Samstag, 17. Juli 2010

"Was futtert man als Pflanzenfresser", Teil 1456

Sobald das Gespräch in neuer Runde auf das Thema "Ernährung" kommt, sind die Gesprächstpartner oft überrascht bis pikiert wenn ich sage ich keinerlei tierische Produkte zu mir nehme. "Was? Kein Käse, kein Fleisch, keine Eier, keine Butter?? Was ISST man den da? DAS wäre mir zu langweilig, da darf man ja GAR nix essen! Also nee, dafür bin ich viel zu sehr Genießer. Ich esse und genieße so gerne, ich möchte mich nicht so quälen wie Du!".

Die meisten "Normalköstler" unterliegen hier aber oft einem Denkfehler - sie sehen vor ihrem inneren Auge ihren eigenen Speiseplan und ihre eigenen, persönlichen Lieblingsgerichte und denken sich davon die tierischen Zutaten weg - und übrig bleibt dann meistens tatsächlich ein trauriger, freudloser, trockener Gemüserest oder ein Häuflein Reis/Nudeln ohne Soße.
Nehmen wir als Beispiel mal das, was man so unter einem reichhaltigen und leckeren Frühstück versteht: Eine große Tasse dampfenden Milchkaffee mit ordentlich Milchschaum, dazu ein belegtes Brötchen mit einem französischen Käse, ein Buttercroissant, ein paar Weintrauben oder Erdbeeren, gerne auch noch ein Rührei mit krossem Speck oder ein gekochtes Ei. Und nun denken wir uns aus diesem Bild einfach mal alle tierischen Zutaten weg....übrig bleibt eventuell ein trockenes Brötchen (wenn überhaupt - viele Bäckereien verwenden Backmischungen die Milchbestandteile enthalten) ohne Belag.....schwarzer Kaffee...und äh....ein paar Trauben und Erdbeeren. Trockenes Brot und eine Handvoll Obst. Eine traurige Ausbeute. Das dieses karge Mahl für niemanden verlockend oder gar genußvoll erscheint, verstehe ich sehr wohl.

Nun ist es aber so, das ich nicht einfach ersatzlos alles Tierische von meinem Speisenzettel streiche und wehmütig bei trocken Brot und Möhrchen darbe, sondern einfach andere Dinge esse als der gemeine Otto Normalmischköstler. Zudem backe und koche ich einen großen Teil von meinem Speiseplan selbst, ohne tierische Produkte zu verwenden. Ein Frühstück im Hause Holle sieht dann z.B. so aus: Walnuss-Möhren-Brötchen mit Avocado, getrockneten Tomaten oder gegrillter Paprika. Auch dünn geschnittener Räuchertofu mit Schnittlauch schmeckt sehr gut auf Brot. Dazu ein Obstsalat mit Äpfel, Bananen, Blaubeeren, gerösteten Mandeln und Vanillejoghurt (Soja), Milchkaffee mit Dinkelmilch (die bisher jeden Mischköstler gleich beim ersten Schluck begeistert hat, übrigens). Im Bioladen gibt es einen sehr leckeren
Sojafrischkäse von Heirler und viele kreative Brotaufstriche wie z.B. scharfen Paprika-Nuss-Aufstrich oder Pfeffer-Ingwer....Tomate-Ruccola.....Curry-Ananas. Manchmal backe ich auch Früchte- oder Nussbrot zum Frühstück, was mit diversen Nusscremes und Marmeladen bestrichen ziemlich schnell in diversen Schlündern verschwindet. Pudding, Kuchen, Pfannkuchen, Waffeln und Törtchen lassen sich sehr leicht in tierfreier Ausführung mit Pflanzenmilch und Margarine statt Kuhmilch und Butter herstellen, Eier lassen sich leicht ersetzen oder werden einfach weggelassen. Und wenn mir der Sinn nach etwas Herzhaft-Deftigem steht, brate ich zerkrümelten Tofu mit Zwiebeln, Sojasoße, Pfeffer und Salz in der Pfanne knusprig, eventuell gebe ich noch frische Champignons dazu, streue frischen Schnittlauch darüber und schaufele das Ganze auf eine frische Scheibe Roggenbrot.

Bei Mittag- oder Abendessen stellt es sich ähnlich dar. Ein Beispiel: Ich war zu Besuch bei Bekannten. Normalerweise frage ich vorher nach was es zu essen gibt und biete gerne an mir selbst was mitzubringen (und tue das auch wirklich gerne, dann weiß ich wenigstens das es schmeckt und ich nicht auf irgendwelchen merkwürdigen "Fleischalternativen" wie Tofu-Würstchen oder Sojaschnitzel herumkauen muss)....in dem Fall kam aber "Nee, nee, kein Problem, ich mach' Dir was!" Ende vom Lied: Es gab für die Normalköstler Schweinefilet in Pilzrahmsoße, dazu Kartoffelgratin und Salat (mit Schinken und Käse). Für mich wurde dann vollkommen kreativ und hilfsbereit ein Teller trockene Kartoffeln beiseite gestellt und es gab ein paar grüne Salatblätter mit Essig, Öl und Salatfix-Mischung von Knorr. Und die mitleidigen Blicke und Sprüche wie "Also, nee.....Pflanzliches Essen, das wär' ja nix für mich, ich bin ja Genießer!" gab's kostenlos dazu. Verständlicherweise. Wenn ich mir vorstellen würde, das es Leute gäbe, die von trockenen Kartoffeln und langweiligem Kopfsalat mit Fertigsoße leben, würde ich vor Mitleid zerfließen.
Aber - zum Glück kommt mir so ein freudloser, unkreativer Scheiß nicht auf den Teller. Puh. Ich liebe scharf gewürzte Gemüsecurrys oder indische Dhals mit selbstgebackenem Naan-Brot, Pizza mit frischen Tomaten, Oliven, Mais und sonstigem Gemüse und einer Kruste aus Cashewsahne, exotische Eintöpfe, Rosmarinkartoffeln mit Paprikagemüse, Gemüsetartes und -quiches, Bohnensalsa mit Nachos und Guacamole, und ja - auch der gerne-belächelte Tofu lässt sich sehr köstlich und vielseitig einsetzen.....scharf gewürzt mit Nusskruste, oder knusprig gebraten mit Sesam-Panade....in Zitronen-Ingwer-Marinade eingelegt, oder gegrillt, gebacken, gekocht, püriert und zu Dips verarbeitet, in Kuchen verbacken. Reis- Nudel- oder Kartoffelsalate sind prima fürs Büro oder als Beilage zum Grillen. Wobei...Grillen? Was kann man als Veganer schon großartig grillen - Maiskolben vielleicht? Stimmt - Maiskolben mit Salz und Kräutern eignen sich prima, ebenso wie Backkartoffeln, gefüllte Champignons oder Tomaten, Paprika oder Tofu-Spiesse mit Ananas und Bananen. Hin und wieder mag ich auch Pflanzenfleisch auf dem Grill, wie z.B. die Quinoa-Bratlinge von Grano-Vita.

Hin und wieder höre ich dann auch Sprüche wie "Das ist aber nur halbherzig....wenn man so nachgemachte Frikadellen ißt, das ist ja gar nicht konsequent". Bislang wußte ich allerdings nicht, das das Zusammenmischen diverser Zutaten zu einem bratfähigen Klops allein der Fleischindustrie vorbehalten ist und...ach, im Grunde ist es mir dann doch wieder viel zu egal, für wie "konsequent" oder "halbherzig" man mich hält.
Unterwegs essen ist auch deutlich unkompliziertes als "man" denken mag. In nahezu jedem Dönerladen gibt's Falafel, die in den meisten Fällen ohne tierische Zutaten auskommt. Ein Falafel-Sandwich mit Salat z.B. ist als flotter Mittagssnack absolut lecker und ausreichend. Indische oder asiatisches Restaurants haben meist von Haus aus schon tierfreie Speisen auf der Karte, und sind ansonsten auf Nachfrage immer gerne bereit, Butter durch Öl zu ersetzen, oder den Käse wegzulassen. Eine frische Gemüsepizza beim Italiener schmeckt im übrigen durchaus ohne Käsekruste, Nudeln sind auch mit Tomaten- oder Gemüsesoße schmackhaft - und man hängt hinterher magenmässig auch nicht so in den Seilen wie nach einem Teller Tortellini ala panna oder einer Combinazione.


Was gibt's noch? Kuchen? Wenn jemand der Meinung ist, die tierfreie Backstube gibt maximal bröselige Vollkorngugelhüpfe her, den werde ich gerne mit meiner Whiskey-Trüffel-Tarte, einer Erdbeertorte mit Cremefüllung, diversen Mohn- oder Nusshefezöpfen oder Schokoladen-Törtchen zwangsmästen. Und danach gibt's noch Schoko-Chili-Creme mit Himbeerhäubchen, Mandelpudding, Bananen-Eis oder Kirschhütchen obendrauf. Wer dann noch nicht geplatzt ist, bekommt noch Trüffelschokolade oder Vanillepralinès hintergeschoben. Und dann ist garantiert Ruhe. Ha
. (Nachtrag: Natürlich stehe ich nicht jeden Tag in der Küche und koche und backe....ich esse auch mal Fastfood wie Pommes (natürlich nur ohne Milchpulver...ha, man kann sich nur wundern was die Industrie überall ins Essen panscht) mit Ketchup, oder Nudeln mit Fertigsoße, Chips oder ein einfaches Tomatenbrot zum Abendessen. Genau wie jeder Otto Normalköstler das auch tut - nur mit dem Unterschied das mein Fastfood ist ohne "Muh" und Mäh!" auskommt)

Donnerstag, 3. Juni 2010

Bananensesamfeiertagseismitseidentofu

Eine Packung Seidentofu, der schon kokett in Richtung Mindesthaltbarkeitsdatum winkt, einige Bananen, die ziemlich nahe am Reifezenit kratzen, und der Umstand, das der Sommer dieses Jahr auf einen Feiertag fällt, ist eine phantatisch günstige Kombination für ein leckeres Feiertagsschmecker-Eis mit prägnantem, aussagekräftigen Namen:

Bananensesamfeiertagseismitseidentofu


Dazu benötigt man/frau

400 gr. Seidentofu

4 vollreife Bananen (ergab bei mir 400 gr. Bananenfleisch ohne Schale)

bis zu 100 gr. Agavendicksaft (je nach Reifegrad der Bananen)

1 Eßl. dunkles Sesamöl

2 Eßl. geröstete Sesamkörner


Seidentofu kurz auf ein Sieb geben und abtropfen lassen und zusammen mit den gestückelten Bananen, dem Agavendicksaft (nicht zuviel, lieber zwischendurch abschmecken) und dem Sesamöl in einen Mixer geben und zu einer homogenen Creme zermixern. Den Sesam zugeben und nochmal kurz durchrühren. Entweder in die Eismaschine geben und ca. 20-30 Minuten rödeln lassen oder in einer Schüssel ins Tiefkühlfach stellen. Zwischendurch ein paar Mal durchrühren,
damit sich keine Eiskristalle bilden (bzw. nicht zuviele Eiskristalle...ganz ohne klappts bei mir nie).

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten - entweder das Eis sofort aus der Schüssel in den Ranzen löffeln, es ist so lecker das es im Grunde kein großartiges Chi-Chi oder Deko-Gedöns braucht. Wenn man aber - wie ich - auf Chi-Chi-Tamtam steht, kann man das Eis in kleinen Förmchen gefrieren lassen, kurz antauen lassen, auf einen Teller stürzen, mit Zucker bestreuen und selbigen via Mini-Flammenwerfer in eine feine Knack-Karamellkruste verwandeln. Oder mit Sesamkrokantblättchen belegen (Zucker mit ein wenig Butter im Topf langsam schmelzen, Sesam zugeben, verrühren und auf geöltem Backpapier erkalten lassen, in Stücke hacken). Falls das noch nicht genug Tamtam ist, das örtliche Philharmonie-Orchester dazubitten und...hmm....auffuttern (das Eis, nicht das Orchester)

(Leider waren keine Tamtam-Kapazitäten übrig um ein ansprechenderes Foto zu kreiern....nun ja...irgendwatt iss' ja immer)

Mittwoch, 2. Juni 2010

Frollein Holles Lesetip für Juni

Falls jemand schon immer mal das Rezept für meine Zucchinitorte ausdrucken wollte, aber bisher nie dazu gekommen ist, dem sei die neueste Ausgabe des Ox-Fanzines ans Herz gelegt - Seite 18 aufschlagen und voilà...da hammers ;) Na, sind die Leutz vom Ox nicht nett??

Klick zum Ox!

Danke an die grandiose Uschi für diesen Spass!

Mittwoch, 26. Mai 2010

Brot. Nur Brot. Punkt.


Als ich auf einer Party zum ersten Mal von diesem Brot gegessen habe, war ich gleich verliebt. So verliebt, das ich mich am nächsten Morgen gleich auf eine Rundreise durch alle verfügbaren Social Networks gemacht habe, um die Brotbäckerin und somit auch das Brotrezept ausfindig zu machen - und Web 2.0-sei-Dank fand ich zwei Tage später eine Mail mit dem Rezept in meinem virtuellen Briefkasten.

Allerdings klang die Zubereitung so einfach und simpel, das ich neverever glauben wollte das bei einem schlichten Zusammenmatschen von Wasser, Mehl und Hefe so ein lockeres, fluffiges Fladenbrot rauskommen sollte. Aber Versuch macht kluch - und so geschah es. Kein Firlefanz - einfach nur: Brot.

Man benötigt 500 ml lauwarmes Wasser, 2 Päckchen Trockenhefe (ich taste mich gerade ran, ob weniger Hefe auch reicht- Ich bin mittlerweile bei 1,5 Päckchen und es klappt genauso gut. Beim nächsten Mal nehme ich nur eins, mal schauen. Aber im Grundrezept stehen halt 2 Päckchen) und ca. 600 gr. Mehl (bisher von mir mit Weizenvollkornmehl und Type 405 getestet. Funktioniert beides großartig. Bei Type 405 wird der Teig einen Tack flüssiger, evtl. etwas mehr Mehl zugeben). Dazu ein bißchen Salz, Öl, Gewürze nach Geschmack und los geht's. Man braucht noch nicht mal einen E-Mixer, ein simpler Schneebesen langt. Ist das einfach oder ist das einfach? Ha?

Wasser in eine Schüssel geben, die Trockenhefe einrühren, 300 gr. Mehl zugeben und kurz mit dem Schneebesen durchschlagen. 2 Teel. Salz, einem Eßlöffel Öl und 1-2 Eßlöffel Kräuter oder Gewürze zugeben und zusammen mit dem restlichen Mehl verrühren. Der Teig ist schon recht weich, sollte sich aber schon ein wenig vom Schüsselrand lösen, evtl. noch Mehl zugeben. Die Schüssel für ca. 4-5 Stunden im Kühlschrank parken (über Nacht geht auch super). Am nächsten Morgen/nach 4-5 Stunden den Teig für 2 Stunden an einen warmen Ort stellen. Im Originalrezept heißt es:

Aus dem Kühlschrank nehmen und ca. 2 Stunden in eine halbwegs warme Ecke stellen. Ein Backblech mit Backpapier versehen und den Teig vorsichtig aus der Schüssel mit einem Teigschaber aufs Backblech fallen lassen. Dabei soll möglichst wenig Luft aus dem Teig entweichen.

Ich mache es allerdings so, das ich den Teig aus dem Kühlschrank nehme, in eine mit etwas Öl ausgepinselte Silikonspringform umlade und in dieser Form 2 Stunden in der Sonne/am Ofen stehen lasse. Dann kann das Brot komplett mit der Form in den Ofen wandern. Wenn die Wartezeit vorbei ist, pinsele ich die Oberfläche noch mit etwas Öl ein und bestreue sie mit irgendwas, das zu dem Öl und den beigemischten Gewürzen/Kräutern passt.

(bereits getestet: Chiliöl, Chiliflocken / bestreut mit Chiliflocken und grobem Meersalz
Olivenöl, Rosmarin und Thymian / ebenfalls mit Kräutern und Meersalz bestreut
Sesamöl, gerösteter Sesam / bestreut mit Sesam und Schwarzkümmel)

Den Backofen auf 220 Grad vorheizen, das Brot einschieben (eine halbe Tasse Wasser auf den Backofenboden gießen - ziemlich unnötig, aber ich kann's nicht lassen), nach 15 Minuten auf 200 Grad runterschalten und ca. 10-15 Minuten im Ofen lassen. Aus der Form nehmen (sofern man eine verwendet) und auf dem Rost bei ausgeschaltetem Ofen noch ein wenig "nachbrennen".

Der Firlefanz mit heißem Wasser und verschiedenen Backtemperaturen ist aber im Grunde ebenfalls für die Füße - es reicht, das Teil bei ca. 200 Grad 30 Minuten brutzeln zu lassen und ggf. mit Alufolie abzudecken wenn es zu dunkel wird.

Feddisch.

Zusammenfassung: Wasser mit Hefe, Mehl, Salz, Öl und Gewürzen verrühren, im Kühlschrank parken, 2 Stunden wieder aufwärmen und gehen lassen, aufs Blech donnern, backen, essen. Passt als Grillbeilage, zu Eintöpfen, um Soße aufzustippen und lässt sich auch prima mit Salat füllen für auffe-Hand.

Ist das einfach oder ist das einfach? Sach' ich doch!

Sonntag, 23. Mai 2010

Schoko-loko-tarte mit Schwips


Liebe Asketen und Kalorienzähler, ihr müsst jetzt sehr tapfer sein - denn das Backwerk das ich heute kreiert habe und hier vorstellen möchte, besteht ausschließlich aus Zucker, Fett und Alkohol und dient einzig und allein dazu, einen geneigten Menschen in maximalschnellster Zeit sehr satt und sehr glücklich zu machen.

Es ist ein bißchen aufwändiger, aber nahezu idiotensicher und lässt sich prima vorbereiten. Der Boden ist ziemlich fest und keksartig, die Creme je nach Temperatur fest und trüffelig oder ziemlich cremig. Die Tarte taugt als Schweinerei für die sonntägliche Kaffeetaffel ebenso wie als Dessert (auch prima mit einem Schlag Vanillesoße oder Eiscreme).

Mürbteigboden

120 gr. zimmerwarme Margarine (Alsan bio)
30 gr. gemahlene Mandeln
1 Prise Salz
1 Eßl. Sojamehl mit etwas Wasser verrührt
90 gr. Puderzucker
175 gr. Weizenmehl (ich habe die Ökotrine in mir überwunden und statt Vollkornmehl Type 405 genommen, weil ich einen helleren Boden haben sollte - dummerweise hat sich der Keksboden letztlich durch die Schokomasse wieder dunkel verfärbt, also isses im Grunde egal. Nehmt einfach was ihr wollt.)

Hülsefrüchte zum Blindbacken

Butter, Salz, Mandeln, Sojamehlwasserpamps in eine Schüssel geben. Den Puderzucker und die Hälfte des Mehls darübersieben und alles rasch verkneten. Nun das restliche Mehl einsieben und ebenfalls einkneten. Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einschlagen und im Kühlschrank parken (möglichst 1-2 Stunden, geht auch prima über Nacht).

Eine Tarteform (28 cm) einfetten oder mit Backfolie ausschlagen. Den Mürbteig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie dünn ausrollen und die Form damit bekleiden. Ich mache es immer so, das ich die Platte für den Boden mit dem Bodenteil der Kuchenform "aussteche" und vorsichtig umdrehe, die Frischfolie abziehe und aus dem Rest des Teiges eine kleine Wand bastele. Ist manchmal ein bißchen fisselig, aber ett hätt noch immer joot jejange.

Den Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen und nochmal für 30 Minuten im Kühlschrank plazieren.

Dann den Backofen auf 180°C vorheizen, den Teig mit Backpapier bedecken, mit Hülsenfrüchten auffüllen und 15 Min. blindbacken. Danach das Papier und die Hülsenfrüchte vorsichtig entfernen und den Teig weitere 15 Min. sehendbacken. Den Tarteboden in der Form komplett auskühlen lassen.

Whiskey-Schokoladenhaube

90 gr. Margarine
100 gr. Hafersahne
350 gr. Zartbitterkuvertüre (Obacht! Hier wird ganz gerne Milchpulver untergejubelt, also Zutatenliste lesen!)
3 Eßl. Whiskey

Kakaopulver zum Bestäuben

Margarine und Sahne im Kochtopf erhitzen, bis die Margarine sich aufgelöst hat. Kuvertüre hacken und einrühren, Whiskey dazugegeben und flott verrühren, bis sich eine homogene Masse gebildet hat. Schokomasse auf den Tarteboden geben und für mindestens 2 Stund kühl stellen.

Mit Kakaopulver bestäuben, in Stücke schneiden, auffuttern, ziemlich geil finden - nicht aufhören können und ins Fresskoma fallen.

Schönen Sonntag ;)

(Edit - eine liebe Leserin hat die Tarte mit Sojasahne statt Hafersahne getestet...klappt und schmeckt! Danke fürs Testen!)

Donnerstag, 18. März 2010

Verbrauchertip des Tages

Bald ist Ostern - na, was liegt bei euch denn so im Osterkörbchen?

Klick mich!: Kitkat - Süßes mit bitterem Beigeschmack

Montag, 1. März 2010

Knusperwürzige Linsenplätzchen


Diese pikanten Klopse vereinen zwei meiner großen Vorlieben in der Küche - die Vorliebe für rote Linsen und die Vorliebe fürs Mit-den-Händen-im-Essen-matschen. Außerdem ist es fix gemacht, als Linsenjunkie habe ich immer eine große Schüssel gekochter Linsen im Kühlschrank. Das Grundrezept ist an die Chickpea-Cutlets aus dem Veganomicon angelehnt.

Zutaten:
1 Tasse gekochte rote Linsen
1 halbe Tasse Semmelbrösel
1 halbe Tasse Gluten
2 Eßl. Sojasoße
2 Eßl. Sesamöl (geröstet)
1 Eßl. Limettensaft
1/4 Tasse Wasser
1 Chilischote, groß, rot scharf (Ähnlichkeiten mit der Autorin sind natürlich rein...naja....also...)
je nach Gusto Koriander, Kreuzkümmel, Paprika, Ingwer, Zimt
Sesam, Schwarzkümmel
Kokosöl zum Braten

Die Linsen in einer Schüssel per Löffel mit den Semmelbröseln, der Sojasoße und dem Öl vermischen, nach Geschmack würzen, die Chili fein hacken und unterrühren. Das Gluten drüberstreuen, Wasser zugeben und...jippieh...gründlich mit den Händen zu einer festen Masse vermatschen, bis der Teig anfängt, gummiartige Fäden zu ziehen. Nun zu Bällchen, flachen Talern oder wahlweise der Venus von Milo formen, in Sesam und Schwarzkümmel wälzen und in einer Pfanne in heißem Kokosöl knusprig braten.

Die Linsentaler sind heiß schon großartig als Beilage zu allen und jedem, aber kalt fast noch besser. Somit sind sie ein optimales Büro-Mittagessen und schmecken sowohl dem omnivoren Loverboy als auch dem fleischfressenden Lieblings-Chef.

Ich liebe es ja wenn die Schärfe am Gaumen kesselt, aber zu etwas milderen Currys mit Kokosmilch lasse ich die Chilischote aus Harmoniegründen meistens weg. Zu indischen Gerichten passt auch Garam Masala als "Hauptwürze" sehr gut (hier lasse ich die Chili auch schon mal weg und nehme gehackte Datteln) und falls wieder mal Vampire am Fenster kratzen, ist Knoblauch auch eine köstliche Ergänzung zur o.g. Zutatenliste.

(Ich weiß, die Teile auf dem Foto könnten deutlich besser angerichtet oder dekoriert sein, aber hey...ich hatte HUNGER!)