Posts mit dem Label Backwerke aller Art werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Backwerke aller Art werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 12. Oktober 2013

Schlichter "Was-man-halt-so-im-Haus-hat"-Apfelkuchen

"Poste doch einmal wieder etwas" fand ich vor ein paar Tagen - ohne Gruß und Namensnennung - unter meinem letzten Hirsecreme-Beitrag....und da ich eine derart höflich vorgetragenen Bitte natürlich nie abschlagen kann (wer die Ironie findet, darf sie behalten) und in meiner Obstschale ohnehin zu viele Äpfel sinnlos rumlungern, gibt es heute einen schlichten, schnellen Apfelkuchen nach dem "Zutaten-hat-man-immer-im-Haus"-Prinzip. 

Dieser Apfelkuchen ist ein enger Verwandter der  Kirsch-Schoko-/ und der Sauermachtlustig-Muffins, nur dass ich diesmal kein Sojamehl mehr im Haus hatte und stattdessen Maisstärke genommen habe.
Vorteil: Es wird umso mehr ein "Zutaten-hat-man-immer-im-Haus"-Kuchen, weil man Sojamehl leider nicht im schnöden Supermarkt bekommt, Maisstärke aber überall erhältlich ist.
Nachteil: Der Kuchen wird einen Hauch weniger fluffig.
Aber wirklich nur minimal. Versprochen.


Zutaten:

130 gr. Weizenmehl Type 550

140 gr. Dinkelvollkornmehl 

(wie immer ist die Mehlmischung recht beliebig, die Mixtur ergab sich heute aus den "Muss-weg!"-Resten im Vorratsschrank)

100g Rohrohrzucker
10 gr. Maisstärke
10 gr. Weinsteinbackpulver

250ml Pflanzenmilch
(Soja-Hafer)
70 ml Alba-Öl (oder anderes geschmacksneutrales Öl)

2 mittelgroße säuerliche Äpfel
Mandelblättchen o.ä. zur Deko nach Gusto 
ggf. Zimt

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad vorheizen und eine 26 cm-Springform einfetten.

Zuerst die trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen, dann Milch und Öl zugeben und mittels Handmixer gut verrühren. Die Äpfel kann man je nach persönlicher Vorliebe schälen oder eben nicht, und entweder würfeln und gleich in den Teig einrühren oder erst den Teig in die Springform geben, etwas glattstreichen und mit Apfelspalten künstlerisch anspruchsvolle Intarsienarbeiten einbringen und den Kuchen noch mit ein paar Mandelblättchen bestreuen. 

Danach wandert der Kuchen für ca. 30 Minuten in den Ofen (Stäbchenprobe, Baby!) und nach Ende der Backzeit wieder raus. Wer mag, kann jetzt noch ein wenig Zimt drüberstreuen, dann abkühlen lassen, aus der Form lösen, Kaffee kochen und sich zur Kaffeetafel begeben. 

Samstag, 23. Februar 2013

Obstpfannkuchen mit Pflauprikosensoße


Rezept" steht laut Wikipedia für eine "programmatische Anweisung zur Zubereitung eines Nahrungsmittels"...demnach ist der folgende Beitrag de fakto ein solches, auch wenn bloss ein paar wenige Zutaten zusammengeschmissen und verbrutzelt werden. Ich habe mich bislang ein wenig geziert, über das Zusammenrühren von Milch, Mehl und Obst einen extra Beitrag zu schreiben, und eigentlich weiß doch sowieso jeder, wie schnöde Pfannkuchen gemacht werden -  aber uneigentlich futtere ich die Dinger zur Zeit beinahe jeden zweiten Tag und freue mich immer, wie fix und einfach die Teile zubereitet sind. Und ein Rezept ist ein Rezept ist ein Rezept.

Pfannkuchen sind zwar nicht unbedingt der hochgesunde Nährstoffbomber schlechthin, aber lecker und schnell gemacht - und kommen in diesem Fall ohne den bösen, bösen Industriezucker und seinen garstigen Kumpel Weißmehl aus. Da lacht das Vollwertherz.

Obstpfannkuchen 
125 gr. Dinkelvollkornmehl 
200 gr. Hafermilch (wenn man das Zeugs eh in einer Rührschüssel zusammenkippt, braucht man nicht mehr extra 'nen Mixbecher verschmuddeln, deswegen die Angabe in Gramm und nicht in Litern. Wenn man aber gerne spült - 200 gr. Hafermilch entsprechen ungefähr 200 ml. - nee, watt hammer gelacht!)
2 gestrichene Teel. Weinsteinbackpulver (die Hälfte eines 18 gr.-Tütchens also)
1 Eßl. Agavendicksaft (ca. 20 gr.) 
 ggf. Zimt

Äpfel, Bananen, Birnen (oder wonach der Gaumen verlangt, bzw. was der Obstkorb halt gerade hergibt)
Öl zum Braten

Mehl und Backpulver vermischen, dann Milch und Agavendicksaft zugeben und mit einem Schneebesen durchrühren. Den Teig kurz quellen lassen (ob das zwingend notwendig ist? Vermutlich nicht.) Das Obst in die gewünschte Form schneiden (hier haben sich Scheiben bewährt, wer möchte kann aber auch Herzen oder Kugeln schnitzen)

Ein wenig Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, eine Schöpfkelle Pfannkuchenteig in die Pfanne geben und mit Obst belegen. Deckel drauf (wichtig, dann gart der Pfannkuchen besser), bei moderater Hitze so lange backen, bis der Teig auch oben nicht mehr flüssig ist..dann vorsichtig wenden, von der anderen Seite kurz anbrutzeln lassen und schon ist das Mahl zubereitet. Aus o.g. Zutaten lassen sich 3 mittelgroße Pfannkuchen zaubern, was in meinem Fall die absolut perfekte Menge für eine hungrige Sportlerin nach einem langen Lauf darstellt und von mir dann auch absolut ratzeputz im Alleingang verschlungen wird. 

Wenn der Herzmann mitfuttern möchte, mache ich - logischerweise! - die doppelte Menge und gieße den Teig auf ein Backblech (gut einfetten, ich benutze immer eine Silikonbackfolie und trotzdem noch ein wenig Öl), belege das Blech mit Obst und gebe das Ganze für ca. 15 Min. in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen. Damit erspart man sich das permanente Pfannkuchenbeobachten und -wenden in der Pfanne. Den so entstandenen Riesenpfannkuchen kann man dann entsprechend in Stücke teilen und in trauter Zweisamkeit verspachteln.

Dazu gibt's bei mir oft Schokocreme (uuuh, Zucker!) oder Erdnussbutter (oh Schreck, FETT!) oder aber maximalvollwertige "Pflauprikosensoße", die man ebenfalls fix aus wenigen Ingredienzen zusammenmatschen kann. 

Pflauprikosensoße
200 gr. Trockenaprikosen
200 gr. Trockenpflaumen
330 ml. Orangensaft (die exakte Menge einer O-Saft-Trinkpackung von Alnatura, praktisch, eh? Also nur wenn man gerade keine frischen Apfelsinen zum Selbstpressen daheim hat...natürlich.)
1 Eßl. Agavendicksaft
Zimt, wer mag

Die Trockenfrüchte in einer Schüssel mindestens 1 Stunde im O-Saft einweichen  lassen, dann Agavendicksaft und Zimt zugeben und zu einer dicken, marmeladenartigen Soße zusammenpürieren. Wer es flüssiger möchte, gibt einfach mehr Saft hinzu. 

Serviervorschlag? Jeden Pfannkuchen einzeln mit Pflauprikosensoße bestreichen und die 3 Fladen als Torte übereinanderstapeln und dann mit Messer und Gabel futtern. In Facebook-Sprache: I like!

Die Pflauprikosensoße hält sich im Kühlschrank ziemlich lange und schmeckt auch in Naturjoghurt eingerührt prima zu Müsli oder Obstsalat oder einfach schnöde auf 'nem Brötchen statt Marmelade. Auch auf meinem Sportlerfrühstückstoast macht sie 'nen ziemlich guten Job. Allerdings, einen Schönheitspreis wird die Soße wohl niemals gewinnen - gerade wenn man ungeschwefelte Aprikosen verwendet (was man sollte), hat das Ergebnis eine klatschigbraune Tapetenkleisteroptik und darf daher auch beim heutigen Fotoshooting nicht mit auf Foto, sondern muss sich im Glas dezent im Hintergrund halten.   



Sonntag, 20. Januar 2013

Schoko-Kirsch-Muffins

Obwohl grundsätzlich eher aufmüpfiger Natur gibt es doch spezielle Ausnahmefälle, in denen ich bei der Nachricht "Sind morgen in Deiner Gegend, mach' Kuchen!" sofort Nudelholz bei Fuss folgsam in die Küche eile, um süsses Backwerk zuzubereiten. Soweit dass ich trotz dichtem Schneefall in den Supermarkt zum Einkaufen stapfe reicht die Unterwürfigkeit dann aber doch nicht, also wurden aus den vorrätigen Zutaten der Speisekammer

Kirsch-Schoko-Muffins

Das Rezept ist eigentlich bloss 'ne simple Abwandlung der bekannten Sauermachtlustig-Muffins und lautet wie folgt:

130 gr. Weizenmehl Type 550
140 gr. Dinkelvollkornmehl 
(die Mehlmischung ergab sich aus dem o.g. "Man muss nehmen watt da iss'"-Umstand und ist im Grunde beliebig zusammenstellbar, es sollten halt bloss ca. 270 gr. rauskommen)100g Rohrohrzucker
1EL Sojamehl
10 gr. Weinsteinbackpulver

250ml Pflanzenmilch
(Dinkel)
70 ml Alba-Öl (oder anderes geschmacksneutrales Öl)
1/2 Fläschchen Rumaroma

1 Glas Sauerkirschen (680 gr. / Abtropfgewicht 370 gr.)
100 gr. Zartbitterschokolade


Sauerkirschen so lange wie möglich abtropfen lassen, im günstigsten Fall über Nacht.
Backofen auf 180 Grad vorheizen. 

Die trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und gründlichen mischen. Die Pflanzenmilch mit dem Öl und dem Rumaroma verrühren, zu der Mehl-Zuckermischung geben und mit dem Handmixer gut verrühren. Schokolade hacken und mit einem Löffel zusammen mit den Kirschen mit dem Teig vermixen. 

Da mir Muffins oft flach auseinanderlaufen wenn ich die Papierförmchen einfach so aufs Backblech setze, aber in den Metallbackformen trotz Einfetten oft hängenbleiben, gebe ich den Teig mittlerweile immer in die entsprechenden Papier-Förmchen und setze jene dann in die Metallbackformen. Dann läuft nix und es klebt nix. Also...den Teig wie auch immer in 16 Papier- oder Metallförmchen füllen, in den vorgeheizten Ofen stellen und ca. 25 Minuten backen. Danach Ofen ausschalten und das Backwerk noch ein paar Minuten ruhen lassen, aus der Form nehmen (sofern eine Form verwendet wurde) und auskühlen lassen.

Wer will, kann jetzt noch ein wenig mit Glasur oder Deko herumhantieren, aber mein Vorratsschank gab da nix Adäquates her. 


Die Fotomodell-Backwerke sind leider ein wenig aufgeweicht, weil ich vor Schreck darüber dass plötzlich ein Thr33ky-Guerilla mit offener Hose neben der Kaffeetafel gestanden hat, den kompletten Tisch mit Mineralwasser geflutet habe. Aber das ist eine andere Geschichte, die an einem anderen Tag erzählt werden soll. 
Oder...lieber gar nicht.

Mittwoch, 16. Januar 2013

Samstag, 22. Dezember 2012

Das leckerste Bananenbrot des Veganuniversums! Ungelogen.

Wenn man ein Rezept für ein veganes Bananenbrot ins Netz stellt, ist das so ein bißchen wie Steinmännchen-Bauen auf dem Jakobsweg hinter Navarrette. Obwohl sich in diesem berühmten Tal die kleinen Steinhaufen schon bis ans Ende des Horizonts erstrecken, kann wohl kaum ein Wandersmann vorbeipilgern ohne nicht auch seine eigene Gesteinsformation zu basteln. Und obwohl sämtliche Veganblogs vor Bananenbrot-Rezepten überlaufen, kommt trotzdem nun heute auch noch mein Bananenbrot-Steinmännchen dazu. 

Die Frage nach dem "Warum" ist in dem Fall leicht beantwortet: Weil es das BESTE Bananenbrotrezept auf der ganzen Welt ist. Und das Leckerste. Von allen. Ich schwöre. 

Bananenbrot ist eine grossartige Endlösung für überreife Bananen, die kurz vor dem Gammel-Exitus stehen und es bleibt lange saftig und frisch. Mit ein wenig Erdnussbutter bestrichen ist es ein toller Vor-Lauftraining-Snack und mit Schokoladencreme und Bananenscheiben belegt eine schnellwirksame Medizin für akute PMS-Notfälle. 


Kurzum: Bananenbrot rockt! Und meins ganz besonders. Zum Teufel mit der falschen Bescheidenheit.

Zutaten:
250 gr. Dinkelvollkornmehl
3 Teel. Weinsteinbackpulver

1/2 Teel. Salz
1 Teel. Zimt
60 gr. Erdmandelmehl (bekommt man im Bioladen oder Reformhaus und steckt voller Ballaststoffe und Mineralien)
80 gr. Rohrohrzucker

100 gr. geröstete (ungesalzene) Erdnüsse, grob gehackt
(Edit 10.01.13: Mittlerweile finde ich 100 gr. geröstete Mandeln irgendwie leckerer, meine Erdnussphase ist wohl vorbei. Und dann noch 2 Hände voll Cranberries mit in den Teig rühren und alles ist fein!)


120 ml. Pflanzenmilch 
100 ml. Rapsöl (ich schwöre ja nach wie vor auf das grandiose Rapsöl mit Buttergeschmack von der Teutoburger Ölmühle...und nein, ich werde für diese Werbung nicht bezahlt)

4 Gothicbananen (aka "schon ziemlich angeschwärzt mit Tendenz zur Überreife")

Und los geht's:

Backofen (Ober- und Unterhitze) auf 175 Grad vorheizen. 

Die trockenen Zutaten in einer Schüssel gut vermischen und mit Pflanzenöl und -milch vermixen, dann die Nüsse unterrühren. Die Bananen pellen, pürieren und gut mit dem Teig verrühren. 

Eine 26 cm-Kastenform ausfetten, mit Erdmandelmehl oder Semmelbröseln ausstreuen und für 50 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Dann den Ofen ausschalten und das Backwerk noch 10 Minuten im Ofen ruhen lassen. Dann aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Anschneiden, reinbeissen, glücklich sein ;)

Und noch ein paar Hinweise:
Wer keinen Bioladen in erreichbarer Nähe hat und kein Erdmandelmehl bekommen kann, ist mit gemahlenen Mandeln auch ganz gut bedient. Wer keine Erdnüsse mag oder verträgt, kann auch Wal- oder Haselnüsse oder Mandeln ins Brot werfen. Ein vorheriges Rösten der Nüsse ist zwar nicht zwingend erforderlich, verbessert den Geschmack des Brotes meines Erachtens nach aber immens. 

Wenn man die Erdnuss-Schalen in kleine Portiönchen teilt und in Zeitungspapier wickelt, erhält man sehr wirksame Kamin-Anzünder. Wenn man jedoch fertig geschälte und gesalzene Snack-Nüsse verwendet, sollte man ein bißchen weniger Salz in den Teig geben und die Plastikverpackung der Nüsse hingegen nicht als Kaminanzünder verwenden. Macht nämlich fiese Dämpfe und stinkt bestialisch.

Für einen "kontrollierten Aufriss" wird das Brot nach 10 Min. Backzeit mit einem Messer der Länge nach eingeschnitten. Kann man machen, muss man aber nicht. 

Und da jeder Backofen seinen eigenen Charakter hat, sollte man zur Sicherheit eine Stäbchenprobe machen, bevor man das Brot aus dem Ofen zieht.  

Aus dem Teig kann man natürlich auch Muffins backen und selbige im Anschluss mit Zartbitterkuvertürte überziehen. Dann verringert sich selbstverständlich die Backzeit entsprechend. 

Aber wem sag' ich das. Wisst ihr vermutlich alles selbst.

Sonntag, 18. März 2012

Zitrustorte mit Beerenhaube

Verehrte Damen und Herren Süßschnabel, ich freue mich ganz besonders, Ihnen heute endlich, endlich diese leckere erfrischende Zitronen-Beeren-Torte präsentieren zu können, denn - das wollte ich eigentlich schon im vergangenen Jahr tun. Der Kuchen schmeckt zwar (wie heute) ganz prima mit TK-Waldbeeren, aber erst frische Erd-/Him- oder Johannisbeeren machen ihn perfekt. Als dann aber im letzten Jahr die Beeren reif waren, war plötzlich die Soyatoo weg...und in meiner Backstube war nix mehr wie vorher. Sämtliche Versuche mit irgendwelchen anderen Produkten wie der CreaSoy oder irgendwelchen selbstkreierten "Pflanzensahnen" endeten nicht wirklich zufriedenstellend, also war ich irgendwann bockig und hab' beschlossen, diese dämliche Torte NIE! WIEDER! zu machen. Und meine Rezepte NIE! WIEDER! von einem einzigen Produkt einer speziellen Firma abhängig zu machen. Never ever again, nämlich.

Aber - man ahnt es schon - vor ein paar Wochen war dann plötzlich die Soyatoo wieder da und...ähem...naja, ich habe direkt aus Tofutown ein Probierpaket zum Testen bekommen und...naja, was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, hier ist sie halt, die Torte. Endlich.

Der Tortenboden besteht aus dem gleichen Teig wie die Sauermachtlustig-Muffins - and here we go:

270 gr. Weizenmehl Type 550
100g Rohrohrzucker
1EL Sojamehl
10 gr. Weinsteinbackpulver
250ml Pflanzenmilch
(bei mir war's diesmal Sojadrink – aber sonst auch gerne Dinkelmilch)
75ml Alba-Öl
(oder anderes geschmacksneutrales Öl)
1 Fläschchen Zitronenaroma


Den Backofen auf 180 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze).

Die trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und gründlichen mischen. Die Pflanzenmilch mit dem Öl und dem Zitronenaroma verrühren, zu der Mehl-Zuckermischung geben und mit dem Handmixer gut verrühren. In eine gefettete 26 cm-Springform geben, glattstreichen und 20 Minuten backen (da jeder Backofen anders ist - Stäbchenprobe nicht vergessen!), danach noch 5 Minuten im ausgeschalteten Backofen lassen. Vorsichtig aus der Form lösen und auf ein Gitter legen, bis der Tortenboden vollständig ausgekühlt ist.

Dann den Boden auf einen großen Teller plazieren, einen Tortenring drumschnallen - es gibt Zitruscreme, Baby! 

Dazu braucht es:
500 gr. Soja-Naturjoghurt (der ein paar Stunden lang auf einem mit Küchentuch ausgeschlagenem Sieb abgetropft sein sollte - wer es detaillierter braucht, klickt hier!)
2 Zitronen
etwas Wasser oder Orangensaft
1 Tütchen Agartine
100 gr.
Rohrzucker

1 Packung Soyatoo (gut gekühlt - sollte vorher mindestens 4-5 Stunden im Kühlschrank gehaust haben)
1 Tütchen Sahnesteif

Soyatoo und Sahnesteif in eine Rührschüssel geben und ein paar Minuten mit dem Handmixer fest aufschlagen. Bis zur weiteren Verwendung im Kühlschrank einquartieren.

Die Zitronen auspressen und den Zitronensaft mit Wasser oder Orangensaft "auffüllen" bis insgesamt 200 ml. erreicht sind und in einen Topf geben. 1 Tütchen Agartine (gibt's im Supermarkt, ist ein pflanzliches Geliermittel) und 100 gr. Rohrzucker in den Saft rieseln lassen , unter gründlichem Rühren auf dem Herd aufkochen lassen und ca. 2 Minuten kochen.
Die Agartine/Saft-Mischung kurz ausdampfen lassen und vorsichtig unter den abgetropfen Joghurt rühren. Nicht erschrecken - das Ganze wird ziemlich flüssig, das macht aber nüschte. Die Joghurtmischung noch ein wenig abkühlen lassen (lauwarm), dann die die Soyatoo zugeben, gut verrühren, die Creme auf den Tortenboden gießen, gut glattstreichen und über Nacht (oder mehrere Stunden) im Kühlschrank parken.

Als fruchtige Tortenhaube sind natürlich frische Beeren einfach unschlagbar lecker - aber wir haben nun mal erst März, die Beerensaison liegt noch in weiter Ferne und ich will nicht schon wieder eine Anzeige bei der Ökopolizei riskieren - also gibt es heute eine TK-Beerenmischung on top (= "oben druff"):

400 gr. TK-Beerenmischung auf ein Sieb geben, und über Nacht (günstigerweise in ebenjener Nacht, in der die bezitruscremte Torte im Kühlschrank ruht) auftauen lassen und den Saft auffangen.
1 Tütchen Tortenguß, klar
1-2 Eßl. Rohrzucker,
je nachdem wie süß man es mag
Waldbeerensaft oder Wasser

Den aufgefangenen Saft der Beerenmischung mit Wasser oder Saft nach Geschmack auf 250 ml. auffüllen und in einem Topf mit dem Zucker und dem Tortenguß glattrühren. Kurz aufkochen lassen (Rühren nicht vergessen, das gibt sonst fiese Glibberklümpchen). Die Beerenmischung auf dem Kuchen ausbreiten und den heißen Tortenguß  mit einem Eßlöffel zügig darüber verteilen. Erneut in den Kühlschrank stellen, bis der Tortenguß schnittfest geworden ist. Zum Anschneiden lässt man am besten noch den Tortenring drumherum für mehr "Stabilität" - die Zitruscreme wird nicht bomben- und schnittfest, sondern bleibt schön fluffig, da können Beerenhaube und Creme beim allzu beherzten Anschneiden flott auseinanderrutschen. Wer's fester haben möchte, nimmt am besten einfach ein wenig mehr Agartine.

Und just in diesem Augenblick hat's an der Tür geklingelt - der Sonntagsnachmittagskaffeebesuch ist da. Mögen die Tortenspiele beginnen!

(mit Dank und Gruss an die Jungs und Mädels aus Tofutown!)

Mittwoch, 9. November 2011

Samstag, 15. Oktober 2011

Samstag, 19. März 2011

Sauermachtlustig-Muffins

Frische Johannisbeeren sollte man nur dann bereits im März kaufen, wenn man Geld zuviel und zudem Lust hat, sich wie eine ökologische Axt im Walde zu benehmen. Als Lohn für dieses wahrhaft schändliche Benehmen habe ich nun aber 12 leckere,fluffige Johannisbeer-Zitronenmuffins, mit denen ich mein schlechtes Gewissen versüssen, bzw. versauern kann. Wie sagt man so schön „Erst kommt das Fressen, dann die Moral“.

Also ab dafür.

Zutaten:
270 gr. Mehl (diesmal ausnahmsweise kein Vollkorn- sondern normales Weißmehl)
100g Rohrohrzucker
1EL Sojamehl
10 gr. Weinsteinbackpulver

250ml Pflanzenmilch (bei mir war's diesmal Soja – aber sonst auch gerne Dinkelmilch)
75ml Alba-Öl (oder anderes geschmacksneutrales Öl)

1
Fläschchen Zitronenaroma
ca. 100 gr. frische Johannisbeeren aus dem Ökosünden-Fachgeschäft

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze).

Johannisbeeren waschen, trockenschütteln und von den Stielen zupfen.

Die trockenen Zutaten in eine Schüssel
geben und gründlichen mischen. Die Pflanzenmilch mit dem Öl und dem Zitronenaroma verrühren, zu der Mehl-Zuckermischung geben und mit dem Handmixer gut verrühren. Zum Schluß die Johannisbeeren zugeben und mit einem Löffel gut untermischen.

Da mir Muffins oft flach auseinanderlaufen wenn ich die Papierförmchen einfach so aufs Backblech setze, aber in den Metallbackformen trotz Einfetten oft hängenbleiben, gebe ich den Teig mittlerweile immer in die entsprechenden Papier-Förmchen und setze jene dann in die Metallbackformen. Dann läuft nix und es klebt nix. Also...den Teig wie auch immer in Papier- oder Metallförmchen füllen, in den vorgeheizten Ofen stellen und ca. 25 Minuten backen. Wie immer ist die Stäbchenprobe unser Freund.

Wenn die Muffins aus dem Ofen kommen, sofort aus der Backformen nehmen (die Papierförmchen bleiben natürlich dran) und auf einem Rost auskühlen lassen.

Wer mag, kann später noch Puderzucker mit ein wenig Johannisbeersaft zu einem rosaroten Zuckerguß verrühren und die Muffins damit einpinseln. Mir schmecken diese fluffigen kleinen Törtchen aber auch ohne sehr lecker.

P.S. - Die Johannisbeeren-Saison beginnt im Juni. Für alle die es lieber richtig machen möchten.

Samstag, 5. Februar 2011

Spinat-Tofu-Taschen mit Sesam

Tofu mit Spinat vermanschen und in Blätterteig einrollen ist eigentlich keine große Sache - manchmal bin ich mir unschlüssig, ob ich dafür überhaupt ein Rezept aufschreiben und posten soll. Aber nun ja...hier isses eben:

Spinat-Tofu-Taschen mit Sesam


200 gr. Tofu natur

Olivenöl, Grillgewürz

450 gr. TK-Blattspinat

1 Zwiebel

1 Eßl. Tomatenmark

1-2 Knoblauchzehen

2 Packungen TK-Blätterteig (12 Platten) *)

Alba- oder Sesamöl, Sesamkörner


Spinat auftauen und gut ausdrücken.
Den Tofu abtropfen lassen, ein wenig ausdrücken und zerkrümeln. Mit Olivenöl (ca 2-3 Eßl.) und Grillgewürz (1-2 Teel.) vermischen und durchziehen lassen.

Etwas Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die gewürfelte Zwiebel mit dem Tofu gut anbraten, darf ruhig braun werden, Tomatenmark zugeben und gut verrühren. Das Ganze in einer Schüssel mit dem Spinat und dem zerdrückten Knoblauch vermischen und mit reichlich Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Chayenne-Pfeffer abschmecken...lieber mal probieren und ggf. nachwürzen - Tofu und Spinat sind ja nun nicht besonders würzig, die können ruhig was vertragen ;)

Backofen auf 200 Grad vorheizen.


Teigplatten auspacken und ein wenig antauen lassen. Nach ca. 5 Minuten jede Platte mit dem Nudelholz ein wenig ausrollen (ich lege die Platten dafür zwischen Klarsichtfolie), je 1 Eßl. Spinattofumasse draufsetzen, zusammenrollen und die Enden andrücken. Mit Sesam- oder Alba-Öl bestreichen, mit Sesam bestreuen und ca. 20-25 Minuten im Ofen backen, bis die Taschen schön knusprig sind.
Warnhinweis - die Füllung ist KNALLEHEISS, wer also direkt nach dem Backen beherzt reinbeißt, kann sich Brandblasen am Gaumen einhandeln. Aber..vielleicht ist ja nicht jeder so gierig wie ich ;)
Die Taschen schmecken auch kalt und statt Blätterteig kann man auch prima Yufka-Teig verwenden.

*) Veganen Blätterteig gibt es in der normalen und der Vollkornvariante von der Fa. "Moin" im Bioladen

Samstag, 22. Januar 2011

Konfettischnitten

Zu meiner großen Begeisterung habe ich die Ehre, Ende Februar die Geburtstagsparty meines Papas komplett tierfrei auszurichten. Daher wird momentan in Frollein Holles Versuchsküche in der Hauptsache party- und buffettaugliches Futterwerk getestet, damit auch auf der Feier auch jeder der Gäste satt und glücklich wird. Meine eigene Vorgabe: Das Essen soll nicht allzu exotisch und ausgefallen werden - die Herrschaften sind ja größtenteils schon etwas älter, da will ich niemanden mit experimentellen Geschmackskombinationen er-, bzw. abschrecken.
Heute habe ich Konfettischnitten gebastelt, eine Art Beilagen-Fladenbrot mit saftiger Gemüseauflage, das prima kalt gegessen werden kann, auf jedes Buffet passt und sich zudem sehr gut vorbereiten lässt. Selbstverständlich werden bei mir nur Zutaten in Bio-Qualität verwurschtelt, iss ja klar.

Für den Teig braucht man:

600 gr. Weizen
400 ml. lauwarmes Wasser
1 Würfel Hefe
2 Teel. Salz
1 Eßl. Olivenöl
1 Teel. Kräuter, getrocknet

Den Weizen in der Getreidemühle fein mahlen (bzw. Weizenvollkornmehl verwenden, wenn man keine Getreidemühle hat). Die Hefe in einer Schüssel in dem Wasser auflösen und die Hälfte des Mehls mit meinem Schneebesen unterrühren. Salz, Öl und Kräuter zugeben und noch einmal durchrühren. Den Rest des Mehls zugeben und mit dem Handmixer/Knethaken zu einer festen, weichen Teigkugel verarbeiten. Die Kugel mit ein wenig Mehl bestäuben und in einer Schüssel über Nacht im Kühlschrank parken.

Für die Gemüsehaube braucht man:

1 Becher Sojajoghurt, natur (500 gr)
4 Paprika
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe

1-2 Eßl. Olivenöl
1 Eßl. Zitronensaft
1 Eßl. Würzhefeflocken

2 Teel. Salz
1 Teel. Kräuter
Pfeffer, Paprika

Ein Sieb mit einem Küchentuch auslegen, den Joghurt reinkippen und über Nacht abtropfen lassen.

Am nächsten Morgen die Teigschüssel aus dem Kühlschrank nehmen und den Teig je nach Zeit, Lust und Laune noch eine Weile noch eine Weile aufwärmen lassen (sprich: Schüssel in Heizung- oder Ofennähe rumstehen lassen). Ein Backblech mit Backpapier auslegen, den Teig ausrollen, mehrfach mit einer Gabel einstechen, mit einem Küchentuch abdecken und wieder an einem warmen Plätzchen vor sich hindümpeln lassen. Dauer: so lange bis man in Ruhe und aller Gemütlichkeit die Gemüsehaube fertiggestellt hat. Oder zumindest, bis der Teig ein wenig aufgegangen ist. (Wenn die Zeit nicht reicht, kann man das Blech hinterher auch in den Ofen schieben, bevor er komplett vorgeheizt ist, der Teig geht dann noch etwas auf.)

Den Backofen auf 175°C vorheizen.

Zwiebel, Knoblauch und Paprika putzen und würfeln (die Paprika am besten in kleine Würfel schnippeln, dann lässt sich das Brot hinterher sauberer in Ecken schneiden). Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse darin andünsten lassen.

Den abgetropften Joghurt mit dem Öl, dem Zitronenaft, den Hefeflocken (wer keine zur Hand hat, kann sie auch weglassen) und den Gewürzen verrühren, das gedünstete Gemüse dazugeben und vermischen. Die Gemüse-Joghurtmasse gleichässig auf dem Teig verteilen, in den Backofen schieben und ca. 40-45 Minuten backen. Auskühlen lassen und in dekorative Quadrate schneiden.

Die Joghurtmasse lässt sich auch prima am Vorabend zusammenrühren - und wenn man dann auch noch das Gemüse schnippelt, eintuppert und alles im Kühlschrank parkt, sind die Konfettischnittchen am Folgetag wirklich im Nullkomma-nottisch im Ofen.

Man kann die Paprika auch prima durch Lauch, Zucchini und/oder Tomaten ersetzen/ergänzen.

Samstag, 2. Oktober 2010

Samstag, 24. Juli 2010

Flexi-Biskuitboden

Dieser wirklich flott zusammengerührte und gelingsichere Kuchen bietet unzählige Möglichkeiten, mit Obst und Cremes zu spielen - er lässt sich prima in zwei Tortenböden trennen und z.B. mit einer Creme aus Seidentofu, Agavendicksaft, Früchten und Agar-Agar füllen und/oder mit diversen Obstsorten belegen. Bei mir bekam der Kuchen heute bloss einen simplen Deckel aus Erdbeeren und Kokosflocken.

Zutaten:

250 gr. Weizenvollkornmehl
150 gr. Rohrohrzucker
1 Päckchen Weinsteinbackpulver
1 Päckchen Vanillinzucker
1 Prise Salz
60 ml Sonnenblumen- oder Alba-Öl
250 ml. Mineralwasser mit Kohlensäure
Margarine/Öl und Semmelbrösel/gemahlene Nüsse/Kokosraspel für die Form
(mit 2 Eßl. Kakaopulver wird ein Schokokuchen daraus, dazu passt eine Himbeerfüllung prima)

Einfach die trockenen Zutaten in einer Schüssel verrühren, Mineralwasser und Öl zugeben, kurz und gründlich verrühren und in einer ausgefettete Springform geben. Im Backofen bei 180 Grad ca. 25 Minuten backen (Stäbchenprobe!), aus der Form nehmen, auskühlen lassen und zu Obstkuchen/-torte verwurschteln.

Feddisch!

Mittwoch, 26. Mai 2010

Brot. Nur Brot. Punkt.


Als ich auf einer Party zum ersten Mal von diesem Brot gegessen habe, war ich gleich verliebt. So verliebt, das ich mich am nächsten Morgen gleich auf eine Rundreise durch alle verfügbaren Social Networks gemacht habe, um die Brotbäckerin und somit auch das Brotrezept ausfindig zu machen - und Web 2.0-sei-Dank fand ich zwei Tage später eine Mail mit dem Rezept in meinem virtuellen Briefkasten.

Allerdings klang die Zubereitung so einfach und simpel, das ich neverever glauben wollte das bei einem schlichten Zusammenmatschen von Wasser, Mehl und Hefe so ein lockeres, fluffiges Fladenbrot rauskommen sollte. Aber Versuch macht kluch - und so geschah es. Kein Firlefanz - einfach nur: Brot.

Man benötigt 500 ml lauwarmes Wasser, 2 Päckchen Trockenhefe (ich taste mich gerade ran, ob weniger Hefe auch reicht- Ich bin mittlerweile bei 1,5 Päckchen und es klappt genauso gut. Beim nächsten Mal nehme ich nur eins, mal schauen. Aber im Grundrezept stehen halt 2 Päckchen) und ca. 600 gr. Mehl (bisher von mir mit Weizenvollkornmehl und Type 405 getestet. Funktioniert beides großartig. Bei Type 405 wird der Teig einen Tack flüssiger, evtl. etwas mehr Mehl zugeben). Dazu ein bißchen Salz, Öl, Gewürze nach Geschmack und los geht's. Man braucht noch nicht mal einen E-Mixer, ein simpler Schneebesen langt. Ist das einfach oder ist das einfach? Ha?

Wasser in eine Schüssel geben, die Trockenhefe einrühren, 300 gr. Mehl zugeben und kurz mit dem Schneebesen durchschlagen. 2 Teel. Salz, einem Eßlöffel Öl und 1-2 Eßlöffel Kräuter oder Gewürze zugeben und zusammen mit dem restlichen Mehl verrühren. Der Teig ist schon recht weich, sollte sich aber schon ein wenig vom Schüsselrand lösen, evtl. noch Mehl zugeben. Die Schüssel für ca. 4-5 Stunden im Kühlschrank parken (über Nacht geht auch super). Am nächsten Morgen/nach 4-5 Stunden den Teig für 2 Stunden an einen warmen Ort stellen. Im Originalrezept heißt es:

Aus dem Kühlschrank nehmen und ca. 2 Stunden in eine halbwegs warme Ecke stellen. Ein Backblech mit Backpapier versehen und den Teig vorsichtig aus der Schüssel mit einem Teigschaber aufs Backblech fallen lassen. Dabei soll möglichst wenig Luft aus dem Teig entweichen.

Ich mache es allerdings so, das ich den Teig aus dem Kühlschrank nehme, in eine mit etwas Öl ausgepinselte Silikonspringform umlade und in dieser Form 2 Stunden in der Sonne/am Ofen stehen lasse. Dann kann das Brot komplett mit der Form in den Ofen wandern. Wenn die Wartezeit vorbei ist, pinsele ich die Oberfläche noch mit etwas Öl ein und bestreue sie mit irgendwas, das zu dem Öl und den beigemischten Gewürzen/Kräutern passt.

(bereits getestet: Chiliöl, Chiliflocken / bestreut mit Chiliflocken und grobem Meersalz
Olivenöl, Rosmarin und Thymian / ebenfalls mit Kräutern und Meersalz bestreut
Sesamöl, gerösteter Sesam / bestreut mit Sesam und Schwarzkümmel)

Den Backofen auf 220 Grad vorheizen, das Brot einschieben (eine halbe Tasse Wasser auf den Backofenboden gießen - ziemlich unnötig, aber ich kann's nicht lassen), nach 15 Minuten auf 200 Grad runterschalten und ca. 10-15 Minuten im Ofen lassen. Aus der Form nehmen (sofern man eine verwendet) und auf dem Rost bei ausgeschaltetem Ofen noch ein wenig "nachbrennen".

Der Firlefanz mit heißem Wasser und verschiedenen Backtemperaturen ist aber im Grunde ebenfalls für die Füße - es reicht, das Teil bei ca. 200 Grad 30 Minuten brutzeln zu lassen und ggf. mit Alufolie abzudecken wenn es zu dunkel wird.

Feddisch.

Zusammenfassung: Wasser mit Hefe, Mehl, Salz, Öl und Gewürzen verrühren, im Kühlschrank parken, 2 Stunden wieder aufwärmen und gehen lassen, aufs Blech donnern, backen, essen. Passt als Grillbeilage, zu Eintöpfen, um Soße aufzustippen und lässt sich auch prima mit Salat füllen für auffe-Hand.

Ist das einfach oder ist das einfach? Sach' ich doch!

Sonntag, 23. Mai 2010

Schoko-loko-tarte mit Schwips


Liebe Asketen und Kalorienzähler, ihr müsst jetzt sehr tapfer sein - denn das Backwerk das ich heute kreiert habe und hier vorstellen möchte, besteht ausschließlich aus Zucker, Fett und Alkohol und dient einzig und allein dazu, einen geneigten Menschen in maximalschnellster Zeit sehr satt und sehr glücklich zu machen.

Es ist ein bißchen aufwändiger, aber nahezu idiotensicher und lässt sich prima vorbereiten. Der Boden ist ziemlich fest und keksartig, die Creme je nach Temperatur fest und trüffelig oder ziemlich cremig. Die Tarte taugt als Schweinerei für die sonntägliche Kaffeetaffel ebenso wie als Dessert (auch prima mit einem Schlag Vanillesoße oder Eiscreme).

Mürbteigboden

120 gr. zimmerwarme Margarine (Alsan bio)
30 gr. gemahlene Mandeln
1 Prise Salz
1 Eßl. Sojamehl mit etwas Wasser verrührt
90 gr. Puderzucker
175 gr. Weizenmehl (ich habe die Ökotrine in mir überwunden und statt Vollkornmehl Type 405 genommen, weil ich einen helleren Boden haben sollte - dummerweise hat sich der Keksboden letztlich durch die Schokomasse wieder dunkel verfärbt, also isses im Grunde egal. Nehmt einfach was ihr wollt.)

Hülsefrüchte zum Blindbacken

Butter, Salz, Mandeln, Sojamehlwasserpamps in eine Schüssel geben. Den Puderzucker und die Hälfte des Mehls darübersieben und alles rasch verkneten. Nun das restliche Mehl einsieben und ebenfalls einkneten. Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einschlagen und im Kühlschrank parken (möglichst 1-2 Stunden, geht auch prima über Nacht).

Eine Tarteform (28 cm) einfetten oder mit Backfolie ausschlagen. Den Mürbteig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie dünn ausrollen und die Form damit bekleiden. Ich mache es immer so, das ich die Platte für den Boden mit dem Bodenteil der Kuchenform "aussteche" und vorsichtig umdrehe, die Frischfolie abziehe und aus dem Rest des Teiges eine kleine Wand bastele. Ist manchmal ein bißchen fisselig, aber ett hätt noch immer joot jejange.

Den Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen und nochmal für 30 Minuten im Kühlschrank plazieren.

Dann den Backofen auf 180°C vorheizen, den Teig mit Backpapier bedecken, mit Hülsenfrüchten auffüllen und 15 Min. blindbacken. Danach das Papier und die Hülsenfrüchte vorsichtig entfernen und den Teig weitere 15 Min. sehendbacken. Den Tarteboden in der Form komplett auskühlen lassen.

Whiskey-Schokoladenhaube

90 gr. Margarine
100 gr. Hafersahne
350 gr. Zartbitterkuvertüre (Obacht! Hier wird ganz gerne Milchpulver untergejubelt, also Zutatenliste lesen!)
3 Eßl. Whiskey

Kakaopulver zum Bestäuben

Margarine und Sahne im Kochtopf erhitzen, bis die Margarine sich aufgelöst hat. Kuvertüre hacken und einrühren, Whiskey dazugegeben und flott verrühren, bis sich eine homogene Masse gebildet hat. Schokomasse auf den Tarteboden geben und für mindestens 2 Stund kühl stellen.

Mit Kakaopulver bestäuben, in Stücke schneiden, auffuttern, ziemlich geil finden - nicht aufhören können und ins Fresskoma fallen.

Schönen Sonntag ;)

(Edit - eine liebe Leserin hat die Tarte mit Sojasahne statt Hafersahne getestet...klappt und schmeckt! Danke fürs Testen!)

Sonntag, 23. August 2009

Wanderbrot

Das Rezept fürs Wanderbrot ist umgezogen und wohnt jetzt hier -
http://danielamohr.com/mohrblog/2014/09/18/powerbrot/

Samstag, 4. Juli 2009

Kleine Schoko-Spässe

Zum Wochenende hin packt mich hin und wieder die Lust auf kleine, süße Schokoladenbackwerke, die ohne viel Aufwand flott aus dem Ofen zu hexen sind.

Zutaten:
2 Tassen Mehl (ich nehme meistens Dinkelvollkornmehl)

1 Tasse Zucker
1 Tasse Kakao
2 Teelöffel Weinsteinbackpulver

1/2 Teel. Salz
1 Tasse Sojareismilch (oder andere Pflanzenmilch)

1 halbe Tasse Öl

100 gr. Zartbitterschokolade


Die trockenen Zutaten in einer Schüssel kurz durchmischen und mit Öl und Milch verrühren. Die Schokolade hacken und untermischen.
Backofen auf 175 Grad vorheizen, den Teig in Muffinförmchen füllen und ca. 25-30 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Meistens reichen für unseren zweiköpfigen Haushalt pro Kopf 1-2 Muffins, um den Schokoladenheißhunger zu stillen. Den restlichen Teig fülle ich daher meistens in ausgefettete und mit Semmelbröseln ausgestreute Schraubgläser (ca. 1/3 Füllhöhe) und stelle sie zu den Muffins in den Ofen. Wenn der Teig in den Gläsern durchgebacken ist (ebenfalls: Stäbchenprobe), schraube ich noch heiß die Deckel auf, lasse die Kuchen im Glas auskühlen und verfrachte sie ins Vorratsregal. Im Falle eines Schokoladenheißhungernotfalls (der bei mir zugebenermassen nur noch sehr, sehr selten vorkommt seit ich kaum noch Zucker und Geschmacksverstärker zu mir nehme) öffne ich einfach mit einem charmanten "Plopp" einen Glaskuchen, fahre einmal mit einem Messer um den Kuchen herum und habe wuppdich! einen runden, kleinen, saftigen Kuchen auf dem Teller. Heureka!


Eine weitere Variante: Vor dem Backen ein Stück Zartbitterschokolade in die Teigmitte setzen, wieder mit Teig bedecken und backen. Wenn man diesen Klops warm serviert, darf man sich über einen flüssigen Schokokern freuen.

Dienstag, 14. April 2009

Mandeln! Milch! Mandelkuchen!


Teil 2 der Reihe "Pflanzenmilch aus dem Holle-Kochstudio - heute: Mandelmilch"

Zubereitung der Mandelmilch:
200 gr. süße Mandeln mit heißem Wasser übergießen und ein Weilchen in diesem bräunlichen Sud planschen lassen, bis sich die Schale leicht abziehen lässt. Die Mandeln schälen und in ca. 500 ml Wasser über Nacht einweichen lassen (praktischerweise direkt im Mixbecher). Die Mandeln mit dem Wasser im Mixer gründlich pürieren, bis ein weißer Brei entsteht. Den Pamps in einen großen Kochtopf geben und zusammen mit ca. 800 ml Wasser auf kleiner Flamme erhitzen (möglichst nicht kochen). Durch ein Baumwolltuch in eine Kanne absieben und gut ausdrücken. Die Milch mit ca. 3/4 Teel. Salz und ein Eßl. Agavendicksaft verrühren und kalt stellen.

Für mein Empfinden - absolut lecker! Sahnig mit einem ganz dezenten Mandelgeschmack, absolut kaffee-/kakao-/müslitauglich und auch pur köstlich.

Jetzt habe ich aber immer noch die ausgedrückten Mandelkrümel im Baumwolltuch....was tun? Wegwerfen? Tz, aber nicht doch....dann doch lieber in einen Kuchen rühren, und zwar wie folgt:

Apfel-Mandelkuchen
200 gr. Mandelkrümel aus Mandelmilchproduktion
200 gr. Dinkelvollkornmehl
300 ml. Hafermilch
100 gr. Haferflocken
100 gr. Rosinen
1 Päckchen Weinsteinbackpulver
2 Eßl. Amaretto
3 Eßl. Agavendicksaft
50 ml. Alba-Öl (oder anderes Pflanzenöl)
2 kleine pürierte Bananen
1 säuerlichen Apfel

Alle Zutaten mit dem Handmixer verrühren und in eine ausgefettete und mit gehobelten Mandeln ausgestreute Springform füllen, den Apfel schälen, in Streifen schneiden und den Kuchen damit belegen. Eine kleine Handvoll Mandelhobel drüberstreuen und bei 190 Grad ca. 50 Minuten backen.

Ein saftiger, absolut nicht zu süßer, im Grunde unspektakulärer aber dennoch annehmbar leckerer Kuchen - eher was fürs Frühstück als für die sonntägliche Familien-Kaffeetafel.

Sonntag, 15. März 2009

Walnuß-Möhren-Frühstücksmuffins

- mit fröhlich-kauendem Gruß an Athena -
Zutaten

1 Würfel frische Hefe
500 ml lauwarmes Wasser
1 Eßl. Zuckerrübensirup
500 gr. Dinkelvollkornmehl
2 Teel. Salz
2 Eßl. naturtrüber Apfelessig
150 gr. Walnüsse
3 kleine Möhren

Das Wasser in eine Rührschüssel geben, die Hefe hineinbröseln und zusammen mit dem Zuckerrübensirup verrühren, bis sich alles aufgelöst hat. Mehl, Salz und Essig zugeben und mit dem Knethaken des Handmixers gut verkneten. Die Walnüsse nicht zu fein hacken (einfach auf ein Schneidbrett legen und mit einem großen Messer zerkleinern), Möhren raspeln und beides unter den Teig kneten.

Eine Muffinform mit wenig Öl auspinseln und mit Sesam ausstreuen, den Teig in die Förmchen geben (1 gut gehäufter Eßlöffel pro Stück), ein wenig Sesam aufstreuen und in den kalten Backofen stellen. Backofen auf 200 Grad einstellen und die Frühstücksböller ca. 30 Minuten backen, bis sie bräunen. (ggf. Stäbchenprobe).

Muffins aus der Form nehmen, kurz auskühlen lassen und zum Frühstück verschlingen - schmecken sowohl süß mit Marmelade als auch herzhaft belegt. Oh, happy day.

(Der Teig reicht schätzungsweise für ca. 20 Muffins- da ich nur 12 Förmchen habe, habe ich aus dem Restteig noch in einer kleinen Kastenform ein Brot gebacken. von dem wir sicherlich bis morgen futtern werden.....für einen "normalgefräßigen" Haushalt reicht also sicherlich auch die Hälfte des Teigs für ein Frühstück aus. Und selbstverständlich muss man den Teig auch nicht in einer Muffinform ausbacken, von der Konsistenz her sind es ja sowieso eher Brötchen als klassische Muffins - aber der Teig ist so einfach besser in Form zu halten)

Dienstag, 10. März 2009

Die Rettung der tierfreien Kaffeetafel - Hefekranz mit Nussfüllung

Im gleichen Maße wie mich die tierfreie Küche begeistert, stürzte mich die tierfreie Backstube in tiefste Verzweiflung - meine erste tierfreie Sachertorte hatte ein Problem mit fester Bindung und bröselte in gefühlten 1000 Einzelteilen aus der Backform, ein Zitronenkuchen ging im Ofen erst frohlockend auf um dann umgehend wieder in sich zusammenzufallen und als matschiger Ballen zu enden....eine Möhrentorte war beim ersten Anlauf ebenso bröselig wie die Sachertorte, im zweiten Anlauf matschiger als der Zitronenkuchen...einzig solide gelungen war da bisher mein Kiba-Schokokuchen, aber die Aussicht bis zu meinem Lebensende ausschließlich dieses Backwerk auf dem Kaffeetisch zu sehen, erfreute mich ja nun doch eher bedingt.

Eine Freundin von Mandy hatte den Tip parat, bei einem Mürbeteig dessen Rezept meist nur 1 Ei vorsieht selbiges durch 1 Eßlöffel Öl zu ersetzen - und das Ergebnis eines Apfelkuchen-Versuchs war zumindest leidlich bis ausbaufähig, aber nicht begeisternd. Milch und Butter tierfrei zu ersetzen scheint weitestgehend problemlos möglich, aber die blöden Eier lassen mich vor dem Backofen oft die Haare raufen. Doch auch wenn der Deckel der Biotonne nicht mehr runtergeht - ich habe einen fanatischen Ehrgeiz entwickelt, ich will nur EINEN einzigen leckeren Kuchen, der bitteschön nicht nach freudlosem Veganklischee aussieht und bitteschön schmeckt.

Gestern auf der Heimfahrt klingelte es plötzlich im Hirnstübchen...Hefeteig....was bin ich doch für ein Dämel, das ich da nicht sofort drauf gekommen bin! Brot funktioniert doch auch ohne die Bindung von Eiern....und das Ganze dann einfach mit Zucker und Sojamilch als süße Variante...nix wie heim an den Ofen, das muss getestet werden...aber hurtig!

Und nun, zwei Testläufe später, präsentiert das Holle-Backstudio mit sabbernden Mundwinkeln den simplen, aber extrem leckeren

Hefekranz mit Haselnuss-Füllung (falls das Orchester noch nicht vor Langeweile eingeschlafen ist, wäre ein kleiner Trommelwirbel echt mal ein netter Zug!)

Zutaten:
300 ml Sojareismilch (jede andere Pflanzenmilch geht sicher auch)
50 g Rohrzucker
1 Würfel Hefe
500 gr. Dinkelmehl Type 1050
1 Eßl. naturtrüber Apfelessig
50 ml Weizenkeimöl
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
1 Prise Salz

100 gr. Margarine
75 g. Rohrzucker
2 Eßl. Wasser
2 Eßl. Hafersahne
200 gr. gemahlene Haselnüsse

1 Eßl. Aprikosenmarmelade

Die Sojareismilch leicht erwärmen und den Würfel Hefe einbröseln und auflösen, den Zucker zugeben, alles verrühren und an einem warmen Ort (in meinem Fall: am Ofen) zugedeckt ca. 10 Minuten ruhen lassen, um die Hefe zu aktivieren. Nach einer Weile fängt es an zu schäumen und zu gären - perfekt, nun also das Mehl, den Essig, das Öl, Vanillezucker und Salz einkneten, bis ein zäher weicher Teig entsteht. Diesen nochmal in der Schüssel am Herd aufgehen lassen - Dauer: so lange bis die Füllung fertig ist...also, keine Hektik beim Zubereiten der Haselnussmasse.

Für die Füllung die Margarine in einem Topf schmelzen und den Zucker einrühren, bis er (zumindest teilweise) geschmolzen ist. Dann die Haselnüsse einrühren, 2 Eßl. Wasser und 2 Eßl. Hafersahne einrühren, etwas probieren (vollkommen unnötig), lecker finden.

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Hefeteig zu einem Rechteckt ausrollen und mit der Füllung bestreichen, einrollen und vorsichtig als Kranz in eine gefettete Tarte-Form legen. Die Aprikosenmarmelade erwärmen und den Kranz damit bestreichen. Mit ein paar gehobelten Mandeln oder Haselnüssen (oder Sonnenblumenkernen oder Walnüssen oder....was halt gerade da ist) bestreuen und in den kalten Ofen stellen.

Den Ofen auf 200°C einstellen. Den Kranz nach ca. 15 Minuten mit Alufolie abdecken, sonst wird er durch die Marmelade schnell zu dunkel (dieses Schicksal ereilte Prototyp 1, war aber trotzdem lecker). Insgesamt 30 Minuten backen, danach die Hitze ausschalten und den Kranz noch 10 Minuten im geschlossenen Ofen stehen lassen.

Abkühlen lassen, aufschneiden, absolut lecker, süß und kaffeetafeltauglich finden...jippieh, es lebe die tierfreie Backstube!

Da der Kuchen für morgen zum Afterwork-Kaffeeklatsch versprochen ist, gibt es von der End-Version nur ein Foto im unangeschnittenen Zustand - einen Einblick gibt es aber in den Rest vom ersten leicht überbräunten Prototypen. Der ist allerdings mittlerweile schon etwas vertrocknet. Man stelle sich also das Innere saftiger vor und das Äußere schöner - dann passt's.

Und ich? Ich freue mich. Wer braucht schon Eier zum Backen?