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Samstag, 21. Januar 2012

Zombiechutney mit Tofu-Sesam-Streifen

Sollte sich jemand über den Namen dieser fruchtigscharfen Soße wundern (sofern sich hier überhaupt noch irgendwer jemals über irgendwas wundert), dem sei erklärt, dass ich immer, immer, IMMER! wenn ich das Wort „Cranberries“ lese, an die gleichnamige irische Band denken muss und sich umgehend deren Hit „Zombie“ in meine Gehirnwindungen eingräbt. Dieser Automatismus lässt sich durch nix verhindern und so stand ich auch beim Rühren dieser Soße natürlich auch mal wieder laut „In your heeeeeead, in your he-he-he-head...“ trällernd am Herd.

Aber zurück zum Wesentlichen – dieses Chutney und ich, wir hatten irgendwie einen schweren Start. Nachdem ich unbedingt mal was mit Cranberries machen wollte („Zombie, Zombie, Zombie-hie, eh-eh-eh...“ ach Mist!), weil mich diese frischen roten Beeren mal mehrmals beim Gemüsehändler durch die Aufschrift „Eat me! I'm delicious!“ geradezu zum Kauf genötigt haben, schwebte mir dafür eine hübsche rote Soße als Verwendung vor. Mangels Cranberry-Erfahrung („What's in your heeeead...in your hee-he-he...MANNO!!!!“) war ich mir aber unschlüssig, ob „scharf“, „süss“ oder „fruchtig“ am besten passt und hab' vorsichtshalber gleich mal alle Geschmacksrichtungen in den Pott geknallt. Viel hilft viel. Das Ergebnis fand ich im ersten Anlauf irgendwie grenzwertig und deswegen standen die Gläser mit dem Zombiechutney erstmal ein paar Tage ratlos in der Küche rum, bis sich der Herzmann in der Annahme, es handele sich hierbei um Marmelade, unbedarft sein Rosinenbrötchen damit beladen hat und es äußerst köstlich fand (was mich zwar überraschte, aber bitte. Jedem sein Himmelreich, nech?).

Ich bin nach wie vor unschlüssig, wie genau ich dieses Chutney nun finden soll, aber Fakt ist – es passt irgendwie ganz gut zu gebratenen Tofu-Sesam-Streifen. Und wohl auch auf Rosinenbrötchen. Zu weiteren Tests fehlt mir bislang der Mut.

Zombiechutney-Zutaten:
350 gr. frische Cranberries (....“and their bombs and their guns...“)
1 säuerlicher Apfel
200 ml. Wasser
80 gr. Agavendicksaft
1 Bio-Orange
10 gr. Ingwer, frisch
1 Prise Salz
½ Teel. Chilipulver

Die Beeren waschen, den Apfel würfeln (wer mag, kann ihn auch schälen, ich find's aber unnötig) und zusammen mit dem Wasser und dem Agavendicksaft in einen Topf geben und aufkochen.


Die Schale der Orange vorsichtig mit einem Sparschäler abschälen und ebenso wie den Ingwer fein hacken, die Orange auspressen und alles in den Topf geben. Nun das Chutney auf kleiner Flamme so lange köcheln, bis die Beeren und die Apfelstücke zerfallen sind und der Topfinhalt eine Art Kompott ergibt. Mit Salz und Chilipulver abschmecken, noch einmal kurz aufblubbern lassen und in heiß ausgespülte Schraubgläser geben. Sofort verschliessen und abkühlen lassen.


Für die Tofu-Sesam-Streifen 1 Block Naturtofu in Streifen schneiden und mit Sojasoße marinieren. Etwas Maisstärke mit Wasser anrühren, so das eine zähflüssige Soße entsteht. Die Tofustreifen durch die Stärkewassermischung ziehen und mit Sesam panieren (Sesam gut andrücken!) Dann in heißem Kokos-oder Sonstigem-Öl knusprig braten.

Tja – und was genau sonst noch mit diesem Chutney machen wollt, bleibt euch überlassen. Besonders verwegene Leckerschmecker könnten es ja auch mal als Zugabe zu einem exotischen Obstsalat versuchen – oder zu Gemüsecurrys. Schick im Glas verpackt ist das Zombiechutney auch ein prima Mitbringsel für Freunde. Den Mutigen gehört die Welt! 

Samstag, 5. November 2011

Deftiger Mayo-Tofusalat

Alle Jahre wieder lösen die frühe Dunkelheit und die trüben, kalten Tage bei mir eine gewisse Grundknatschigkeit aus, die erwiesenermassen nur mit einer Monstertasse heißer Schokolade und fettigem, deftigem Essen geheilt werden kann.
Derzeitige Lieblingsmedizin auf meinem Teller:
Deftiger Mayo-Tofusalat -
oder "Salat nach Art eines Fleischsalats, nur ohne Fleisch und so'n fieses totes Zeug"

Wer zu omnivoren Zeiten fettigen Wurstsalat mit
Mayo oder Eiersalat mochte, wird diesen Tofuschlotz lieben. Versprochen.

Zuerst fabrizieren wir die wunderbar deftig-fettige Mayo-Soße wie folgt:
Zutaten:
50 ml Sojamilch
150 ml Rapsöl

1 (gut befüllter) Teel. Dijon-Senf

1 Eßl. Weißweinessig


Sojamilch und Rapsöl für ein paar Stunden im Kühlschrank parken, damit sie die gleiche Temperatur haben. Danach beides in ein hohes Mixgefäss füllen, Senf und Essig zugeben und nach dieser Anleitung eine dicke Mayonnaise herstellen. Diese dann mit 1 Eßl. Tomatenmark und 1 Eßl. Schnittlauchröllchen (in meinem Fall die gefriergetrockneten aus dem Gewürzregal) verrühren und mit reichlich Salz, Pfeffer und Paprika nach Geschmack würzen.
The beat goes on mit:
1 Block Räuchertofu

(ich hatte den von Soja Berief á 175 gr.)
Tofu trockentupfen, in kleine Würfel schneiden und für ca. 1-2 Stunden mit 3 Eßl. „Gurkenwasser“ (aus dem Gewürzgurken-Glas, siehe unten) marinieren. Überschüssige Flüssigkeit abgießen und die Würfelchen mit etwas Öl in der Pfanne scharf anbraten. Ich benutze immer Kokosöl, weil es stark erhitzt werden kann und weil dieses Öl es schafft, dem Tofu eine braune Kruste zu verpassen. Jedes andere Öl geht aber auch.
Tofuwürfel abkühlen lassen.

Und dann noch:
1 Schalotte oder eine kleine Zwiebel

3 mittelgroße Gewürzgurken

Schalotte und die Gewürzgurken fein würfeln und gründlich mit Tofu und Mayo verrühren. Fertig ist Frollein Holles kleiner Seelentröster.

Wie alles Deftige dieser Welt wird der Salat besser, wenn man ihn im Kühlschrank ein wenig durchziehen lässt...ich bin aber meistens zu gierig und verschlinge ihn direkt nach Fertigstellung. Schmeckt vorzüglich auf Brötchen (mit einer Alibi-Tomate, damit wenigstens etwas Frisches auf dem Teller liegt), aber auch einfach bloss pur oder als Beilage zu Kartoffeln.

Die Menge reicht für 4-5 reichlich beladener Brötchenhälften.


Mittwoch, 28. September 2011

666 - the veggies of the beast!

Hin und wieder packt mich in der kalten Küche die Sinnkrise, weil tägliches Einkaufen, Schnippeln, Mixen, Einpacken und sonstiges Vorbereiten für den nächsten Arbeitstag oft nur mit Hängen und Würgen in meinen vollen Alltag passt - mir fehlt manchmal ein wenig der große Pott Eintopf, der für mehrere Tage vorgekocht im Kühlschrank lauert und mich von der täglichen Essensvorbereitung entbindet - oder die Monsterportion Curry, die abgepackt und tiefgefroren auf die gehetzte Hausherrin warten kann. (Und jeder, der mir jetzt "Aber frisch ist halt einfach am BESTEN!" kommt, bekommt meinen vollgekritzelten Terminplaner in den Mund gestopft. Da kenn' ich nix.)

Bisher bin ich solchen Sinnkrisen immer gut mit der Erkenntnis beigekommen, dass ich aber doch sowieso niemals nicht 100%-Rohköstler werden will - und mir stattdessen mal flott ein gekauftes Brötchen unter der Nase reinstopfen kann. Ha. Frei nach der alten Swingerclub-Weisheit "Alles kann, nichts muss!" Cleverle, ich.
Und überhaupt habe ich trotz allem frischen Obst und Gemüse hin und wieder Lust auf ein bißchen "Kasalla!" auf meinem Teller und will es heiß, scharf und spicy. Datt muss kesseln!

Umso fröhlicher stimmt mich die Entdeckung (inspiriert durch das überaus empfehlenswerte Nicht-Kochbuch "
Rohköstlich aus Frankreich" von der entzückenden Nelly Reinle-Caray
on), dass ich Gemüse mit einer Ladung Zwiebel, Knoblauch und Chili im Dehydrator so zubereiten kann, dass es a) als prämenstrueller Traum so richtig scharf und deftig zwiebelig und knofig rumpelt am Gaumen und b) eingetuppert im Kühschrank mindestens 2 Tage aufbewahrt werden kann. Und relativ zügig zubereitet isses auch. Und so brauche ich abends bloss den Kühlschrank aufreißen wenn ich spät heimkomme und hab' schon feddisch ge-nicht-kocht.

Zutaten für einen teuflisch-scharfen Gemüsesalat:
2 mittelgroße Zucchini

4 große Tomaten

3-4 Paprika (farblich bunt gemischt, der
Optik wegen)
1 große Gemüsezwiebel

2-3 Zweige Rosmarin

1-2 Knoblauchzehen

1-2 frische Chilischoten je nach persönlichem Scharf-O-Meter, auch ge
rne mehr wer's verträgt und mag (in meinen Salat kamen 2 Schoten der Sorte "Cherrybomb" frisch aus dem Garten - Markenzeichen: sehr klein und sehr, sehr gemein)
ca. 150 gr. getrocknete Tomaten (die mit den Kräutern)
ca. 50-60gr. Olivenöl
Salz, Pfeffer, Paprika

wer auf bizarr anmutende Kombinationen steht (wie ich) darf/sollte noch eine großzügige Prise Zimt zugeben.

Und jetzt wird geschnibbelt in der Teufelsküche - Tomaten und Paprika vom Kerngehäuse befreien und in Streifen schneiden, Zucchini der Länge nach vierteln und in Scheiben schneiden und Zwiebel nackisch machen und würfeln. Den Knobi via Knoblauchpresse zerdrücken und zusammen mit den getrockneten Tomaten, den Chilis und dem Öl in einem hohen Gefäß zu einer öligen Paste pürieren. Rosmarinnadeln abzupfen und grob hacken und mit dem Gemüse und der Tomatenpaste gründlich in einer Schüssel vermischen. Mit den Gewürzen abschmecken, nochmal gut durchmischen und auf zwei Lagen im Dehydrator verteilen. Bei 41 Grad ca. 2 Stunden vor sich hindörren lassen, eintuppern, feddisch.

Der Salat geht solo gut als Mittagessen (spart je nach Schärfegrad der Chilis Heizkosten im Büro und sorgt durch den Knoblauch für ungestörtes Arbeiten) oder ist ein lecker Mitbringsel für Grillparties, lässt sich aber auch nahezu mit allem mixen, was das Gemüsefach hergibt...Feldsalat, Champignons, Gurke, Oliven, Avocado - und mit etwas gekochter Hirse oder Nudeln wird ein feuerköstlicher Partysalat. Eingetuppert und kühl gestellt war der Salat auch nach 2 Tagen noch scharf und lecker, weiterreichende Langzeitstudien hat es bei mir noch nicht gegeben.


Also dann - alle Mann an die Gemüsefächer und...see you in hell!

(Anmerkung - für alle, die keinen Dehydrator besitzen: Ganz bestimmt schmeckt der Salat auch vollkommen unausgetrocknet. Durch das kurze Dehydrieren wird das Gemüse insgesamt bloss ein bißchen weicher, ich finde das sehr lecker so.
Man könnte den Salat auch einfach auf ein Backblech legen und eine Weile in die Sonne stellen oder nach dem Kuchenbacken in den noch warmen Backofen schieben.)

Freitag, 1. Juli 2011

Tortellini-Party-Salat

Sommerzeit, Grillzeit, Tortellinisalatzeit - lasset die Spiele beginnen! Dieser Partysalat ist so richtig klassisch...mit schön ordentlich Mayo, Mais, Lauch, Nudeln, wie früher - und wieder mal schnell und unkompliziert gemacht und lecker. Man will ja die Zeit auf der Liege und am Grill und nicht stundenlang in der Küche verbringen, nicht wahr?

Mayonnaise ohne Ei gibt's zwar in fast allen Bioläden und Reformhäusern - aber nachdem ich im Internet über dieses
Rezept gestolpert bin, war ich neugierig, ob das wirklich so einfach funktionieren kann. Und - es kann! Sogar NOCH einfacher und schneller als ich dachte.

Mayo-Bauplan:
Ich habe 100 ml. Sojamilch (Bio von Alpro Soya), 250 ml. Rapsöl ("
Rapso" aus dem Supermarkt...ich wollte nicht mein gutes Bio-Rapsöl "verschwenden" für den Fall, dass es nicht funzt mit der Mayo), 2 Teel. Senf, 1 Eßl. Weißweinessig, Pfeffer und Salz wie in dem Rezept angegeben in ein Mixgefäss gegeben, den Stabmixer reingestellt und auf niedrigster Stufe eingeschaltet...nach kürzester Zeit fing die Mischung schon an, sich zu verdicken und ich schätze mal nach 1-2 Minuten hatte ich bereits meine fertige Mayonnaise. Hammerschnell und hammerlecker! Ich war fassungslos und dem Herrn des Hauses war recht schnell ziemlich übel, weil ich ihm minütlich einen Löffel mit Mayo unter die Nase gehalten habe, begleitet von euphorischem "Du MUSST nochmal probieren! Ist die nicht HAMMERLECKER?!"-Geschrei. Nun ja. Aber das ist eine andere Geschichte, die an anderer Stelle erzählt werden
soll.


Für eine
Par
typortion Tortellinisalat braucht es nun:
2 Packunge
n tierfreie Tortellini (z.B. von Alnatura)
1 rote Paprik
a
1 Glas Mais

1/2 - 1 Stange Lauch (je nachdem wie sehr man Lauch mag)
2-3 Eßl. Mayo

2-3 Eßl. Sojajoghurt

Olivenöl

1 kleine rote Zwiebel

Pfeffer, Salz, Paprika...und je nach Geschmack und Küchenschrankbestand Schnittlauch, Knoblauch, Bärlauch..was immer man mag.


Die Tortellini nach Packungsanweisung kochen, abschütten und mit ein wenig Olivenöl übergießen, damit sie sich nachher nicht so mit der Soße vollsaugen. Mais abschütten, Paprika, Lauch und Zwiebel schnipseln (Lauch in feine Streifen, Paprika und Zwiebel in feine Würfel). Aus Mayo, Joghurt, Öl und Gewürze (reichlich!) eine Soße zusammenrühren und das Gemüse damit vermischen.
Wenn der Salat in absehbarer Zeit vermampft werden soll, kann man auch gleich die Tortellini dazumischen, alles verrühren und kaltstellen. Die Tortellini sind aber oft recht gierig und saugen viel von der Soße auf - wenn man den Salat also für den Abend oder nächsten Tag vorbereiten möchte, bewahrt man Nudeln und Gemüse am besten getrennt voneinander im Kühlschrank auf und rührt alles erst vor dem Anrichten zusammen.

Ups. Ich muss aufhören. Die 80ziger-Jahre haben angerufen - die wollen ihr Salatrezept zurück.

Samstag, 5. Februar 2011

Spinat-Tofu-Taschen mit Sesam

Tofu mit Spinat vermanschen und in Blätterteig einrollen ist eigentlich keine große Sache - manchmal bin ich mir unschlüssig, ob ich dafür überhaupt ein Rezept aufschreiben und posten soll. Aber nun ja...hier isses eben:

Spinat-Tofu-Taschen mit Sesam


200 gr. Tofu natur

Olivenöl, Grillgewürz

450 gr. TK-Blattspinat

1 Zwiebel

1 Eßl. Tomatenmark

1-2 Knoblauchzehen

2 Packungen TK-Blätterteig (12 Platten) *)

Alba- oder Sesamöl, Sesamkörner


Spinat auftauen und gut ausdrücken.
Den Tofu abtropfen lassen, ein wenig ausdrücken und zerkrümeln. Mit Olivenöl (ca 2-3 Eßl.) und Grillgewürz (1-2 Teel.) vermischen und durchziehen lassen.

Etwas Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die gewürfelte Zwiebel mit dem Tofu gut anbraten, darf ruhig braun werden, Tomatenmark zugeben und gut verrühren. Das Ganze in einer Schüssel mit dem Spinat und dem zerdrückten Knoblauch vermischen und mit reichlich Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Chayenne-Pfeffer abschmecken...lieber mal probieren und ggf. nachwürzen - Tofu und Spinat sind ja nun nicht besonders würzig, die können ruhig was vertragen ;)

Backofen auf 200 Grad vorheizen.


Teigplatten auspacken und ein wenig antauen lassen. Nach ca. 5 Minuten jede Platte mit dem Nudelholz ein wenig ausrollen (ich lege die Platten dafür zwischen Klarsichtfolie), je 1 Eßl. Spinattofumasse draufsetzen, zusammenrollen und die Enden andrücken. Mit Sesam- oder Alba-Öl bestreichen, mit Sesam bestreuen und ca. 20-25 Minuten im Ofen backen, bis die Taschen schön knusprig sind.
Warnhinweis - die Füllung ist KNALLEHEISS, wer also direkt nach dem Backen beherzt reinbeißt, kann sich Brandblasen am Gaumen einhandeln. Aber..vielleicht ist ja nicht jeder so gierig wie ich ;)
Die Taschen schmecken auch kalt und statt Blätterteig kann man auch prima Yufka-Teig verwenden.

*) Veganen Blätterteig gibt es in der normalen und der Vollkornvariante von der Fa. "Moin" im Bioladen

Sonntag, 23. Januar 2011

Frollein Holles Küchentips - Heute: "Kichererbsenkeimlinge"

Wer wie ich total auf Kichererbsen abfährt, sie gerne noch ein wenig gesünder machen möchte und wem (wie mir) die lange Kochzeit auf den Zeiger geht, dem sei folgender Tip ans Herz gelegt:

Lasset die Hülsenfrüchte keimen!

Wenn man Kichererbsen keimen lässt, erhöht sich
zum einen der Nährstoffgehalt dieser leckeren Hülsenfrüchte - sogar der Gehalt an einigen Vitaminen, insbesondere Vitamin C, steigt beim Keimen an. Die Konzentration an Mineralstoffen verändert sich zwar nicht, sie werden allerdings für den Körper besser verfügbar, weil einige wertmindernde Inhaltsstoffe wie Phytinsäure (die u.A. die Eisenaufnahme ins Blut behindert) durch das Keimen abgebaut werden. Gleichzeitig - auch wenn mich das eher weniger interessiert - sinkt der Kaloriengehalt, da die Keimlinge viel Wasser aufnehmen.

Zum anderen werden die Hülsenfrüchte besser bekömmlich (die Kichererbsen werden durch die pflanzeneigenen Enzyme aufgeschlossen und sind somit quasi "vorverdaut), und die Kochzeit verringert sich um ein Vielfaches. Man sollte allerdings großzügig über die Tatsache hinwegsehen können, dass die Hülsenfrüchte durch das Keimen schon fast wie außerirdische Lebensformen aussehen.

Ich nehme immer ca. 150 gr. trockene Erbsen (diese Menge füllt nachher im gekeimten Zustand ein normalgroßes Keimglas), weiche sie ca. 12-18 Stunden in Wasser ein und lasse sie dann ca. 3 Tage keimen. Dabei spüle ich die Sprossen 1-2x täglich mit Wasser ab. Nach 3 Tagen ist Erntedankfest und die Keimlinge können mit in die entsprechenden Gerichte gegeben und mitgekocht werden.

Wenn man nun an dem Tag, an dem die Sprossen eigentlich verzehrfertig sind, spontan doch überhaupt keinen Bock auf ein Kichererbsengericht hat, kann man die Keimlinge auch kurz auf einem Küchentuch abtrocknen und in einer Tupperbüx im Kühlschrank noch ein, zwei Tage in die Warteschleife legen.

Eigentlich ist es ja am gesündesten, wenn man Keimlinge wie z.B. von Bockhornklee, Sonnenblumenkerne und auch Dinkel oder Weizen roh futtert, aber bei Kichererbsensprossen sollte man das tunlichst unterlassen (auch wenn es in manchen Rohkostforen empfohlen wird), Sie enthalten (wie diverse andere Hülsenfrüchte) im rohen Zustand nämlich einen unbekömmlichen Eiweiß-Stoff namens "Phasin", der beim Kochen (bei Keimlingen reicht tatsächlich kurzes Aufkochen) zerstört wird.

And jetzt im Chor....."give chickpeas a chaaaance".

Samstag, 22. Januar 2011

Konfettischnitten

Zu meiner großen Begeisterung habe ich die Ehre, Ende Februar die Geburtstagsparty meines Papas komplett tierfrei auszurichten. Daher wird momentan in Frollein Holles Versuchsküche in der Hauptsache party- und buffettaugliches Futterwerk getestet, damit auch auf der Feier auch jeder der Gäste satt und glücklich wird. Meine eigene Vorgabe: Das Essen soll nicht allzu exotisch und ausgefallen werden - die Herrschaften sind ja größtenteils schon etwas älter, da will ich niemanden mit experimentellen Geschmackskombinationen er-, bzw. abschrecken.
Heute habe ich Konfettischnitten gebastelt, eine Art Beilagen-Fladenbrot mit saftiger Gemüseauflage, das prima kalt gegessen werden kann, auf jedes Buffet passt und sich zudem sehr gut vorbereiten lässt. Selbstverständlich werden bei mir nur Zutaten in Bio-Qualität verwurschtelt, iss ja klar.

Für den Teig braucht man:

600 gr. Weizen
400 ml. lauwarmes Wasser
1 Würfel Hefe
2 Teel. Salz
1 Eßl. Olivenöl
1 Teel. Kräuter, getrocknet

Den Weizen in der Getreidemühle fein mahlen (bzw. Weizenvollkornmehl verwenden, wenn man keine Getreidemühle hat). Die Hefe in einer Schüssel in dem Wasser auflösen und die Hälfte des Mehls mit meinem Schneebesen unterrühren. Salz, Öl und Kräuter zugeben und noch einmal durchrühren. Den Rest des Mehls zugeben und mit dem Handmixer/Knethaken zu einer festen, weichen Teigkugel verarbeiten. Die Kugel mit ein wenig Mehl bestäuben und in einer Schüssel über Nacht im Kühlschrank parken.

Für die Gemüsehaube braucht man:

1 Becher Sojajoghurt, natur (500 gr)
4 Paprika
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe

1-2 Eßl. Olivenöl
1 Eßl. Zitronensaft
1 Eßl. Würzhefeflocken

2 Teel. Salz
1 Teel. Kräuter
Pfeffer, Paprika

Ein Sieb mit einem Küchentuch auslegen, den Joghurt reinkippen und über Nacht abtropfen lassen.

Am nächsten Morgen die Teigschüssel aus dem Kühlschrank nehmen und den Teig je nach Zeit, Lust und Laune noch eine Weile noch eine Weile aufwärmen lassen (sprich: Schüssel in Heizung- oder Ofennähe rumstehen lassen). Ein Backblech mit Backpapier auslegen, den Teig ausrollen, mehrfach mit einer Gabel einstechen, mit einem Küchentuch abdecken und wieder an einem warmen Plätzchen vor sich hindümpeln lassen. Dauer: so lange bis man in Ruhe und aller Gemütlichkeit die Gemüsehaube fertiggestellt hat. Oder zumindest, bis der Teig ein wenig aufgegangen ist. (Wenn die Zeit nicht reicht, kann man das Blech hinterher auch in den Ofen schieben, bevor er komplett vorgeheizt ist, der Teig geht dann noch etwas auf.)

Den Backofen auf 175°C vorheizen.

Zwiebel, Knoblauch und Paprika putzen und würfeln (die Paprika am besten in kleine Würfel schnippeln, dann lässt sich das Brot hinterher sauberer in Ecken schneiden). Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse darin andünsten lassen.

Den abgetropften Joghurt mit dem Öl, dem Zitronenaft, den Hefeflocken (wer keine zur Hand hat, kann sie auch weglassen) und den Gewürzen verrühren, das gedünstete Gemüse dazugeben und vermischen. Die Gemüse-Joghurtmasse gleichässig auf dem Teig verteilen, in den Backofen schieben und ca. 40-45 Minuten backen. Auskühlen lassen und in dekorative Quadrate schneiden.

Die Joghurtmasse lässt sich auch prima am Vorabend zusammenrühren - und wenn man dann auch noch das Gemüse schnippelt, eintuppert und alles im Kühlschrank parkt, sind die Konfettischnittchen am Folgetag wirklich im Nullkomma-nottisch im Ofen.

Man kann die Paprika auch prima durch Lauch, Zucchini und/oder Tomaten ersetzen/ergänzen.

Montag, 3. Januar 2011

Quinoa-Möhren-Buletten mit Mandeln

Herzlich Willkommen zum Teil 2 der Reihe "Nieder mit dem Fertigfraß!" - heute mit der Folge "Quinoa-Möhren-Buletten mit Mandeln". Licht aus, Spot an!

Die Quinoa-Körner über Nacht in warmen Wasser einweichen, am nächsten Morgen abgießen und tagsüber im Keimglas vor sich hin keimen lassen...und abends hat man schon nach nur 24 Stunden verbulettenfähige Sprossen. Heureka.

Zutaten:

1 Tasse Quinoa-Sprossen
1 Möhre
1/2 Tasse Vollkornsemmelbrösel

1 Eßl. Zitronensaft
2 Eßl. Sojasauce
1/2 Teel. Salz
2 Teel. Grillgewürz (am liebsten "Spicy Grill" von Vantastic Foods, das hat richtig Bumms! Jedes andere geht aber auch....oder man mischt selbst was zusammen) *)
2 Eßl. Sonnenblumenöl
1/2 Tasse Mandeln
1/2 Tasse Gluten **)
ca. 1/4 Tasse Wasser
Öl zum Braten

Die Möhre schälen und fein reiben, Mandeln hacken (nicht allzu fein, dann bekommen die Buletten lecker Biß) und zusammen mit den Sprossen, den Bröseln, Gewürzen und Öl in einer Schüssel vermischen. Glutenmehl drüberstreuen und mit dem Sprossen-Möhren-Pamps verkneten, dabei soviel Wasser zugeben dass der "Teig" fest, aber formbar wird.

Sonnenblumenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, mit geölten Händen Klopse formen, flachdrücken und im Öl knusprig braun ausbacken.

Die Klopse sind heiß direkt aus der Pfanne super und durch die Sprossen und Mandeln richtig knusprig - taugen aber genauso gut zwischen zwei Brotscheiben geklemmt und mit ein paar Salatblättchen gewandet als Bürofutter.

*) Edit: Der Loverboy meinte, ich sollte darauf hinweisen, dass die Klopse vielleicht für den "Normalgaumen" zu scharf sein könnten. Ich habe 2 angehäufte Teelöffel von dem Grillgewürz genommen...für Schärfe-Sissis reicht dann also wohl einer. Einfach mal testen, nachwürzen kann man ja immer noch.

**) Gluten ist reines Weizeneiweiß. Der preiswerteste Anbieter ist Veganwonderland
, und bei Alles-vegetarisch gibt's Gluten in Bio-Qualität. Weil das Zeugs ziemlich schnell abbindet sobald es feucht wird, sollte man das Pulver gut mit den Zutaten vermischen und wirklich fix verkneten, sonst bilden sich gummiartige Fäden.

Montag, 1. März 2010

Knusperwürzige Linsenplätzchen


Diese pikanten Klopse vereinen zwei meiner großen Vorlieben in der Küche - die Vorliebe für rote Linsen und die Vorliebe fürs Mit-den-Händen-im-Essen-matschen. Außerdem ist es fix gemacht, als Linsenjunkie habe ich immer eine große Schüssel gekochter Linsen im Kühlschrank. Das Grundrezept ist an die Chickpea-Cutlets aus dem Veganomicon angelehnt.

Zutaten:
1 Tasse gekochte rote Linsen
1 halbe Tasse Semmelbrösel
1 halbe Tasse Gluten
2 Eßl. Sojasoße
2 Eßl. Sesamöl (geröstet)
1 Eßl. Limettensaft
1/4 Tasse Wasser
1 Chilischote, groß, rot scharf (Ähnlichkeiten mit der Autorin sind natürlich rein...naja....also...)
je nach Gusto Koriander, Kreuzkümmel, Paprika, Ingwer, Zimt
Sesam, Schwarzkümmel
Kokosöl zum Braten

Die Linsen in einer Schüssel per Löffel mit den Semmelbröseln, der Sojasoße und dem Öl vermischen, nach Geschmack würzen, die Chili fein hacken und unterrühren. Das Gluten drüberstreuen, Wasser zugeben und...jippieh...gründlich mit den Händen zu einer festen Masse vermatschen, bis der Teig anfängt, gummiartige Fäden zu ziehen. Nun zu Bällchen, flachen Talern oder wahlweise der Venus von Milo formen, in Sesam und Schwarzkümmel wälzen und in einer Pfanne in heißem Kokosöl knusprig braten.

Die Linsentaler sind heiß schon großartig als Beilage zu allen und jedem, aber kalt fast noch besser. Somit sind sie ein optimales Büro-Mittagessen und schmecken sowohl dem omnivoren Loverboy als auch dem fleischfressenden Lieblings-Chef.

Ich liebe es ja wenn die Schärfe am Gaumen kesselt, aber zu etwas milderen Currys mit Kokosmilch lasse ich die Chilischote aus Harmoniegründen meistens weg. Zu indischen Gerichten passt auch Garam Masala als "Hauptwürze" sehr gut (hier lasse ich die Chili auch schon mal weg und nehme gehackte Datteln) und falls wieder mal Vampire am Fenster kratzen, ist Knoblauch auch eine köstliche Ergänzung zur o.g. Zutatenliste.

(Ich weiß, die Teile auf dem Foto könnten deutlich besser angerichtet oder dekoriert sein, aber hey...ich hatte HUNGER!)

Samstag, 25. April 2009

Supersugo - der Mampf für alle Fälle!

Das Wochenende droht mit straffem Terminplan und lässt wenig Zeit für Küchenhexereien und die Furcht vor schnöder Industrienahrung aus Zeitmangel lauert hinter der Straßenecke...ha, mitnichten- das ist ein Fall für Supersugo!

Grundrezept:
6-7 mittelgroße Strauchtomaten
ca. 100 gr. grüne Oliven, entsteint
1 Zwiebel
2 Chilischoten
frisches Basilikum
Olivenöl, Salz, Pfeffer, Chilipulver

Zubereitung:
Das Kerngehäuse der Tomaten entfernen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden. Oliven, Zwiebel, Chilischoten und Basilikum fein hacken, mit dem Tomatenfleisch vermischen und mit reichlich Olivenöl vermischen. Mit Pfeffer, Salz und Chilipulver abschmecken, in eine luftdichte Dose packen, in den Kühlschrank stellen, zurücklehnen und das Wochenende kommen lassen.

Anwendung:
Für einen leckeren Samstagabend-Fernsehsnack einige frische Scheiben Ciabatta mit Olivenöl bestreichen und in der Pfanne (oder im Backofen) knusprig anrösten, einige Löffel Supersugo auflegen (je nach Gusto nach geröstete Pinienkerne drüberstreuen) und im Backofen zu einer saftigen Bruschetta backen.

Für eine schnelle Sonntagmittag-Apres-Lauf-Mahlzeit eine Portion Vollkornlinguini kochen, mit ein paar Löffeln Supersugo verrühren, alles zusammen kurz im Topf nochmal erhitzen, mit Walnüssen bestreuen und futtern.

Für eine schnelle Sonntagnachmittag-Grillbeilage die Vollkornlinguini vor dem Kochen in mundgerechte Stücke brechen, bißfest kochen, kalt abspülen, mit Supersugo vermischen, ggf. noch etwas Olivenöl unterrühren, je nach Geschmack mit Gomasio oder übriggebliebenen gerösteten Pinienkernen/Walnüssen bestreuen und als schnellen, leckeren Nudelsalat servieren.

Für den schnellen Hunger ein paar Löffel Supersugo mit gekochter Hirse, Dinkel oder Reis verrühren. Für einen mittelschnellen Hunger tierfreien Hefeteig ausrollen, mit Supersugo belegen, evtl. mit veganem Käse bestreuen und als saftige Pizza genießen.

Salatfans können ein paar Blätter grünen Salat zerrupfen, mit Supersugo vermischen, reichlich Kürbiskernöl drübergießen und sich an einem schnellen Essen erfreuen.

Als Mitbringsel für den Büromontag gekochten Couscous abkühlen lassen, mit Supersugo vermischen, eintuppern und in der Mittagspause schlemmen.

Falls ein einsames Wochenende ansteht, kann man dem Sugo noch zusätzlich einige frischgepresste Knoblauchzehen hinzufügen, durch das lange Durchziehen ist die Wirkung allerdings heftig...mir hat diese Mischung bereits einen recht einsamen, ruhigen Montag im Büro beschert ;)

P.S. - Auf die Idee gebracht haben mich die leckeren Bruschetta die ein Freund mal für mich gemacht hat...der liest meinen Blog aber höchst selten, deswegen...ähm....danke Fred ;))

Sonntag, 22. März 2009

Flotti-Karotti mit Sesamtofuwürfeln

Zutaten für
....Flotti-Karotti:
2 Eßl. Rosinen
Orangen- u. Zitronensaft
1 Apfel
1-2 Möhren
Agarvendicksaft
geröstete Sonnenblumenkerne

Rosinen in einer Schüssel mit Orangensaft einweichen (über Nacht oder mind. 1 Stunde). Den Apfel in kleine Würfel schneiden und mit Zitronensaft beträufeln damit er nicht braun wird. Möhren raspeln und mit den Orangenrosinen und dem Apfel vermischen. Nach Geschmack mit Agarvendicksaft süßen und großzügig mit gerösteten Sonnenblumenkernen bestreuen.

Dieser extrem flott gemachte und unaufwändige Rohkostsalat eignet sich eingetuppert prima als Büro-Verpflegung und hält sich im Kühlschrank 1-2 Tage knackig.

Lecker schmecken auch dünne Chinakohl-Streifen im Salat. Die Sonnenblumenkerne lassen sich je nach Geschmack auch durch geröstete Walnusskerne ergänzen/ersetzen.

....Sesamtofuwürfel:
Tofu natur
Sojasoße
Senf
Sesamkörner
Erdnußöl

Herr Tofu und ich haben bislang eine eher distanzierte Beziehung zueinander - Tofu fällt bei mir in die Kategorie "kann man essen, muss man aber nicht". Hin und wieder bestätigt eine Ausnahme aber diese Regel, ich finde z.B. den Tofu vom Thailänder aus Lehnin in Brandenburg absolut köstlich (ist aber ein bißchen weit weg für einen Feierabend-Snack), auch den Mandel-Sesam-Tofu von Taifun könnte ich in einem Rutsch wegfuttern (ist aber'n büschen teuer).....und naja, diese Sesamtofuwürfel sind als Beilage auch nicht schlecht und haben außerdem jede Menge Eiweiß, Eisen und Magnesium im Rucksack:

Tofu abtropfen lassen und mit einem Küchentuch ausdrücken, in Würfel schneiden, mit reichlich Sojasoße begießen und durchziehen lassen. Mit Senf bestreichen, in reichlich Sesam wälzen und in Erdnußöl knusprig braun braten (vorsichtig wenden, die Haftkraft von Sesam an Senf ist eher mässig). Taugt als Beilage zu Salaten und Gemüsegerichten.

Samstag, 31. Januar 2009

Couscous-Salat

Zutaten:
150 g Couscous
240 ml Wasser
1 Teel. Olivenöl
1 Prise Salz

1 Bund glatte Petersilie
2 Eßl. Paprikamark
1 Eßl. Zitronensaft (ca. 1 halbe Zitrone)
1-2 Eßl. Olivenöl
Salz, schwarzer Pfeffer

wahlweise nach Geschmack:
1 rote Peperoni
1 rote Spitzpaprika
1-2 Frühlingszwiebeln

Zubereitung:
Den Couscous mit dem Teel. Olivenöl in einer Schüssel verrühren, mit 240 ml kochendem, leicht gesalzenen Wasser übergießen und zugedeckt ca. 7-8 Minuten ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Petersilie waschen, trockenschütteln und klein hacken. Je nach persönlichem Geschmack noch Peperoni, Paprika und/oder Frühlingszwiebeln fein schneiden.

Den Couscous mit einer Gabel auflockern und ggf. auf einem Sieb kurz "ausdampfen" lassen.

Mit dem Paprikamark (meins ist von Hengstenberg aus dem Supermarkt und geschmacklich eher mild-würzig, es gibt aber auch in türkischen Feinkostläden eine pikantere Paprikamark-Variante im Glas), dem Öl und dem Zitronensaft verrühren, mit Pfeffer und Salz abschmecken (bei mir kommt meistens noch ein wenig Kreuzkümmel und Chilipulver dazu, je nach Laune), Petersilie und Peperoni (oder Paprika, Frühlingszwiebeln) unterheben, fertig.

Der Salat bleibt - eingetuppert im Kühlschrank - mehrere Tage lecker und ist (evtl. mit etwas Brot) ein prima Mittagessen fürs Büro oder unterwegs. Eingerollt in eine Weizentortilla mit einem Löffel Ajvar, etwas frischem Krautsalat und einer Falafel wird ein schnelles, leckeres Abendessen daraus und er ist eine prima Beilage für alles, was einen kleinen Hauch Orient verträgt.

Freitag, 30. Januar 2009

Knusprige Maistaler

Zutaten:
1 Dose Mais, Abtropfgewicht 285 gr.
100 g Maismehl
3 Eßl. Sojamehl
6 Eßl. Wasser
1 Teel. Backpulver
2-3 Eßl. gehackte glatte Petersilie
Salz, Pfeffer, Chilipulver

Zubereitung:
Den Mais mit Wasser abspülen, kurz abtropfen lassen und in einer Schüssel pürieren.
(Nicht zu fein, es dürfen teilweise noch ganze Körner übrigbleiben).
Das Sojamehl mit dem Wasser verrühren, zu dem Maisbrei geben, mit Maismehl, Backpulver, Petersilie und den Gewürzen gründlich vermischen, durchkneten und abschmecken.

In einer beschichteten Pfanne etwas Öl erhitzen, aus dem Maisteig kleine Küchlein formen, ein wenig "flachdrücken" und im Öl von beiden Seiten knusprig braten - fertig.

Die Maistaler schmecken warm sehr gut zu Bohnen-Tomaten-Salsa oder anderen Gemüsegerichten und als herzhaftes Frühstück.

Am nächsten Tag packe ich mir die kalten Maistaler gerne zwischen zwei Brotscheiben mit etwas Aufstrich und habe somit ruckzuck eine perfekte Stulle für unterwegs oder fürs Büro.