Dienstag, 6. Dezember 2011

Linsen-Ironman-Salat

Irgendwann bin ich mal in den Weiten der Bloggosphäre über den "Cronometer" gestolpert, mit dem einige (Vegan-)Blogger ihre Nahrung protokollieren. Wenn man dort also brav seine Futtereien einträgt, errechnet der Cronometer dazu Nährstoffe, Kalorien und sonstigen Schnickschnack und man kann prima überprüfen, ob man den nun auch genug Proteine und Kalzium futtert. 
Grundsätzlich bin zwar eher skeptisch, wenn irgendein ominöses Programm behauptet, meinen Energiebedarf zu kennen und überhaupt finde ich es extrem unsexy, jeden Bissen den man verspachteln möchte, erstmal abzuwiegen und irgendwo einzutragen. Aber als kleine Gedankenstütze ist das Tool manchmal ganz nett, und deswegen benutze ich ihn hin und wieder ganz gerne - und in den letzten Tagen hat mir Herr Cronometer mehrmals am Ärmel gezupft und "Hey, Frollein, Du könntest ruhig mal wieder'n büschen für Deinen Eisenspiegel tun, ständig nur Spekulatius, Zimtsterne und Marzipan futtern bringts nicht auf Dauer!" geplärrt. Um dem Schreihals das Maul zu stopfen, eignen sich zum Beispiel Linsen ganz prima. Zitrone ist ja auch immer ein gern gesehener Gast, wenn es um die Verwertbarkeit von pflanzlichem Eisen geht, dazu noch Petersilie und rote Paprika und schon darf man mich "eiserne Lady" nennen. Wenn man möchte.

Dieser Linsensalat ist flott gemacht (wenn man zufällig schon einen Pott gekochter Linsen im Kühlschrank stehen hat), hält sich kaltgestellt ein paar Tage und ist gut mit Feldsalat und/oder Kartoffeln kombinierbar. und eignet sich sicherlich auch als Beilage für Grillparties, sollte irgendwann mal wieder ein Sommer kommen. Optisch ist der Salat zwar (wie so ziemlich alles, was mit Linsen zu tun hat) nicht unbedingt die Augenweide schlechthin, aber gerade in diesem Fall kommt es ja nun wirklich auf die inneren Werte an.

Linsen-Ironman-Salat
600 gr. gekochte braune Linsen
2 Eßl. Tomatenmark (ich nehme ich das scharfe mit Chili)
2 Eßl. Olivenöl
Saft einer halben Zitrone
1 Frühlingszwiebel
1 Bund glatte Petersilie
1 gute Handvoll Walnusskerne (ca. 40-50 gr.)
ca .50 gr. Sonnenblumenkerne
Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel
2 rote Spitzpaprika

Tomatenmark, Öl und Zitrone glattrühren und mit den Linsen vermischen. Frühlingszwiebel, Walnüsse und Petersilie hacken, Paprika würfeln und zusammen mit den Sonnenblumenkernen unter die Linsen rühren. Reichlich mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel würzen und lecker finden. Und schon hält der Cronometer seine vorlaute Klappe.

Und wenn man dann irgendwann keine Linsen mehr sehen kann, kann man einen ähnlichen Salat aus Hirse zusammenbasteln - hier nehme ich allerdings nur 500 gr. (gekochte Hirse), lasse Walnüsse und Sonnenblumekerne weg und mische noch ein Glas Kichererbsen dazu. Volle Eisenkraft voraus!


(P.S. - Ich bin natürlich kein Wissenschaftler, geschweige denn Ernährungsberater, ich will mir auch gar nicht anmaßen, für den Cronometer eine Empfehlung auszusprechen...Infos zum tatsächlichen Eisenbedarf eines Menschen sowie entsprechende Studien und Meinungen gibt's im Netz zuhauf. Bei mir gibt's bloss Rezepte und einen vollen Teller, sonst nix).

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Update "Casheesio"

Das Rezept und die Anleitung für den Casheesio (Frischkäse auf Cashewbasis) ist umzogen und wohnt jetzt hier:
http://danielamohr.com/mohrblog/2014/09/21/casheesio-cashew-frischkaese/

Sonntag, 20. November 2011

Kappesdorjenander (klingt komisch, ist aber so)

Zur Weißkohlsaison gab es bei uns zuhause öfter ein deftiges Gericht mit dem äußerst klangvollen Namen "Kappesdorjenander" - "Kappes" ist natürlich "Kohl" und "Dorjenander" lässt sich 1:1 mit "Durcheinander" übersetzen, was schon ziemlich deutliche Prognosen zur Anrichteweise dieser rheinischen Spezialität zulässt (wobei ich mir gerade gar nicht sicher bin, ob es sich hier wirklich um eine "rheinische Spezialität" handelt oder eher um eine Spezialität meiner Mama, aber das ist im Grunde ja auch wurscht. Hauptsache lecker.)

Eigentlich wird für Kappesdorjenander einfach bloss Kartoffelpüree mit Weißkohl und jeder Menge durchwachsenem Speck verrührt, gründlich gewürzt und mit einer großen Kelle aus dem Topf auf den Teller geklatscht. Bautz! Allein schon aus ästhetischen Gründen wird dieses Gericht deshalb vermutlich niemals auf den Karten erlesener Sternerestaurants zu finden sein, aber ich persönlich steh' besonders zur kalten Jahreszeit total auf so ein schlotzig-deftiges Gemansche und kann da auch mal großzügig über die fehlende Anrichteschönheit hinwegsehen.

Nachdem ich nun einen Sack Kartoffeln und zwei Köppe Weißkohl aus dem elterlichen Garten abgestaubt habe, ist es nun an der Zeit für eine rein pflanzliche Version meines Kindheitsklassikers. 

Zutaten für 2-3 hungrige Esser (oder auch notfalls ganz für mich alleine):
ca. 850 gr. Kartoffeln (geschält gewogen)
1 kleiner Kopf Weißkohl (ca. 550 gr.ohne Strunk und äußere Blätter, fertig geputzt gewogen)
1 Block Räuchertofu (175 gr.)
2 kleine Zwiebeln
250 ml. Hafersahne
Öl (mein Allzeit-Favorit: Rapsöl mit Buttergeschmack von der Teutoburger Mühle)
Salz, Pfeffer, Muskat, Paprika
Grillgewürz (Favorit immer und jederzeit: "Spicy Grill" von Vantastic Foods)

Die Kartoffeln in Wasser garkochen, mit einem Kartoffelstampfer zu Brei zerdrücken, etwas vom leckeren Öl mit Buttergeschmack (oder Margarine) zugeben und mit reichlich Salz, Pfeffer, Muskat und Paprika würzen. Hafersahne zugeben und nochmal kurz auf dem Herd unter fleissigtem Rühren in ein cremiges Kartoffelpüree verwandeln. Wer Angst vor Fett und Kalorien hat, kann statt der Hafersahne auch normale Pflanzenmilch nehmen, ich find's aber mit Hafersahne leckerer. Und die Kalorien sollen nur kommen, vor denen fürchte ich mich nicht. Ha. 

Den Weißkohl (aka "Kappes") in feine Streifen schneiden und im Dämpfkochtopf garen, während die Kartoffeln kochen. Wer keinen Dämpfkochtopf hat, kocht den Kohl stattdessen in Wasser.

Räuchertofu und Zwiebeln würfeln, mit dem wunderbaren "Spicy Grill" (nein, ich werde nicht von Vantastic Foods bezahlt, ich find' das Zeugs ganz freiwillig total genial) würzen und mit etwas Öl in einer Pfanne knusprig-braun brutzeln.


Schlußendlich alle 3 Komponenten in dem größten der benutzen Töpfe zusammenwerfen, gründlich vermischen und ggf. nachwürzen (nicht zu sparsam, immer ordentlich rein!)....und das Zeugs mit einer großen Kelle auf den Teller klatschen. Bautz! Weniger brachial-veranlagte Esser können das Kappesdorjenander selbstverständlich auch mit weniger Schmackes mittels eines großen Löffels sanft auf den Teller heben. Aber hier muss man sich nix vormachen - es wird nicht gelingen, diesen Schlotz einigermassen hübsch und vorzeigbar anzurichten..."Durcheinander" ist "Durcheinander", da ändert auch das alberne Petersilienblättchen auf dem Foto nix dran.


Da der Herzmann nach einem Blick in den Topf und lauten "Iiiih!"-Geschrei auf Tiefkühl-Pizza ausgewichen ist, habe ich nun noch gut 2 Portionen übrig, was einerseits erfreulich ist, weil "sowas" am nächsten Tag wiederaufgewärmt gleich nochmal so gut schmeckt....aber andererseits kann ich mich kaum beherrschen, mir den Rest nicht doch noch spontan zum Nachmittagskaffee einzuverleiben. Hach.


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Mittwoch, 9. November 2011

Samstag, 5. November 2011

Deftiger Mayo-Tofusalat

Alle Jahre wieder lösen die frühe Dunkelheit und die trüben, kalten Tage bei mir eine gewisse Grundknatschigkeit aus, die erwiesenermassen nur mit einer Monstertasse heißer Schokolade und fettigem, deftigem Essen geheilt werden kann.
Derzeitige Lieblingsmedizin auf meinem Teller:
Deftiger Mayo-Tofusalat -
oder "Salat nach Art eines Fleischsalats, nur ohne Fleisch und so'n fieses totes Zeug"

Wer zu omnivoren Zeiten fettigen Wurstsalat mit
Mayo oder Eiersalat mochte, wird diesen Tofuschlotz lieben. Versprochen.

Zuerst fabrizieren wir die wunderbar deftig-fettige Mayo-Soße wie folgt:
Zutaten:
50 ml Sojamilch
150 ml Rapsöl

1 (gut befüllter) Teel. Dijon-Senf

1 Eßl. Weißweinessig


Sojamilch und Rapsöl für ein paar Stunden im Kühlschrank parken, damit sie die gleiche Temperatur haben. Danach beides in ein hohes Mixgefäss füllen, Senf und Essig zugeben und nach dieser Anleitung eine dicke Mayonnaise herstellen. Diese dann mit 1 Eßl. Tomatenmark und 1 Eßl. Schnittlauchröllchen (in meinem Fall die gefriergetrockneten aus dem Gewürzregal) verrühren und mit reichlich Salz, Pfeffer und Paprika nach Geschmack würzen.
The beat goes on mit:
1 Block Räuchertofu

(ich hatte den von Soja Berief á 175 gr.)
Tofu trockentupfen, in kleine Würfel schneiden und für ca. 1-2 Stunden mit 3 Eßl. „Gurkenwasser“ (aus dem Gewürzgurken-Glas, siehe unten) marinieren. Überschüssige Flüssigkeit abgießen und die Würfelchen mit etwas Öl in der Pfanne scharf anbraten. Ich benutze immer Kokosöl, weil es stark erhitzt werden kann und weil dieses Öl es schafft, dem Tofu eine braune Kruste zu verpassen. Jedes andere Öl geht aber auch.
Tofuwürfel abkühlen lassen.

Und dann noch:
1 Schalotte oder eine kleine Zwiebel

3 mittelgroße Gewürzgurken

Schalotte und die Gewürzgurken fein würfeln und gründlich mit Tofu und Mayo verrühren. Fertig ist Frollein Holles kleiner Seelentröster.

Wie alles Deftige dieser Welt wird der Salat besser, wenn man ihn im Kühlschrank ein wenig durchziehen lässt...ich bin aber meistens zu gierig und verschlinge ihn direkt nach Fertigstellung. Schmeckt vorzüglich auf Brötchen (mit einer Alibi-Tomate, damit wenigstens etwas Frisches auf dem Teller liegt), aber auch einfach bloss pur oder als Beilage zu Kartoffeln.

Die Menge reicht für 4-5 reichlich beladener Brötchenhälften.


Casheesio - oder "Meeeein Ssssschaaatzzzzz!"



Der Casheesio (ein würziger Frischkäse auf Cashewbasis) ist umgezogen und wohnt jetzt hier:
http://danielamohr.com/mohrblog/2014/09/21/casheesio-cashew-frischkaese/

Donnerstag, 27. Oktober 2011

"Watt nix kost', datt iss' auch nix"...oder "Hasse mal'n Euro?!"

Seit ewigen Zeiten bin ich es gewohnt, in den Weiten des WWW jederzeit schnell und kostenfrei eine Lösung für nahezu alle Probleme zu finden, es gibt Portale mit kostenlosen Lauf-Trainingsplänen, Datenbanken mit Garten-Tips, Online-Tageszeitungen, private Blogs mit Rezepten und Bildern, sogar Lebens- und Gesundheitsberatung und überhaupt findet man alle möglichen nützlichen Infos. In den meisten Fällen kostenlos. Und das ist auch gut so.

Trotzdem bin ich gerade in letzter Zeit massiv genervt von dieser "Ich-will-datt-aber-umsonst"-Mentalität, die im Netz um sich greift. Klar ist es super, dass ich jederzeit alles mögliche abgreifen kann, ohne dafür zu bezahlen, aber ich finde es schade, dass das alles so selbstverständlich ist. Wenn ein netter, hilfsbereiter Läufer, der über lange Zeit individuelle kostenlose Marathon-Trainingspläne für Hinz und Kunz erstellt hat, plötzlich dreisterweise sage und schreibe ganze 5 € Aufwandsentschädigung pro Plan haben möchte, wird der Ärmste quasi virtuell geteert, gefedert und aus der Stadt gejagt - oder ein fleissiger Foodblogger, der nach dem Druck seines Kochbuchs seine Rezepte (die vorher über ein Jahr kostenlos abzugreifen waren) von seiner Webseite nimmt, wird als "gieriger Raffhals" vom wütenden Forums-Mob in der Luft zerrissen.

Zudem werden oft noch Bilder, Artikel und Rezepte ohne Rückfragen aus Blogs und Webseiten gemopst und ohne jedes Unrechtsverständnis ohne Quellenangaben in Foren oder sogar eigenen Webseiten verwendet. Das Internet als Selbstbedienungsladen. Immer her, kost' ja nix.

Also bitte. Da wende ich mich des öfteren mit Grausen ab.

Auch wenn man das ja nun alles freiwillig und aus Spass macht, steckt hinter solchen Projekten doch immer ein nicht zu unterschätzender Aufwand - die Erfahrung mache ich ja oft am eigenen Leib. Bis so ein Rezept fertig ist, braucht es mindestens 2-3 Anläufe bis alles passt, schmeckt und veröffentlicht werden kann - das kostet oft nicht nur Zeit, sondern eben auch Geld.

Deswegen habe ich mir in der jüngeren letzten Zeit angewöhnt, jedes Mal, wenn ein Beitrag für mich von besonderem Nutzen war, (sei es ein Blog-Beitrag zu einem spannenden Thema, ein hilfreicher Gartentip oder ein leckeres Rezept) dem entsprechenden Ersteller einen kleinen Beitrag (meistens irgendwas um die 1 bis 2 €) in den Hut zu werfen. Schließlich kaufe ich oft ganze Kochbücher, um dann am Ende doch kein einziges Rezept nachzukochen...da lasse ich mir doch lieber ein gutes, erprobtes Rezept eine Kleinigkeit kosten.

Viele Blogger (aber leider noch zu wenige, also hopp!-hopp!) nutzen die Spendenfunktion von Pay-Pal, das macht das Ganze ziemlich unkompliziert. In diese Flattr-Sache habe ich mich noch nicht eingelesen, aber da ich oft und gerne die Online-taz im Zug lese, möchte ich mich da auch mal gerne erkenntlich zeigen und ab und zu ein paar Euronen flattrn.

Warum aber dieses Gequatsche übers Geld? Man ahnt es schon - ich habe für meinen Blog nun auch eine "Spendenbox" eingerichtet und würde mich über ein paar Münzen im Hut freuen, wenn euch ein Rezept besonders glücklich gemacht hat. Den Button findet man künftig unter jedem Beitrag, man darf sich aber gerne die Augen zuhalten wenn man das zu aufdringlich findet.

Eine kleine Spende macht mich nicht reich (zumal auch noch eine kleine Gebühr abgeht) und den Spender nicht arm, ist aber eine charmante Geste der Wertschätzung - so wie ein zusäzliches Trinkgeld, dass man auf der Untertasse zurücklässt wenn man ein Restaurant mit wohligem Gefühl nach einem guten Essen verlässt. Und es ist für mich natürlich auch noch 'ne Zusatzmotivation, um sich für künftigere Rezepte noch ein bißchen mehr anzustrengen.

Selbstverständlich alles freiwillig nach dem guten alten Swingerclub-Leitsatz "Alles kann, nichts muss". Und wer das alles doof und überflüssig findet und weiterhin lieber alles hier im Blog kostenlos haben möchte..auch das ist vollkommen ok, ich freue mich über jeden Leser, ob zahlend oder nicht;) Man sagt zwar mit Recht "The best things in life are free"...aber der Rheinländer sagt auch mal gerne "Watt nix kost', datt iss' auch nix!" Sucht euch einfach das Passende aus.




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Mittwoch, 26. Oktober 2011

Riesen-Fruchtriegel - oder "Rohes Früchtebrot"



Das Rezept fürs Früchtebrot ist umzogen und wohnt jetzt hier:
http://danielamohr.com/mohrblog/2014/09/18/rohes-fruechtebrot/

Samstag, 15. Oktober 2011

Mittwoch, 12. Oktober 2011

"Schmutzige Schokolade" und ein Statement meiner Lieblings-Schokoladenfirma

Irgendwann habe ich mir zwar mal vorgenommen, meinen Blog schon aus eigenem Interesse "moral- und diskussionsfrei" zu halten und mich hier in meiner Netzküche ausschließlich der tierfreien Futterei zu widmen - aber der Film "Schmutzige Schokolade" *) (lief kürzlich auf ARTE und thematisiert den Einsatz von Kindersklaven auf Kakaoplantagen) hat mir mal wieder deutlich gemacht, dass man vielleicht doch hin und wieder die Menschen motivieren sollte, mal über ihren prallgefüllten Tellerrand zu gucken. Und versuchen, im Rahmen seiner Möglichkeiten mit seinem eigenen Konsum diese teilweise echt kranke Welt ein klitzekleines Fitzelchen besser zu machen - denn wer wegguckt, macht mit.

Ich habe mal bei meinem Lieblingschokoladenmacher nachgefragt, wie sichergestellt werden kann, dass auf ihren Plantagen keiner Kindersklaven eingesetzt werden und wie die Plantagen kontrolliert werden, und durch wen - die Antwort findet ihr unten (mit freundlicher Genehmigung von Rapunzel):

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Am 10.10.2011 14:27, schrieb Marlene Hölzl:

Liebe Frau Mohr,

vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Interesse an unseren Produkten. Es freut uns sehr, dass Sie so ein großer Fan unserer Schokoladen sind und auch Interesse an der Herkunft des Kakaos haben.

Der Kakao für unsere Schokoladen stammt von unseren HAND IN HAND Partnern Conacado in der Dom. Rep. und El Ceibo in Bolivien. Die Grundvoraussetzungen für die Aufnahme eines Partners in unser HAND IN HAND-Sortiment ist der Kooperationsvertrag zwischen dem Lieferanten und RAPUNZEL. Alle durch die HIH-Kriterien definierten Standards sind im HAND IN HAND-Vertrag formuliert und müssen eingehalten werden. Unter folgendem Link können Sie diese Kriterien nachlesen: http://www.rapunzel.de/projekte.html

Dort ist auch unter 4.4.5 der Punkt Kinderarbeit definiert. Es wird selbstverständlich streng darauf geachtet, dass auf gar keinen Fall Kinderarbeit ausgeführt und das Verbot eingehalten wird. Dafür sorgen ständige Kontrollen unabhängiger Institute (IMO-Institut für Marktökologie) sowie unabhängiger HIH-Kontrollen durch externe Gutachter. In der Regel finden die Kontrollen 1-2 x jährlich statt. Genauso wichtig wie unabhängige Kontrollen sind natürlich die persönlichen Kontakte zu unseren Lieferanten, die wir durch regelmäßige, gegenseitige Besuche pflegen. Durch diese Kontakte entsteht mehr Verständnis für die jeweilige Situation, aber auch eine starke persönliche Verbindlichkeit.

HIH-Produkte können sowohl von Kooperativen als auch von Plantagen oder Verarbeitern stammen. Die Kriterien sind nicht, wie sonst im Fairen Handel üblich, für einzelne Produkte spezifiziert, sondern auf die Organisationsform (Kooperative, Plantage, Exporteur etc.) abgestimmt. Denn es hat sich gezeigt, dass auch auf privaten Plantagen die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter verbessert werden können.

Ich hoffe ich konnte Ihnen damit weiterhelfen und Sie können weiterhin unbeschwert unsere Schokolade genießen.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sie können auch unter obenstehendem Link mehr zu unserem HIH-Partnerprogramm und den damit verbundenen Projekten nachlesen.

Freundliche Grüße

Marlene Hölzl
Marketing

Rapunzel Naturkost GmbH, Rapunzelstraße 1, D-87764 Legau
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Ja, ich weiß...die Rapunzel-Schokolade kostet ein wenig mehr als der Kram aus dem Supermarkt - schmeckt aber besser. In jeder Hinsicht.


*) - hinter dem roten Text ist ein Link zum Film versteckt...nur der Vollständigkeit halber ;)


Montag, 3. Oktober 2011

Sonntags-Cashew-Fruchttorte

Als bekennende Spiesserin gehört bei mir zum Sonntagnachmittag selbstredend Kaffee und Kuchen. Gerne auch auf dem Erbporzellan der Schwiegeroma serviert.

Da ich aber keine 5-köpfige Familie zu füttern habe, sondern bloss den Herzmann und mich, stellt so ein ganzer Kuchen uns schon mal vor ein Problem....Sonntag freuen wir uns noch drauf und verspachteln gerne 1-2 Stückchen zum Nachmittagskäffchen, gegen Abend dann auch noch ein Stück, Montag dann fast schon notgedrungen ein weiteres Stück Kuchen im Büro und dann hängt er uns schon an den Ohren raus, ist aber immer noch nicht leer.

Die Lösung für so vieles ist auch in dem Fall - Rock'n Roh, Baby! Da man für 'nen Rohkostkuchen nicht extra den Backhofen anschmeissen muss, kann man auch ohne schlechtes Ökogewissen bloss einen kleinen 2-Mann-Kuchen basteln und muss nicht bis Mitte der Woche übriggebliebene Sonntagstorte futtern. Diese nussige Cashew-Obst-Tarte ist eigentlich relativ einfach zu machen, benötigt aber ein bißchen Vorlaufzeit. Die angegebene Menge füllt eine 22 cm-Durchmesser-Springform und reicht für 2 Fress-Säcke, mit etwas gutem Willen kann man aber auch noch 2 zusätzliche Besucher mit abfüttern.

Für den Boden benötigen wir
80 gr. Mandeln
80 gr. Walnüsse
60 gr. Datteln
1 Eßl. Kakao
1 großzügige Prise Zimt

Die Nüsse und die Datteln werden ca. 1-2 Stunden in Wasser eingeweicht, dann kurz abgespült und zusammen mit dem Kakao in dem Zimt in der Küchenmaschine zu einer noch etwas stückigen Paste verrödelt. Ich benutze dazu den Hackmesser-Einsatz.
Die Springform entweder mit Klarsichtfolie auskleiden oder mit etwas Kokosöl einfetten, dann mit Kokosraspeln ausstreuen und die Nussmasse als Tortenboden in die Form drücken. Wer mag, zieht an der Seite einen Rand hoch - wer lieber einen dickeren Boden haben möchte, der..ähm...lässt die Sache mit dem Rand eben bleiben.

Man kann den Tortenboden jetzt für eine Weile (mehrere Stunden sind nötig) im Kühlschrank parken, dann bleibt er saftiger - oder im Dehydrator oder der Sonne trocknen, dann wird er fester. Ich hab' beides ausprobiert und finde eigentlich beides gut.

Am besten bereitet man den Boden am Vorabend zu, dann er über Nacht kühlen/trocknen.

Für die Tortenfüllung werden 250 gr. Cashews zusammen mit ein paar Datteln (bei Medjool reichen 3 Stück, andere Sorten ca. 5 Stück) in reichlich Wasser eingeweicht, abgespült und im Vitamix zusammen mit 90 gr. Kokosöl (im Wasserbad erwärmen, dann wird es flüssig), dem Saft 1 Zitrone (wer mag, gibt das Fruchtfleisch und die Schale noch dazu), ca. 25 gr. Agavendicksaft und optional ein wenig Vanille zu einer homogenen Creme vermixt. Diese Creme gibt man in die mit Nussmasse ausgekleidete Springform, streicht sie glatt und - wer hätte es geahnt - parkt sie für einige Stunden im Kühlschrank. Danach belegt man sie mit Obst nach Wahl (es sollten säuerliche Früchte wie Himbeeren oder Kiwis sein, sonst schmeckt die Torte zu mastig...finde ich), stellt nochmal kurz kalt, schneidet den Kuchen in Stücke und futtert ihn auf.

In meinem Fall ist die beschriebene nussige Fruchttarte übrigens keine "richtige" rohe Torte, weil ich keine Rohkostcashews verwende. Die Schale der Cashewnuss enthält ein giftiges Öl namens "Cardol", das stark ätzend und reizend auf die Haut wirkt. Um dieses Öl für den Schälvorgang zu deaktivieren, werden die Kerne bei der "konventionellen Ernte" mitsamt Schale kurz erhitzt oder geröstet, und dann ist Essig mit der Rohkost (die ja nur Lebensmittel bezeichnet, die unter 41 Grad verarbeitet wurden).

Es gibt allerdings bei entsprechenden Anbietern auch Cashews in Rohkostqualität, die wohl nach der Ernte zuerst mit Wasser gewaschen und dann nur ganz kurz mit Wasserdampf eingenebelt werden. Damit wird das Cardol wohl auch zuverlässig beseitigt, das Ganze macht die Kerne dann aber eben auch entsprechend teurer.
Meine Tarte ist strenggenommen also keine "richtige" Rohkosttorte, sondern wohl einfach bloss' ungebackener Kuchen. Sei's drum, ich bin da ja nicht so fundamentalistisch veranlagt.


Samstag, 1. Oktober 2011

Olikoko!....and the winner is...

Zuerst einmal meinen allergrößten Dank für die rege Teilnahme am Olikoko!-Gewinnspiel! Sage und schreibe 45 verehrte Leserinnen und Leser waren gewillt, ein Glas Öl abzugreifen um es sich zukünftig ins Antlitz zu streichen. Doll!
Und weil ich mich so darüber gefreut habe, habe ich einigen Kokosöl-Herstellern untertänige Bettelbriefe geschrieben mit der Bitte, mein Gewinnspiel zu sponsern, damit noch einige weitere Gläser verlost werden können oder im günstigsten Falle ALLE Mitspieler eine Kostprobe zum Testen bekommen können. Hm. Nun ja. Mir scheint, da brauchen noch einige Unternehmen eine kleine Nachhilfe in Sachen Marketing und Neu-Kundengewinnung, jedenfalls ist das Resultat: "Nüscht!"

"Es tut uns leid, aber bitte haben Sie Verständnis dass wir nicht..." blablabla...ich hab' ja für ziemlich viele Dinge Verständnis und vermutlich kann ein Unternehmen auch nicht jedem Hinz und Kunz seine kostbaren Produkte für lau überlassen, aber schade ist es trotzdem.

Also bleibt es bei 3 Gewinnern, und die wären:

(Trommelwirbel!)
1. Luna D.
2. Katja S.
3. Julia K.

Die Gewinnerinnen werden von mir auch noch mal separat angeschrieben - und die Päckchen gehen raus, sobald ich alle 3 Post-Anschriften zusammen habe. Also...zackzack, her mit euren Anschriften!

Auf euer Feedback bin natürlich sehr gespannt ;)

Mittwoch, 28. September 2011

666 - the veggies of the beast!

Hin und wieder packt mich in der kalten Küche die Sinnkrise, weil tägliches Einkaufen, Schnippeln, Mixen, Einpacken und sonstiges Vorbereiten für den nächsten Arbeitstag oft nur mit Hängen und Würgen in meinen vollen Alltag passt - mir fehlt manchmal ein wenig der große Pott Eintopf, der für mehrere Tage vorgekocht im Kühlschrank lauert und mich von der täglichen Essensvorbereitung entbindet - oder die Monsterportion Curry, die abgepackt und tiefgefroren auf die gehetzte Hausherrin warten kann. (Und jeder, der mir jetzt "Aber frisch ist halt einfach am BESTEN!" kommt, bekommt meinen vollgekritzelten Terminplaner in den Mund gestopft. Da kenn' ich nix.)

Bisher bin ich solchen Sinnkrisen immer gut mit der Erkenntnis beigekommen, dass ich aber doch sowieso niemals nicht 100%-Rohköstler werden will - und mir stattdessen mal flott ein gekauftes Brötchen unter der Nase reinstopfen kann. Ha. Frei nach der alten Swingerclub-Weisheit "Alles kann, nichts muss!" Cleverle, ich.
Und überhaupt habe ich trotz allem frischen Obst und Gemüse hin und wieder Lust auf ein bißchen "Kasalla!" auf meinem Teller und will es heiß, scharf und spicy. Datt muss kesseln!

Umso fröhlicher stimmt mich die Entdeckung (inspiriert durch das überaus empfehlenswerte Nicht-Kochbuch "
Rohköstlich aus Frankreich" von der entzückenden Nelly Reinle-Caray
on), dass ich Gemüse mit einer Ladung Zwiebel, Knoblauch und Chili im Dehydrator so zubereiten kann, dass es a) als prämenstrueller Traum so richtig scharf und deftig zwiebelig und knofig rumpelt am Gaumen und b) eingetuppert im Kühschrank mindestens 2 Tage aufbewahrt werden kann. Und relativ zügig zubereitet isses auch. Und so brauche ich abends bloss den Kühlschrank aufreißen wenn ich spät heimkomme und hab' schon feddisch ge-nicht-kocht.

Zutaten für einen teuflisch-scharfen Gemüsesalat:
2 mittelgroße Zucchini

4 große Tomaten

3-4 Paprika (farblich bunt gemischt, der
Optik wegen)
1 große Gemüsezwiebel

2-3 Zweige Rosmarin

1-2 Knoblauchzehen

1-2 frische Chilischoten je nach persönlichem Scharf-O-Meter, auch ge
rne mehr wer's verträgt und mag (in meinen Salat kamen 2 Schoten der Sorte "Cherrybomb" frisch aus dem Garten - Markenzeichen: sehr klein und sehr, sehr gemein)
ca. 150 gr. getrocknete Tomaten (die mit den Kräutern)
ca. 50-60gr. Olivenöl
Salz, Pfeffer, Paprika

wer auf bizarr anmutende Kombinationen steht (wie ich) darf/sollte noch eine großzügige Prise Zimt zugeben.

Und jetzt wird geschnibbelt in der Teufelsküche - Tomaten und Paprika vom Kerngehäuse befreien und in Streifen schneiden, Zucchini der Länge nach vierteln und in Scheiben schneiden und Zwiebel nackisch machen und würfeln. Den Knobi via Knoblauchpresse zerdrücken und zusammen mit den getrockneten Tomaten, den Chilis und dem Öl in einem hohen Gefäß zu einer öligen Paste pürieren. Rosmarinnadeln abzupfen und grob hacken und mit dem Gemüse und der Tomatenpaste gründlich in einer Schüssel vermischen. Mit den Gewürzen abschmecken, nochmal gut durchmischen und auf zwei Lagen im Dehydrator verteilen. Bei 41 Grad ca. 2 Stunden vor sich hindörren lassen, eintuppern, feddisch.

Der Salat geht solo gut als Mittagessen (spart je nach Schärfegrad der Chilis Heizkosten im Büro und sorgt durch den Knoblauch für ungestörtes Arbeiten) oder ist ein lecker Mitbringsel für Grillparties, lässt sich aber auch nahezu mit allem mixen, was das Gemüsefach hergibt...Feldsalat, Champignons, Gurke, Oliven, Avocado - und mit etwas gekochter Hirse oder Nudeln wird ein feuerköstlicher Partysalat. Eingetuppert und kühl gestellt war der Salat auch nach 2 Tagen noch scharf und lecker, weiterreichende Langzeitstudien hat es bei mir noch nicht gegeben.


Also dann - alle Mann an die Gemüsefächer und...see you in hell!

(Anmerkung - für alle, die keinen Dehydrator besitzen: Ganz bestimmt schmeckt der Salat auch vollkommen unausgetrocknet. Durch das kurze Dehydrieren wird das Gemüse insgesamt bloss ein bißchen weicher, ich finde das sehr lecker so.
Man könnte den Salat auch einfach auf ein Backblech legen und eine Weile in die Sonne stellen oder nach dem Kuchenbacken in den noch warmen Backofen schieben.)

Sonntag, 25. September 2011

Käschcreme


Die süße Cashewcreme ist umgezogen und wohnt jetzt hier:
http://danielamohr.com/mohrblog/2015/03/27/ma-pha-da-mit-kaeschcreme/

Sonntag, 18. September 2011

Olikoko! - Rohkost fürs Gesicht

Seit jeher ist meine Gesichtshaut ein kosmetischer Problemfall - la visage neigt nämlich zu Unreinheiten, ist dabei aber meistens staubtrocken. Ha. Cremes gegen Unreinheiten trocknen die Haut noch mehr aus, fetthaltige Cremes jedoch machen nur mehr Pickel. Alles in allem eine blöde Mischung, die mich öfter mal zu unwilligem Grummeln in Richtung "Mutter Natur" verleitet hat.

Seit meiner Umstellung auf tierfreies Mampfen sind die Unreinheiten zum Glück nahezu komplett verschwunden, die trockene Knitterbildung im Antlitz ist aber geblieben, trotz mind. 3 Liter Wassersüffeln täglich und anderem hydrierendem Firlefanz.


Seit einer Weile bin ich ja nun bekanntermassen der Rohkostküche sehr zugeneigt und habe deshalb immer ein Glas Kokosöl im Kücheneinsatz. Hin und wieder habe ich zwar bei Mitrohlingen gelesen, dass sie selbiges auch zur Hautpflege einsetzen (die wunderschöne Mimi Kirk z.B. schwört darauf), aber irgendwie...ach, nee...Öl im Gesicht, das gibt bestimmt Pickel und ist klebrig und schmierig und...äh. Brauchmanitt. Wollmanitt.


Nachdem ich ein paar Mal die Kokosöl-Reste, die noch am Löffel klebten, auf meinen Händen verrieben habe, fand ich es aber doch eigentlich ganz prima und irgendwann habe ich mir das jute Zoich dann doch testw
eise ins Gesicht geklatscht. Letztlich muss ich ja dann doch wieder jeden Firlefanz mitmachen, wenn es doch so viele Leute empfehlen. Nützt ja nix. Und auch im Gesicht fand ich das Öl prima, es zieht wider Erwarten recht gut ein, lässt sich ganz sparsam einsetzen, hinterlässt (wenn man nicht zuviel nimmt) keinen Fettfilm und ist alles in allem eine prima Natur-Alternative zu teuren Tuben und Tiegelchen. Das Öl ist fest, wenn man es aus dem Glas nimmt, wird aber durch die Körpertemperatur auf der Haut direkt flüssig und lässt sich gut verreiben.

Da ich seit einer Weile Olivenöl zum Abschminken benutze, bin ich nach einer Weile dazu übergegangen, mein Gesicht auch mit reinem Olivenöl zu "waschen"....klingt komisch und vielleicht auch ein bißchen eklig, funktioniert bei mir aber hervorragend. Einfach einen guten "Schuss" Olivenöl in die Hand
geben, im Gesicht verteilen, gründlich verreiben und leicht massieren. Oder auch fleissiger massieren, je nachdem wieviel Zeit und Lust man so zur Verfügung hat. Danach nehme ich das komplette Öl mit Kosmetiktüchern wieder ab, richtig gut und gründlich abreiben. Jetzt kommt das Kokosöl drauf, einreiben, fertig ist die Laube.

Klingt komisch? Ist aber so.


Irg
endwie hat sich dieses Prozedere in den letzten Wochen so eingespielt, dass ich seitdem keine Seife oder anderes Gedöns fürs Gesicht verwendet habe. (Morgens klatsche ich mir zum Wachwerden allerdings kaltes Wasser ins Gesicht, aber danach kommt "Oli(venöl)koko(söl)" zum Einatz. Und - der Erfolg ist wirklich grandios! Ich habe seitdem konstant frische, reine Haut, fast schon besser als je zuvor (wenn man mal von der ganz frühen Jugend absieht *hüstel* also jünger und faltenfrei wird durch die "Olikoko-Methode" leider auch nix mehr. Aber wer will das schon?), keine Pickel oder Trockenheit und bekomme ständig von Leuten, die mich länger nicht gesehen habe, bestätigt, dass ich so "richtig jut" aussehe. Ha. Ist zwar'n büschen peinlich, ständig so gebauchpinselt zu werden, aber irgendwie doch auch angenehmer, als wenn die Leute besorgt gucken weil ich so scheiße, blass und krank aussehe, wa?

Und wie und warum soll das Ganze eigentlich funktionieren? Keine Ahnung, ich bin kein Wissenschaftler. Ich weiß nur, das Olivenöl angeblich in seiner Fettsäurenzusammensetzung dem menschlichen Unterhautfettgewebe ähnelt und durch Vitamin E für eine elastische Haut sorgen soll und vor freien Radikalen schützen soll. Bei "Ölziehkuren" wird das Öl ja auch eingesetzt, weil es angeblich Giftstoffe bindet. Ich könnte mir also vorstellen, dass man durch die Massage mit Olivenöl wohl Schmutz, evtl. Giftstoffe und auch abgestorbene Haut abnimmt. Whatever. Und rohes, naturbelassenes Kokosöl enthält angeblich ("angeblich"...ich kann nur wiedergeben, was ich gelesen habe...) natürliche Antioxidantien, die die Haut schützen sollen.

Angeblich hin oder her - ich finde, dass Olikoko rockt!

Jetzt isses bekanntermassen so, dass eine schöne Haut doch die Summe vieler Teile ist (wenig Stress, viel Schlaf, viel Bewegung an der frischen Luft, blabla...kennt man ja) und nicht alles durch die Pflege kommt - und deswegen würde ich gerne einen "Gegentest" machen. Wer von meinen LeserInnen also eine ebenso trockene, zu Unreinheiten neigende Haut hat und Lust hast, die Olikoko-Methode mal für eine Weile auszuprobieren, schreibt mir bitte eine Mail an chefin(ät)herbivoria.de - unter den Einsendungen verlose ich insgesamt 3x je 1 Glas Kokosöl von Vitaquell zum fröhlichen Ins-Gesicht-Schmieren (Olivenöl sollte ja jeder selbst zuhause haben, denke ich)...und bin schon jetzt supergespannt auf eure Erfahrungsberichte. Einsendeschluß ist der 30.09.11.
*)

Denn...man weiß ja nie - vielleicht bilde ich mir das alles ja auch bloss ein und Olikoko taugt in Wirklichkeit gar nix. Man weiß es ja nie.

*)
Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Aber für so 'nen Quatsch hat doch eigentlich eh keiner Zeit.

Donnerstag, 15. September 2011

Aus "tierfrei-mampfen" wird "herbivoria!"

Liebe Freunde der pflanzlichen Küche,

wie heißt es so schön...alles neu macht der...ähm...Herbst!

Deshalb wird aus "tierfrei-mampfen" jetzt "herbivoria!"...aber sonst ändert sich nix. Ich finde, dass "herbivoria!" meine leicht-in-Hysterische-neigende Begeisterung für die tierfreie Küche besser ausdrückt und außerdem lässt sich das Wort viel besser laut in die Welt kreischen ;)

Die Blog-Adresse bleibt erhalten, die Facebook-Seite bis auf weiteres auch, zumindest parallel zu dieser Seite - klick! Leider kann man bei FB einen Seitennamen nur ändern, wenn die Seite weniger als 100 Fans hat, und diese Zahl habe ich dankenswerter Weise längst überschritten. Ich möchte aber trotzdem eine herbivoria!-Seite bei Facebook haben...deswegen möchte ich alle meine FB-Fans herzlich einladen, zur neuen Seite zu wechseln ;)

Und jetzt alle - HERBIVOOORIAAAA! ;))


Anmerkung: herbivoria! kommt von
"Herbivore" (= Pflanzenfresser, von lat. herba ‚Kraut‘ und vorare ‚verschlingen')



Samstag, 6. August 2011

Making the connection

Der allerbeste Film zum Thema, den ich bisher gesehen habe - unbedingt anschauen und teilen!

Making the Connection (deutsch) from Fuente Vegana on Vimeo


(Wenn also die Leute fragen "Warum bist Du vegan?" sollte die Frage vielleicht lauten "Warum bist Du es nicht?"
)

Sonntag, 31. Juli 2011

Roter Kokoskohlfruchtsalat

Die Fa. Keimling war so großzügig, mir für umme ein tolles Testpaket mit einigen Produkten aus ihrem Sortiment sowie eine Greenstar Elite-Saftpresse zum Testen zu überlassen.

Ich habe mir selbstverständlich fest vorgenommen, vollkommen neutral und unvoreingenommen an die Leckereien heranzugehen. Soweit kommt's noch, dass mir die Keimlinge einfach nur mal ein Päckchen schicken müssen und schon lobe ich ihre Produkte in den höchsten Tönen und rühre die Werbetrommel, nee, nee..so ja nun nicht. Ich doch nicht.

Soweit die Theorie. In der Praxis bin ich dem Kokosmus bereits hoffnungslos verfallen. Beim ersten Öffnen dachte ich noch "Was iss'n das für'n harter, bröckeliger Mistkram?" bis ich gelesen habe, dass man das Mus vor dem Verzehr im Wasserbad erwärmen sollte, da es erst ab 24 Grad streichfähig wird. Aber dann...aber DANN....wird es einfach nur unglaublich lecker (wenn man Kokos mag, natürlich).
Als exotisches Frühstückchen schmeckt eine gewürfelte Mango mit etwas Zimt, gehackten Datteln und 1 Eßl. Kokosmus grandios...das Muss wird auf der Frucht wieder fest und überzieht die Mangowürfel mit einem zartschmelzenden Kokosfilm, traumhaft. Man sollte allerdings davon Abstand nehmen, nach der "Viel hilft viel!"-Methode das Zeugs gleich schubkarrenweise in seinen Obstsalat zu kippen...die gemeine Kokosnuss ist ja doch recht fettig und "reichhaltig", bei einem Zuviel-des-Guten könnte einem dann eventuell ein wenig übel werden. Nur theoretisch natürlich - ich neige ja nicht zum Übermass. Niemals. Hüstel. (Anmerkung der Redaktionspetze: Der Autorin war geschlagene 2 Stunden speiübel...das kommt davon wenn frau zu gierig ist!)

Lecker ist auch ein Rotkohl-Mango-Salat (wer sich über die derzeitige starke Mango-Präsenz in meinen Beiträgen wundert...ich habe mit meinem Bioladen einen Super-Deal ausgehandelt und bekomme derzeit 1x wöchtentlich 10 reife Super-Mangos. Ha.)

Dazu braucht es...wer hätte es gedacht - Rotkohl. In meinem Fall waren es ca. 750 Gramm, die ich mit der Küchenmaschine in Streifen gehäckselt habe...wer die Zeit und die Geduld dazu hat, schneidet ihn besser mit einem Messer in feine Streifen, dann wird der Salat etwas zarter. Dazu 2 reife Mangos würfeln (wem das zu mangolastig ist, der kann die Hälfte durch frische Ananas ersetzen), mit den Kohlstreifen vermischen, mit dem Saft einer halbe Zitrone, etwas Öl und 2 Eßl. Kokosmus übergießen und alles gut mit Salz, Curry und Kreuzkümmel abschmecken und vermischen. Je nachdem was die Küche so hergibt, kann man auch noch Frühlingszwiebeln oder Knoblauch zugeben, geriebene Möhre oder Äpfel schmeckt auch super dazu.

Den Salat anrichten und - wenn man es noch etwas exotischer haben möchte - mit einer Mischung aus gehackten Mandeln, gehackten Datteln und Zimt bestreuen.

Die Menge füttert ca. 2-3 hungrige Mäuler, hält sich aber auch eingetuppert im Kühlschrank.

Samstag, 23. Juli 2011

Grünberger des Tages - "Rote Zora"

Der heutige Grünberger ist ein Rotberger und enthält rote Beete, Erdbeeren, Banane, das übliche Wiesengrüns(Löwenzahn, Giersch, Gundermann etc). und Spinat. Ganz lecker und mal was Anderes, muss ich aber nicht zwingend jeden Tag haben.

Grundsätzlich geht's mir mit der rohen Küche nach wie vor hervorragend...aber seit ein paar Tagen wäre ich wohl heiße Anwärterin beim "Turtle-Lookalike-Contest". Trockene, seit gestern sogar leicht schuppige Haut und das trotz meiner Angewohnheit, mir täglich mehrere Liter Wasser hinter die Binde zu kippen. Auf den gängigen Rohkost-Proganda-Seiten wird das Rohfutter ja als Allheilmittel und Jungbrunnen gepriesen, und alle Jünger dieser Sekte beteuern, über die strahlendste und frischeste Haut der Welt zu verfügen, und selbstverständlich auch keinerlei Wehwehchen wie Kopfschmerz, Erkältung oder sonstige Malässen mehr zu kennen. Na...ich weiß ja nicht.

Mögliche Ursache (neben ca. 456.345 anderen Möglichkeiten) für meinen Schildkrötenstyle - zuwenig Salz, zuwenig Fett. Könnte sein. Muss aber nicht.
Interessant ist aber, dass die Haut nachdem ich gestern abend ein köstliches (gekochtes! huuuh, huuuuh) Mango-Weißkohl-Curry mit ordentlich Kokos und natürlich viel Salz gefuttert habe, bereits heute morgen deutlich entspannter aussieht. Da schuppt rein gar nix mehr.

Kann tatsächlich dass, was wir essen, so unmittelbare Auswirkungen haben? Oder - was wahrscheinlicher ist - isses bloss Zufall und...ist halt eben einfach so. Aber das wäre ja zu einfach.

Interessanter Link - "Vorteile und Gefahren der Rohkost" - zum Lesen und Sich-Selbst-eine-Meinung-Bilden. Und niemals blind irgendwelchen Behauptungen folgen. Auch dieser nicht ;)

Mittwoch, 20. Juli 2011

Grünberger des Tages - "Piratenbraut"

Der Grünberger des Tages ist eigentlich weiblich und somit eine Grünbergerin - sie heißt nämlich "Piratenbraut" und ist mein derzeitiger Favorit. Warum Piratenbraut? Keine Ahnung...irgendwie sind meine Gedanken bei Ananas und Mango in die Karibik gehüpft und dann über die "Fluch der Karibik"-Brücke bei den Piraten gelandet. Und dann der Bequemlichkeit halber gleich dort geblieben.

Die Piratenbraut besteht aus Ananas und Mango zu gleichen Teilen (für 1,5 - 2 Liter ca. 1/2 halbe Ananas und entsprechend ca. 2/3 Mango), einer Banane, einer gro-hoooßen Handvoll frischem Spinat (gerne bis zu 2 Handvoll) und - ganz wichtig - Ingwer. Das vermixte Ingwerstück (mit Schale, falls Bio) sollte mindestens so groß wie ein halber Daumen sein, gerne mehr...so 'ne richtige Piratenbraut ist nämlich echt scharf. (Verzeihung an die Feministinnenfront!)
Je nach Lust und Laune wandert immer noch eine kleine Handvoll Unkraut von unserer Wiese dazu - Giersch, Gundermann, Löwenzahn, Schafgarbe....alles, was der Herzmann mit dem Rasenmäher verschont, wird anschließend von mir gefuttert.

(Was ist ein Grünberger und was soll das Ganze? Bei Interesse einfach nach "Green Smoothies" googlen.)

Samstag, 16. Juli 2011

Mango-Tango

Habe ich eigentlich heute schon meiner Begeisterung darüber angemessen Ausdruck verliehen, wie schnell man in der kalten Küche leckere und bunte Gerichte zusammengeschmissen hat? Falls nicht, schiebe ich gleich ein dreifach donnerndes "Yeah, rock'n roooh, baby!" hinterher. Soviel Zeit muss sein.

Gestern habe ich im Bioladen drei lustige Gemüseknollen erstanden, die mir dem aussagekräftigen Namen "Rübchen" deklariert waren und genau so aussehen. Laut Verkäuferin sollten die Teile recht mild und fast süsslich schmecken. Da passte es mir ganz hervorragend in den Kram, dass Kris von Rohzustand ein ziemlich lecker klingendes Rezept für Mango-Chutney auf ihre FB-Pinnwand geklebt hat. Die 5 erforderlichen Zutaten lauerten in meinem Kühlschrank, also konnte es losgehen.
(Zum Video ist noch zu sagen, dass ich ziemlich neidisch auf die Dame bin, die 6-8 Mangos am Tag futtern kann. Hier in Germanien sind die Teile ja doch recht teuer und auch hin und wieder mal fies und faserig. Aber im Moment hat mein Gemüseladen wirklich tolle Mangos, so dass ich zumindest 1-2 am Tag verschlemmen kann. Und wenn das nicht mehr reicht, muss ich halt doch nach Kalifornien auswandern, da waren die Mangos supergünstig und extrem le
cker.)

Eins dieser Rübchen wurde von mir geschält und zusammen mit ca. 1 Eßlöffel Kokosraspel, etwas Zitronensaft und einem Eßlöffel Udo's Oil in der Küchenmaschine mit dem Häkselmesser zu einer reisähnlichen Konsistenz zerraffelt. Die Ölzugabe ist optional und im Grunde nicht wirklich wichtig, es schmeckt ohne genauso gut. Ich hatte mir das gute Fläschken aus den USA mitgebracht und vergesse leider ständig, es zu verwenden....deswegen musste da heute mal ein Löffelchen in den "Kokosreis" (bestehend aus Rübchen).

Den Kokosreis auf einem Teller anrichten, Mango-Chutney nach Video-Anleitung zubereiten (ggf. etwas Himalaya-Kristallsalz drübergeben, wer mag) und das Ganze vergnügt in sich reinfuttern. Geht schnell, ist köstlich...und...ach ja...was soll ich sagen - rock'n rooooh, baby!

Ma-Phada Frühstücksquickie

Der Ma-Pha-Da-Frühstücksquickie ist umgezogen und wohnt jetzt hier:
 


http://danielamohr.com/mohrblog/2015/03/27/ma-pha-da-mit-kaeschcreme/

Samstag, 9. Juli 2011

Stylische Handtasche aus Bananenleder

Die gute Nachricht – es gibt endlich ein tierfreies, fairgehandeltes Bio-Leder das auch noch lecker schmeckt. Die schlechte Nachricht – man braucht einen Dehydrator um es herzustellen. Aber irgendwas ist ja immer.

Inspiriert zu diesem leckeren Pausensnack hat mich die wundervolle Christina Ross von Patisseraw, die einen ähnlichen Leckerbissen im Sortiment hat – solltet ihr jemals in Venice Beach/Kalifornien sein, stattet ihrem kleinen Cafè (1 Westminster Ave
Venice, 90291) einen Besuch ab, ihr werdet ausrasten vor Begeisterung. Versprochen.

Für einen Bananenlederlappen braucht man 3-4 vollreife Bananen und einen Eßl. Kakao. Die Bananen gut mit dem Kakao durchpürieren und gleichmässig dünn auf einen Paraflex-Bogen streichen. (Ob es mit Alufolie oder Backpapier genauso geht, habe ich noch nicht ausprobiert...das Paraflex-Zeug ist fürs Bananenleder perfekt). Die Menge ergibt eben soviel, wie auf eine Lage in den Excalibur passt. So lange im Dehydrator trocknen, bis sich das Leder gut und rückstandsfrei vom Bogen löst (je nach Reifegrad und Lederdicke/Standort des Dehydrators ca. 8-10 Stunden). Kurz abkühlen lassen, mit einer Schere (ja, das geht wirklich!) in 4 gleichgroße Quadate schneiden (oder Dreiecke...Rechtecke...), lose zusammenrollen und luftdicht aufbewahren (Tupperdose o.ä.).


Für so eine leckere Frühstückstas
che mit Bananenfüllung bestreicht man nun eines dieser Quadrate mit Nussbutter nach Wahl (ich nehme selbstgemachte Cashewbutter), schneidet eine halbe Banane in Streifen, hackt 2 Datteln und eine Handvoll Nüsse (ich mag am liebsten Mandeln), legt das Ganze auf das benussbutterte Lederstück, rollt es fest zusammen und drückt die Enden gut an (notfalls mit etwas Nussbutter verkleben). So ein Täschchen ist ein ganz prima Snack vor dem Sport oder zum Frühstück – ich futtere so einen Beutel gerne im Büro mit einer Handvoll frischem Obst. Hält satt und macht Power!

Die Bananentaschen lassen sich auch am Vorabend vorbereiten und in einer Tupperdose im Kühlschrank parken, bis es morgens auf die große Reise ins Büro geht. Dadurch wird das Leder aber etwas „weicher“ und reißt schon mal ein, wenn man mit Schmackes in die Tasche beißt. Also nicht unbedingt die wichtigsten Akten auf dem Schreibtisch unterlegen wenn es ans Verputzen geht ;)


Der Grünberger des Tages ist heute eigentlich ein Rotberger und besteht aus Banane, Erdbeeren, einer halbe Knolle roter Beete und rotem Eichblattsalat. Erwähnte ich schon, dass Rawfood echt rockt?! Ich bin dann mal weg - Bäume ausreißen!

Choco-Rohco-Creme

Für alle, die angesichts der Avocado in der Zutatenlisten angewidert die Nase rümpfen – überwindet euch und probiert einfach mal. Bisher war jeder Testesser ziemlich überrascht bis begeistert über den Geschmack dieser ungewöhnlichen Creme. Und sie ist wie immer to!-tal! simpel aus einer Handvoll Zutaten zusammengehext.

Zutaten
1 Banane, vollreif
2 Avocado, vollreif
3 Eßl. Kakaopulver
3-4 Datteln
2 Teel. Agavendicksaft

Die Zubereitung ist denkbar einfach – man entkleidet die Banane und die Avocados, schneidet sie grob in Stücke und schmeisst sie zusammen mit den Datteln in eine Schüssel. Dann rückt man ihnen beherzt mit dem Pürierstab zu Leibe, gibt den Kakao und den Agavendicksaft hinzu und püriert so lange, bis eine homogene Creme entstanden ist. Wenn die Banane reif genug ist, benötigt man unter Umständen gar keinen Agavendicksaft...wenn nicht (und wenn man es gerne sehr süß mag) kann man natürlich auch mehr zugeben.

Die fertige Creme lässt sich optisch und geschmacklich noch ein wenig aufhübschen, wenn man sie mit frischem Obst schichtet. Ich habe 1 Birne geschält und gewürfelt, ein paar Mandeln gehackt und das Ganze als süßes Fundament für unsere Schokocreme in ein Glas gegeben. Frische Erd- oder Himbeeren passen auch ganz hervorragend.

(Dieses Rezept samt Foto steht auch in der aktuellen Ausgabe von Kochen ohne Knochen - falls es jemandem bekannt vorkommen sollte. Alles ok, alles von mir. Im Heft findet man auch noch ein tolles Rezept für rohes Früchtebrot und eine tropische Rohkost-Torte.)

Mittwoch, 6. Juli 2011

Gemüsagne


Wer schon als Kind von dem Spruch "Mit Essen spielt man nicht" genervt war, dürfte sich in der Rohkostküche ein Loch in den Bauch freuen, denn hier wird gespielt bis die Schwarte kracht.
Ich hab' noch niemals so toll dekoriertes und angerichtetes Essen gesehen wie in den Rawfood-Restaurants in den USA....jeder Teller ein kleines Kunstwerk, um jedes kleinste Scheibchen Tomate wird nochmal ein Zucchinischnitz gewickelt, überall noch ein Sträußchen Kräuter und es wird gebaut, gebastelt und getürmt. Wenn es stimmt, dass das Auge mitisst, dann waren meine Augen zu dieser Zeit vollgefressene Fettwänste.

In der eigenen Küche bin ich nicht immer eine Freundin von Chi-Chi und Firlefanz, meistens muss es schnell und praktisch zugehen. Aber diese Gemüse-Lasagne ist schneller gemacht als ihr gekochtes Pendant und man spart zudem noch Strom. 100% gegenüber der gekochten Variante, um genau zu sein. Letzten Endes ist sie zwar nix weiter als ein simpler Gemüsesalat, sieht aber viel besser aus.

Man braucht bloss 1 Zucchini, 1 Tomate,
eine handvoll frischer Champignons, ein paar Löffel Tomacado und Würznüsse - und ungefähr 5 Minuten Zeit. Das passt.

Einfach die Zucchini mit einem Sparschäler in dünne Scheiben schneiden, auf einem Teller eine Lage "Zucchiniblätter" auslegen, eine Lage Champignon- und eine Lage Tomatenscheiben auflegen, mit Tomacado bestreichen, Würznüsse drüberstreuen und mit der nächsten Lage Zucchiniblätter abdecken. So hoch stapeln, wie man Lust und Hunger hat, mit einer Lage Würznüsse abschließen und sich selbst kredenzen.

Wer mag, kann natürlich auch noch frische Spinatblätter, geriebene Möhren oder Paprika zwischen die Zucchini packen, und statt Tomacado (oder zusätzlich) rohen Cashewkäse mit einschichten.

Sonntag, 3. Juli 2011

Schoko-Ecken auf Nussboden

Diese kleinen Schokoschweinereien sind eine Abwandung dieses Rezeptes (hinter andersfarbigen Worten verbirgt sich übrigens immer ein Link. Ich sach's ja nur...) - allerdings mit ungebackenem Boden und ohne Schwips und eher als Praliné angedacht.

Zutaten für den Nuss-Boden:
1 Tasse (normale Kaffeetassen-Größe, ich glaube die fassen so ca. 200 ml) Walnüsse
1 Tasse Mandeln
1 Tasse Macadamia-Nüsse
1 Tasse grob gehackter Datteln (am besten "saftige" Sorten wie die Medjool)
1 halbe Banane

Zuerst die Nüsse in der Küchenmaschine (Hackmesser) zerkleinern, dann die Datteln und die Banane zugeben und rödeln lassen, bis die Masse leicht klebt und formbar wird. Ob und wie das erfolgt, hängt auch immer ein wenig von den Datteln ab, die man verwendet...und von der Größe und Reife der Banane. Falls die Masse also zu trocken bleibt, noch ein paar Datteln zugeben oder ein weiteres Stückchen Banane.

Frischfolie auf ein Schneidbrett legen, einen eckigen Backrahmen auf ca. 29 x 22 cm einrichten, auf das Brett stellen und die Nussmasse auf den Boden drücken. Die ganze Vorrichtung für möglichst 6-8 Stunden im Kühlschrank parken.

(Hier eine kleine Anmerkung - manchmal bekomme ich lustig-merkwürdige Zuschriften zu meinen Rezepten, und da ich in diesem Fall ja schon förmlich das "Oh je, ich habe aber keinen rechteckigen Backrahmen, Hilfe! Was soll ich nur tun?!" in der Datenleitung riechen kann, möchte ich direkt an dieser Stelle einwerfen: Wer keinen Backrahmen besitzt, nimmt einfach eine beliebige viereckige Auflauf- oder Brownieform und drückt die Nussmasse in den Boden.
"Hilfe, ich habe aber keine...!"
Ok...oder eine normale runde Springform geht auch - oder was auch immer. Irgendwas eben.)


Für die Schokohaube:

90 gr. Margarine
100 gr. Hafersahne
400 gr. Zartbitterkuvertüre oder Blockschokolade
1 Eßl. Kokosöl
Kakaopulver zum Bestäuben


Margarine und Sahne im Kochtopf erhitzen, bis die Margarine sich aufgelöst hat. Kuvertüre hacken und zusammen mit dem Kokosöl einrühren, bis sich eine homogene Masse gebildet hat. Schokomasse auf den Nussboden geben und für mindestens 2 Stund kühl stellen.

Das Backrechtecksteil entfernen, die Platte mit Kakaopulver bestäuben, in quadratische Stücke (Größe nach Belieben - die Teile sind ziemlich mächtig, daher nicht zu groß) schneiden, eventuell in kleine Pralinenförmchen setzen und...auffuttern.
Link

Samstag, 2. Juli 2011

Heute bleibt die Küche kalt...


Wenn man so wie ich gelegentlich mittlere bis starke Verhaltensoriginalitäten aufweist, hat das den Vorteil, dass sich die Mitmenschen über nichts mehr wundern. Man kann sagen, essen und anziehen was man möchte und wird dabei nunmehr mit einem leichten Kopfschütteln und "Ach, datt Frollein Holle hat wieder 'nen neuen Spleen. Am besten einfach nicht beachten, dann geht es am schnellsten vorbei.." bedacht. Praktisch.

Falls sich nun aber trotzdem jemand darüber wundert, dass in den letzten Tagen das rohe Gemüse in meinem Blog überhand nimmt, dem sei erklärt - Frollein Holle wandelt derzeit auf den Pfaden der Rawfood-Bewegung und hat den Herd vorerst abgeschaltet.

"Rohkost"... bei dem Wort drängen sich dem inneren Augen Bilder von hageren Hippies auf, die mit freudloser Miene an Möhrenstiften und Kohlrabischeiben kauen und den ganzen Tag laut pupsend durch die Botanik schlurfen. Klingt nicht nach Spass und auch nicht nach "lecker".

Bei der "Rohkostlehre" (oder wie immer man das nennen möchte) geht man davon aus, dass das Erhitzen von Lebensmitteln über 42 Grad (eine ziemlich präzise Hausnummer wie ich finde) zerstöre sämtliche Vitamine und verdauungsfördernde Enzyme der Nahrung...und schlimmer noch, Kochen, Backen und Braten produziere Karzinogene und mache das Essen dadurch zu Gift.
Gift.
Das ist ja mal 'ne Ansage.
(Falls sich die Ironie nicht deutlich herausliest..."Gift" halte ich für Schwachsinn. Aber so richtig.)

In den USA und so langsam auch in Deutschland gibt's schon eine ziemlich aktive Rawfood-Bewegung, die teilweise ziemlich bizarre Züge annimmt. Da hüpfen sonnenbankgebräunte und blondierte Leitfiguren wie Markus Rothkranz in Las Vegas in vollen Hallen auf der Bühne herum und verkünden den zahlenden Gästen unter Zuhilfenahme von irre Licht- und Soundeffekten, dass Kochkost dafür sorgt, dass sie allesamt an allen erdenklichen schrecklichen Krankheiten dahinsiechen werden bis hin zum "Auseinanderfallen der Körperzellen" und sonstigen Szenarien. Aber zum Glück gibt's ja die gute, natürliche Rohkost, die uns alle heilen kann. Vor Krebs, Diabetes, Migräne, allen möglichen Zivilisationskrankheiten...und mehr noch, Alterungsprozesse werden nicht nur gestoppt, sondern bereits ergraute Haare bekommen ihre alte Farbe zurück und Falten verschwinden.
(Wer es schafft, sich den ganzen Trailer von "GoRawNow" anzugucken, bekommt vielleicht einen Eindruck der Gruseligkeit des Ganzen...)

Das dieser Firlefanz ungeöffnet unter "Tinnef" (rheinl. für "dummes Zeug, Unsinn") abgelegt werden darf, versteht sich von selbst.

Aber es gibt viele Theorien und Aspekte der Rohkost, die mich eben neugierig gemacht haben und der Besuch der gigantisch leckeren Restaurants in den USA hat natürlich auch deutlich zu einer Verbesserung des Images von rohem Essen in meiner Hirnstube beigetragen. Nachdem ich wieder in Germanien gelandet bin, habe ich erstmal den Rohkostanteil in meiner Futterbox erhöht, viel gelesen und im Netz gestöbert, viel auspobiert und bin jetzt seit ein paar Tagen bei 100% Rohfutter. Es gibt jede Menge Obst und Gemüse, Salat, Nüsse und natürlich die guten Grünberger - davon mindestens 1 Liter täglich. Mir geht's prima damit und es macht Spass. Gerade die Grünberger scheinen richtig Energie und Power zu geben - wer sich nicht allzu sehr vor grüner Pampe ekelt, sollte es einfach mal ausprobieren, ein paar Tage lang 1 Liter Grünfutter mit Obst zu mixen. Da kommste schnell ins Staunen ;)

Und wenn ich mal wieder Bock auf Gekochtes habe, dann wird der Herd eben wieder angeworfen.

Wer sich ein bißchen informieren möchte, kann ja mal nach "rawfood" googlen...aber nicht abschrecken lassen von den ganzen Sektierern, Dogmatikern und Fundamentalisten, die es scheinbar überall und in jedem Lebensbereich gibt.

Heute gab's selbstgemachte Leinsamen-Tomatencräcker aus dem Dehydrator, dazu Avocado-Tomaten-Dip...und natürlich den Grünberger. Heute mit Spinat, Johannisbeeren, Mango und Banane. Prost.

Mein Name ist Frollein Holle und ich bin ein Rohling. Und das ist gerade gut so.

(Ich möchte übrigens niemanden überzeugen oder dazu bekehren, dass er unbedingt Rohfutter essen muss oder ähnliches...ich bin kein Ernährungswissenschaftler oder Mediziner und viele der Theorien rund um die Vorteile der Rohkost gehören ganz eindeutig ins Reich der Mythen und Märchen.)

Freitag, 1. Juli 2011

Tortellini-Party-Salat

Sommerzeit, Grillzeit, Tortellinisalatzeit - lasset die Spiele beginnen! Dieser Partysalat ist so richtig klassisch...mit schön ordentlich Mayo, Mais, Lauch, Nudeln, wie früher - und wieder mal schnell und unkompliziert gemacht und lecker. Man will ja die Zeit auf der Liege und am Grill und nicht stundenlang in der Küche verbringen, nicht wahr?

Mayonnaise ohne Ei gibt's zwar in fast allen Bioläden und Reformhäusern - aber nachdem ich im Internet über dieses
Rezept gestolpert bin, war ich neugierig, ob das wirklich so einfach funktionieren kann. Und - es kann! Sogar NOCH einfacher und schneller als ich dachte.

Mayo-Bauplan:
Ich habe 100 ml. Sojamilch (Bio von Alpro Soya), 250 ml. Rapsöl ("
Rapso" aus dem Supermarkt...ich wollte nicht mein gutes Bio-Rapsöl "verschwenden" für den Fall, dass es nicht funzt mit der Mayo), 2 Teel. Senf, 1 Eßl. Weißweinessig, Pfeffer und Salz wie in dem Rezept angegeben in ein Mixgefäss gegeben, den Stabmixer reingestellt und auf niedrigster Stufe eingeschaltet...nach kürzester Zeit fing die Mischung schon an, sich zu verdicken und ich schätze mal nach 1-2 Minuten hatte ich bereits meine fertige Mayonnaise. Hammerschnell und hammerlecker! Ich war fassungslos und dem Herrn des Hauses war recht schnell ziemlich übel, weil ich ihm minütlich einen Löffel mit Mayo unter die Nase gehalten habe, begleitet von euphorischem "Du MUSST nochmal probieren! Ist die nicht HAMMERLECKER?!"-Geschrei. Nun ja. Aber das ist eine andere Geschichte, die an anderer Stelle erzählt werden
soll.


Für eine
Par
typortion Tortellinisalat braucht es nun:
2 Packunge
n tierfreie Tortellini (z.B. von Alnatura)
1 rote Paprik
a
1 Glas Mais

1/2 - 1 Stange Lauch (je nachdem wie sehr man Lauch mag)
2-3 Eßl. Mayo

2-3 Eßl. Sojajoghurt

Olivenöl

1 kleine rote Zwiebel

Pfeffer, Salz, Paprika...und je nach Geschmack und Küchenschrankbestand Schnittlauch, Knoblauch, Bärlauch..was immer man mag.


Die Tortellini nach Packungsanweisung kochen, abschütten und mit ein wenig Olivenöl übergießen, damit sie sich nachher nicht so mit der Soße vollsaugen. Mais abschütten, Paprika, Lauch und Zwiebel schnipseln (Lauch in feine Streifen, Paprika und Zwiebel in feine Würfel). Aus Mayo, Joghurt, Öl und Gewürze (reichlich!) eine Soße zusammenrühren und das Gemüse damit vermischen.
Wenn der Salat in absehbarer Zeit vermampft werden soll, kann man auch gleich die Tortellini dazumischen, alles verrühren und kaltstellen. Die Tortellini sind aber oft recht gierig und saugen viel von der Soße auf - wenn man den Salat also für den Abend oder nächsten Tag vorbereiten möchte, bewahrt man Nudeln und Gemüse am besten getrennt voneinander im Kühlschrank auf und rührt alles erst vor dem Anrichten zusammen.

Ups. Ich muss aufhören. Die 80ziger-Jahre haben angerufen - die wollen ihr Salatrezept zurück.

Donnerstag, 30. Juni 2011

Jefüllte Jurke


...oder - für die Nicht-Rheinländer - "Gefüllte Gurke"

Vor einiger Zeit habe ich schon mal ein Rezept eingestellt (oder..einjeställt, wie der Rheinländer...ach, ich hör' ja schon auf...) für einen sonnenblumenkernbasierten Brotaufstrich, den ich gestern mit Hilfe meines neuen Kumpels Herrn Vitamix schnell in "roh" nachgebastelt habe.

Ca. 150 gr. Sonnenblumenkerne und 50 gr. Macadamia-Nüsse über Tag in Wasser einweichen, am Abend Einweichwasser abgießen und zusammen mit 1 roter Paprika, einer Handvoll getrockneter Tomaten, 1 Frühlingszwiebel, eine Handvoll glatter Petersilie, ca. 70 ml. Oliv
enöl und Kräutersalz im Nullkommassssssssssst! zu einer cremigen Paste vervitamixen, die prima als Dip für Gemüse oder eben als Aufstrich auf lecker rohen Leinsamencräckern taugt (oder eben auf normalem Brot, Brötchen...logisch).

Frür die gefüllte Gurke dann 1 Salatgurke halbieren, das Kerngekröse herauslöffeln und mit ebenjener oben näher beschriebenen Sonnenblumentomatenpaste füllen. 1 Tomate würfeln und auf das Gurkenboot drapieren..das Ganze mit Kräutersalz würzen und mit gehackten, gewürzten Walnüssen bestreuen (ich habe eine ganze Tüte Walnüsse gehackt, m
it meinem Lieblings-Bio-Grillgewürz "Spicy Grill" von Vantastic Foods" vermischt und in einem Schraubglas im Kühlschrank geparkt. Diese "Würznüsse" streue ich derzeit über alles, was nicht bei zwei auf'm Baum ist. Nur nicht über den Herzmann. Der jammert immer so rum wenn er Pfeffer in die Augen kriegt.)

Flott gemachter Abendhappen mit viel Rock'n Roh! Yeah, Baby.

Und da meine Mama mir heute einen Berg frischen Mangold aus dem
Garten gebracht hat, der groß genug wäre, um eine ganze Kompanie zu vergreensmoothien, besteht der "Grünberger des Tages" heute eben aus Mangold, Ananas, Banane und Datteln und strahlt in zauberhaftem Prinzessinnengrün mit Herrn Vitamix um die Wette. Prost. Auf datt Grünzeuch!

Dienstag, 28. Juni 2011

Rohe Pasta e basta!

Kelpnudeln in Tomatensoße (eine handvoll getrockneter Tomaten, eine frische Tomate und Kräuter aus dem Garten pürieren und dann roh und kalt unter die Algennüdelkes mischen, die ihrerseits auch roh und kalt bleiben) in einem Bettchen aus Zucchininudeln (Zucchini mit Sparschäler in Streifen schneiden), darüber gehackte Walnüsse (scharf gemischt mit Cayennepfeffer, Paprika, Pfeffer, Knoblauch, Oregano) und daneben ein Klecks frischer selbstgemachter Cashewbutter - und feddisch ist der Rock'n Roh!

Als ich danach auf der Wiese herumgekrochen bin und Löwenzahn für meinen Grünberger (auch als "Green Smoothie"bekannt, aber ich finde "Smoothie" ist das allerdämlichste Wort des 21. Jahrhunderts. Klingt doof und lässt sich nicht aussprechen. Da mach' ich nicht mit!) zusammengerupft habe, fragt der Herr des Hauses zaghaft an, wie freakig ich denn jetzt nun noch zu werden gedenke.

Hm. Mal sehen.
Da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben.


*) wer mehr über die Grünberger wissen will, klickt hier - oder fragt Herrn Google for further informations.

Freitag, 17. Juni 2011

Tomacado

Ja, ja, still ist es geworden in meinem Blog...die Gründe sind zahlreich: Chronischer Zeitmangel, schönes Wetter...und ein paar Wochen in den USA. Die Zeit in Kalifornien war neben "aufregend", "beeindruckend", "emotional" vor allem eins...lecker! Die Gegend rund um Los Angeles war für meinen Gaumen geradezu paradiesisch und so habe ich mich zusammen mit meiner grandiosen Gastgeberin durch die traumhaftesten Vegantempel wie z.B. das Leaf Organics oder das phänomenale Cafe Gratitude gefuttert. Besonders die Rohkostküche hat's meinem Magen angetan - wenn ich an die köstlichen Kelp-Nudeln mit scharfer Nuss-Sauce, die würzige Raw-Pizza mit Pesto und Haselnüssen, die leckere Rawsagna mit Pilzen und Babyspinat oder erst die gigantisch guten Desserts wie den Strawberry-Chocolate-Cake oder diese kleinen Himbeer-Petit-Fours aus der Patisseraw-Küche denke, kann ich meine Hände nur schwer davon abhalten, sich selbständig zu machen und erneut die Koffer zu packen. Es! war! SO! lecker!

Seitdem ich wieder im guten Germanien gelandet bin, experimentiere ich kräftig in den Rohkostgefilden und der neue Dehydrator spuckt ständig leckere Prototypen von Bananen-Schoko-Wraps, Gemüsechips, Rohkostbrot, roher Pizza und ähnlichem aus. Da nun aber vermutlich die wenigsten einen Dehydrator besitzen, will ich auch niemanden mit diesbezüglichen Rezepten langweilen, sondern mal eben auf die Schnelle meine derzeitige Lieblings-Fix-Feierabendsoße abwerfen, die ganz unkompliziert aus einer Handvoll Zutaten besteht und innerhalb von 2 Minuten zusammengerödelt ist:

Tomacado!

Man braucht dazu nur ein paar
getrocknete Tomaten, die man kurz in Wasser einweicht...Wasser abgießen, eine frische Tomate und eine halbe Avocado dazu, eine kleine Handvoll frischer Kräuter aus dem Garten, mit dem Stabmixer durchpürieren...fertig. Tschacka. Würzig und gesund.
(Vorsicht: Manche getrockneten Tomaten sind aus irgendeinem Grund ziemlich stark gesalzen, daher erstmal probieren und dann ggf. salzen, wer mag)

Leider geht mein Vorrat an Kelp-Nudeln, den ich mir aus den USA mitgebracht habe, zur Neige, dazu passt die Soße nämlich perfekt...aber die Tomacado schmeckt auch prima zu rohen Zucchininudeln (eine Zucchini mit dem Gemüse-Sparschäler in Streifen schneiden, ein wenig salzen, kurz Wasser ziehen lassen, abtupfen und auf einem Teller mit der Tomacado anrichten) oder als Dip für Gurken- oder Möhrenstreifen als Fernseh-Abend-Snack. Wers gekocht mag, kann die flotte Soße ja zu Ofenkartoffeln oder Nudeln essen. Oder natürlich uffe Stulle packen.

Auf dem Foto räkelt sich die Tomacado übrigens auf selbstgemachtem Rohkostbrot aus gekeimtem Getreide, Leinsamen und Kräutern.