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Montag, 3. Januar 2011

Quinoa-Möhren-Buletten mit Mandeln

Herzlich Willkommen zum Teil 2 der Reihe "Nieder mit dem Fertigfraß!" - heute mit der Folge "Quinoa-Möhren-Buletten mit Mandeln". Licht aus, Spot an!

Die Quinoa-Körner über Nacht in warmen Wasser einweichen, am nächsten Morgen abgießen und tagsüber im Keimglas vor sich hin keimen lassen...und abends hat man schon nach nur 24 Stunden verbulettenfähige Sprossen. Heureka.

Zutaten:

1 Tasse Quinoa-Sprossen
1 Möhre
1/2 Tasse Vollkornsemmelbrösel

1 Eßl. Zitronensaft
2 Eßl. Sojasauce
1/2 Teel. Salz
2 Teel. Grillgewürz (am liebsten "Spicy Grill" von Vantastic Foods, das hat richtig Bumms! Jedes andere geht aber auch....oder man mischt selbst was zusammen) *)
2 Eßl. Sonnenblumenöl
1/2 Tasse Mandeln
1/2 Tasse Gluten **)
ca. 1/4 Tasse Wasser
Öl zum Braten

Die Möhre schälen und fein reiben, Mandeln hacken (nicht allzu fein, dann bekommen die Buletten lecker Biß) und zusammen mit den Sprossen, den Bröseln, Gewürzen und Öl in einer Schüssel vermischen. Glutenmehl drüberstreuen und mit dem Sprossen-Möhren-Pamps verkneten, dabei soviel Wasser zugeben dass der "Teig" fest, aber formbar wird.

Sonnenblumenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, mit geölten Händen Klopse formen, flachdrücken und im Öl knusprig braun ausbacken.

Die Klopse sind heiß direkt aus der Pfanne super und durch die Sprossen und Mandeln richtig knusprig - taugen aber genauso gut zwischen zwei Brotscheiben geklemmt und mit ein paar Salatblättchen gewandet als Bürofutter.

*) Edit: Der Loverboy meinte, ich sollte darauf hinweisen, dass die Klopse vielleicht für den "Normalgaumen" zu scharf sein könnten. Ich habe 2 angehäufte Teelöffel von dem Grillgewürz genommen...für Schärfe-Sissis reicht dann also wohl einer. Einfach mal testen, nachwürzen kann man ja immer noch.

**) Gluten ist reines Weizeneiweiß. Der preiswerteste Anbieter ist Veganwonderland
, und bei Alles-vegetarisch gibt's Gluten in Bio-Qualität. Weil das Zeugs ziemlich schnell abbindet sobald es feucht wird, sollte man das Pulver gut mit den Zutaten vermischen und wirklich fix verkneten, sonst bilden sich gummiartige Fäden.

Montag, 1. März 2010

Knusperwürzige Linsenplätzchen


Diese pikanten Klopse vereinen zwei meiner großen Vorlieben in der Küche - die Vorliebe für rote Linsen und die Vorliebe fürs Mit-den-Händen-im-Essen-matschen. Außerdem ist es fix gemacht, als Linsenjunkie habe ich immer eine große Schüssel gekochter Linsen im Kühlschrank. Das Grundrezept ist an die Chickpea-Cutlets aus dem Veganomicon angelehnt.

Zutaten:
1 Tasse gekochte rote Linsen
1 halbe Tasse Semmelbrösel
1 halbe Tasse Gluten
2 Eßl. Sojasoße
2 Eßl. Sesamöl (geröstet)
1 Eßl. Limettensaft
1/4 Tasse Wasser
1 Chilischote, groß, rot scharf (Ähnlichkeiten mit der Autorin sind natürlich rein...naja....also...)
je nach Gusto Koriander, Kreuzkümmel, Paprika, Ingwer, Zimt
Sesam, Schwarzkümmel
Kokosöl zum Braten

Die Linsen in einer Schüssel per Löffel mit den Semmelbröseln, der Sojasoße und dem Öl vermischen, nach Geschmack würzen, die Chili fein hacken und unterrühren. Das Gluten drüberstreuen, Wasser zugeben und...jippieh...gründlich mit den Händen zu einer festen Masse vermatschen, bis der Teig anfängt, gummiartige Fäden zu ziehen. Nun zu Bällchen, flachen Talern oder wahlweise der Venus von Milo formen, in Sesam und Schwarzkümmel wälzen und in einer Pfanne in heißem Kokosöl knusprig braten.

Die Linsentaler sind heiß schon großartig als Beilage zu allen und jedem, aber kalt fast noch besser. Somit sind sie ein optimales Büro-Mittagessen und schmecken sowohl dem omnivoren Loverboy als auch dem fleischfressenden Lieblings-Chef.

Ich liebe es ja wenn die Schärfe am Gaumen kesselt, aber zu etwas milderen Currys mit Kokosmilch lasse ich die Chilischote aus Harmoniegründen meistens weg. Zu indischen Gerichten passt auch Garam Masala als "Hauptwürze" sehr gut (hier lasse ich die Chili auch schon mal weg und nehme gehackte Datteln) und falls wieder mal Vampire am Fenster kratzen, ist Knoblauch auch eine köstliche Ergänzung zur o.g. Zutatenliste.

(Ich weiß, die Teile auf dem Foto könnten deutlich besser angerichtet oder dekoriert sein, aber hey...ich hatte HUNGER!)

Freitag, 30. Januar 2009

Knusprige Maistaler

Zutaten:
1 Dose Mais, Abtropfgewicht 285 gr.
100 g Maismehl
3 Eßl. Sojamehl
6 Eßl. Wasser
1 Teel. Backpulver
2-3 Eßl. gehackte glatte Petersilie
Salz, Pfeffer, Chilipulver

Zubereitung:
Den Mais mit Wasser abspülen, kurz abtropfen lassen und in einer Schüssel pürieren.
(Nicht zu fein, es dürfen teilweise noch ganze Körner übrigbleiben).
Das Sojamehl mit dem Wasser verrühren, zu dem Maisbrei geben, mit Maismehl, Backpulver, Petersilie und den Gewürzen gründlich vermischen, durchkneten und abschmecken.

In einer beschichteten Pfanne etwas Öl erhitzen, aus dem Maisteig kleine Küchlein formen, ein wenig "flachdrücken" und im Öl von beiden Seiten knusprig braten - fertig.

Die Maistaler schmecken warm sehr gut zu Bohnen-Tomaten-Salsa oder anderen Gemüsegerichten und als herzhaftes Frühstück.

Am nächsten Tag packe ich mir die kalten Maistaler gerne zwischen zwei Brotscheiben mit etwas Aufstrich und habe somit ruckzuck eine perfekte Stulle für unterwegs oder fürs Büro.