudding, fill it in a bowl ("bowl it"), cool it (or....why not munch it hot?) and wallow in almond-pleasure.

Ok, but this is one way to enjoy this almond pudding...this is the way to enjoy it when you are by yourself, a little tired or in hurry, when there is no time or mind for chichi and falderal. If you like it more glamorous or receive guests for diner (escpecially if this are such "ohveganfoodisooooboooringandbleak"-people), try this version:

Heat some
unrefined cane sugar gently on a small flame until it turns liquid, mix it with planed almonds and smear it (hell, what an unappetizing word!) on a piece of baking paper (and never, never, NEVER EVER lick off this mixture from your spoon, it's terribly fucking hot, keep it away from your tongue, your fingers, from everywhere...of course only if you don't like to wear blisters from burns in size of pingpong-balls). After a while of cooling down break this almond caramell into pieces and stack them alternately with the pudding into a nice wine glas. Dust it with a little cocoa and serve. Feel like a real kitchen-hero and tell no one how simple it was to make this marvellous pudding.

Samstag, 21. März 2009

Mohn-Rotkäppchen


Zutaten

...für die Mohncreme
650 ml Sojamilch
2 Eßl. Rohrzucker
3 Eßl. Maisstärke
1 Bourbonvanilleschote
2 Eßl. Mohnsamen
ca. 50 gr. Marzipan

...für das Himbeerkäppchen
300 gr. TK-Himbeeren
2 Päckchen Bourbonvanillezucker
1 Teel. Maisstärke

Zubereitung
Die Hälfte der Sojamilch mit der Maisstärke verrühren und beiseite stellen. Den Rest Milch in einen Kochtopf geben. Mohnsamen in der Kaffeemühle mahlen, das Mark der Vanilleschote auskratzen und zusammen mit dem Mohn und der ausgekratzten Schote in die Sojamilch einrühren und aufkochen lassen. Sojamilch-Maistärke-Gemisch in die kochende Mohnmilch rühren und 2 Minuten kochen lassen - gut rühren! Vom Herd nehmen und das kleingeschnittene Marzipan gründlich unterrühren. In kalt ausgepülte Förmchen oder Gläser geben.

Die TK-Himbeeren an einem warmen Ort in Non-TK-Himbeeren umwandeln und pürieren, durch ein Sieb streichen und 1 Päckchen Vanillezucker einrühren. 1 Teel. Maisstärke einsieben, gut verrühren, kurz erhitzen und über die Mohnmarzipan-Creme geben.

Ergibt 5 Portionen - 1 Portion wurde bereits vom Loverboy in seiner Funktion als Testesser verspachtelt und für "lecker" befunden, die restl. 4 Portionen werden heute abend zu Freunden mitgeschleppt und dort hoffentlich mit Wohlwollen verputzt.