Montag, 15. September 2014

Umzug!

Einen wunderschönen guten Morgen an alle Fans der pflanzlichen Küche ;)

Auch wenn so mancher gegenteiliges munkelt, lebe ich noch..und koche und blogge sogar hin und wieder, hört, hört! Ich habe meine zahlreichen Blogs zu einem einzigen zusammengefasst und nach und nach werden alle Rezepte von dieser Seite dorthin umziehen...und natürlich gibt es auch Neues, wie z.B. die proteinreichen Chickpea/nut-Cookies.



Damit es in der neuen Blog-Wohnung nicht so einsam ist, würde ich mich über zahlreichenden lesenden Besuch freuen...und natürlich auch über Klickmichfix! auf Facebook -
https://www.facebook.com/mohrblog

Man sieht sich - hoffentlich ;)

Dienstag, 11. Februar 2014

Heute bleibt die Küche kalt...

Seit einer ganzen Weile schon klagen meine Besucher über fehlende Updates oder Antworten auf Nachfragen - ich bitte um Verzeihung und Verständnis, mir fehlt einfach die Zeit.

Warum? Darum! Um rege Teilnahme wird gebeten ;)
http://www.miezenmeilen.blogspot.de/

Samstag, 12. Oktober 2013

Schlichter "Was-man-halt-so-im-Haus-hat"-Apfelkuchen

"Poste doch einmal wieder etwas" fand ich vor ein paar Tagen - ohne Gruß und Namensnennung - unter meinem letzten Hirsecreme-Beitrag....und da ich eine derart höflich vorgetragenen Bitte natürlich nie abschlagen kann (wer die Ironie findet, darf sie behalten) und in meiner Obstschale ohnehin zu viele Äpfel sinnlos rumlungern, gibt es heute einen schlichten, schnellen Apfelkuchen nach dem "Zutaten-hat-man-immer-im-Haus"-Prinzip. 

Dieser Apfelkuchen ist ein enger Verwandter der  Kirsch-Schoko-/ und der Sauermachtlustig-Muffins, nur dass ich diesmal kein Sojamehl mehr im Haus hatte und stattdessen Maisstärke genommen habe.
Vorteil: Es wird umso mehr ein "Zutaten-hat-man-immer-im-Haus"-Kuchen, weil man Sojamehl leider nicht im schnöden Supermarkt bekommt, Maisstärke aber überall erhältlich ist.
Nachteil: Der Kuchen wird einen Hauch weniger fluffig.
Aber wirklich nur minimal. Versprochen.


Zutaten:

130 gr. Weizenmehl Type 550

140 gr. Dinkelvollkornmehl 

(wie immer ist die Mehlmischung recht beliebig, die Mixtur ergab sich heute aus den "Muss-weg!"-Resten im Vorratsschrank)

100g Rohrohrzucker
10 gr. Maisstärke
10 gr. Weinsteinbackpulver

250ml Pflanzenmilch
(Soja-Hafer)
70 ml Alba-Öl (oder anderes geschmacksneutrales Öl)

2 mittelgroße säuerliche Äpfel
Mandelblättchen o.ä. zur Deko nach Gusto 
ggf. Zimt

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad vorheizen und eine 26 cm-Springform einfetten.

Zuerst die trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen, dann Milch und Öl zugeben und mittels Handmixer gut verrühren. Die Äpfel kann man je nach persönlicher Vorliebe schälen oder eben nicht, und entweder würfeln und gleich in den Teig einrühren oder erst den Teig in die Springform geben, etwas glattstreichen und mit Apfelspalten künstlerisch anspruchsvolle Intarsienarbeiten einbringen und den Kuchen noch mit ein paar Mandelblättchen bestreuen. 

Danach wandert der Kuchen für ca. 30 Minuten in den Ofen (Stäbchenprobe, Baby!) und nach Ende der Backzeit wieder raus. Wer mag, kann jetzt noch ein wenig Zimt drüberstreuen, dann abkühlen lassen, aus der Form lösen, Kaffee kochen und sich zur Kaffeetafel begeben. 

Samstag, 23. Februar 2013

Obstpfannkuchen mit Pflauprikosensoße


Rezept" steht laut Wikipedia für eine "programmatische Anweisung zur Zubereitung eines Nahrungsmittels"...demnach ist der folgende Beitrag de fakto ein solches, auch wenn bloss ein paar wenige Zutaten zusammengeschmissen und verbrutzelt werden. Ich habe mich bislang ein wenig geziert, über das Zusammenrühren von Milch, Mehl und Obst einen extra Beitrag zu schreiben, und eigentlich weiß doch sowieso jeder, wie schnöde Pfannkuchen gemacht werden -  aber uneigentlich futtere ich die Dinger zur Zeit beinahe jeden zweiten Tag und freue mich immer, wie fix und einfach die Teile zubereitet sind. Und ein Rezept ist ein Rezept ist ein Rezept.

Pfannkuchen sind zwar nicht unbedingt der hochgesunde Nährstoffbomber schlechthin, aber lecker und schnell gemacht - und kommen in diesem Fall ohne den bösen, bösen Industriezucker und seinen garstigen Kumpel Weißmehl aus. Da lacht das Vollwertherz.

Obstpfannkuchen 
125 gr. Dinkelvollkornmehl 
200 gr. Hafermilch (wenn man das Zeugs eh in einer Rührschüssel zusammenkippt, braucht man nicht mehr extra 'nen Mixbecher verschmuddeln, deswegen die Angabe in Gramm und nicht in Litern. Wenn man aber gerne spült - 200 gr. Hafermilch entsprechen ungefähr 200 ml. - nee, watt hammer gelacht!)
2 gestrichene Teel. Weinsteinbackpulver (die Hälfte eines 18 gr.-Tütchens also)
1 Eßl. Agavendicksaft (ca. 20 gr.) 
 ggf. Zimt

Äpfel, Bananen, Birnen (oder wonach der Gaumen verlangt, bzw. was der Obstkorb halt gerade hergibt)
Öl zum Braten

Mehl und Backpulver vermischen, dann Milch und Agavendicksaft zugeben und mit einem Schneebesen durchrühren. Den Teig kurz quellen lassen (ob das zwingend notwendig ist? Vermutlich nicht.) Das Obst in die gewünschte Form schneiden (hier haben sich Scheiben bewährt, wer möchte kann aber auch Herzen oder Kugeln schnitzen)

Ein wenig Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, eine Schöpfkelle Pfannkuchenteig in die Pfanne geben und mit Obst belegen. Deckel drauf (wichtig, dann gart der Pfannkuchen besser), bei moderater Hitze so lange backen, bis der Teig auch oben nicht mehr flüssig ist..dann vorsichtig wenden, von der anderen Seite kurz anbrutzeln lassen und schon ist das Mahl zubereitet. Aus o.g. Zutaten lassen sich 3 mittelgroße Pfannkuchen zaubern, was in meinem Fall die absolut perfekte Menge für eine hungrige Sportlerin nach einem langen Lauf darstellt und von mir dann auch absolut ratzeputz im Alleingang verschlungen wird. 

Wenn der Herzmann mitfuttern möchte, mache ich - logischerweise! - die doppelte Menge und gieße den Teig auf ein Backblech (gut einfetten, ich benutze immer eine Silikonbackfolie und trotzdem noch ein wenig Öl), belege das Blech mit Obst und gebe das Ganze für ca. 15 Min. in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen. Damit erspart man sich das permanente Pfannkuchenbeobachten und -wenden in der Pfanne. Den so entstandenen Riesenpfannkuchen kann man dann entsprechend in Stücke teilen und in trauter Zweisamkeit verspachteln.

Dazu gibt's bei mir oft Schokocreme (uuuh, Zucker!) oder Erdnussbutter (oh Schreck, FETT!) oder aber maximalvollwertige "Pflauprikosensoße", die man ebenfalls fix aus wenigen Ingredienzen zusammenmatschen kann. 

Pflauprikosensoße
200 gr. Trockenaprikosen
200 gr. Trockenpflaumen
330 ml. Orangensaft (die exakte Menge einer O-Saft-Trinkpackung von Alnatura, praktisch, eh? Also nur wenn man gerade keine frischen Apfelsinen zum Selbstpressen daheim hat...natürlich.)
1 Eßl. Agavendicksaft
Zimt, wer mag

Die Trockenfrüchte in einer Schüssel mindestens 1 Stunde im O-Saft einweichen  lassen, dann Agavendicksaft und Zimt zugeben und zu einer dicken, marmeladenartigen Soße zusammenpürieren. Wer es flüssiger möchte, gibt einfach mehr Saft hinzu. 

Serviervorschlag? Jeden Pfannkuchen einzeln mit Pflauprikosensoße bestreichen und die 3 Fladen als Torte übereinanderstapeln und dann mit Messer und Gabel futtern. In Facebook-Sprache: I like!

Die Pflauprikosensoße hält sich im Kühlschrank ziemlich lange und schmeckt auch in Naturjoghurt eingerührt prima zu Müsli oder Obstsalat oder einfach schnöde auf 'nem Brötchen statt Marmelade. Auch auf meinem Sportlerfrühstückstoast macht sie 'nen ziemlich guten Job. Allerdings, einen Schönheitspreis wird die Soße wohl niemals gewinnen - gerade wenn man ungeschwefelte Aprikosen verwendet (was man sollte), hat das Ergebnis eine klatschigbraune Tapetenkleisteroptik und darf daher auch beim heutigen Fotoshooting nicht mit auf Foto, sondern muss sich im Glas dezent im Hintergrund halten.   



Sonntag, 20. Januar 2013

Schoko-Kirsch-Muffins

Obwohl grundsätzlich eher aufmüpfiger Natur gibt es doch spezielle Ausnahmefälle, in denen ich bei der Nachricht "Sind morgen in Deiner Gegend, mach' Kuchen!" sofort Nudelholz bei Fuss folgsam in die Küche eile, um süsses Backwerk zuzubereiten. Soweit dass ich trotz dichtem Schneefall in den Supermarkt zum Einkaufen stapfe reicht die Unterwürfigkeit dann aber doch nicht, also wurden aus den vorrätigen Zutaten der Speisekammer

Kirsch-Schoko-Muffins

Das Rezept ist eigentlich bloss 'ne simple Abwandlung der bekannten Sauermachtlustig-Muffins und lautet wie folgt:

130 gr. Weizenmehl Type 550
140 gr. Dinkelvollkornmehl 
(die Mehlmischung ergab sich aus dem o.g. "Man muss nehmen watt da iss'"-Umstand und ist im Grunde beliebig zusammenstellbar, es sollten halt bloss ca. 270 gr. rauskommen)100g Rohrohrzucker
1EL Sojamehl
10 gr. Weinsteinbackpulver

250ml Pflanzenmilch
(Dinkel)
70 ml Alba-Öl (oder anderes geschmacksneutrales Öl)
1/2 Fläschchen Rumaroma

1 Glas Sauerkirschen (680 gr. / Abtropfgewicht 370 gr.)
100 gr. Zartbitterschokolade


Sauerkirschen so lange wie möglich abtropfen lassen, im günstigsten Fall über Nacht.
Backofen auf 180 Grad vorheizen. 

Die trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und gründlichen mischen. Die Pflanzenmilch mit dem Öl und dem Rumaroma verrühren, zu der Mehl-Zuckermischung geben und mit dem Handmixer gut verrühren. Schokolade hacken und mit einem Löffel zusammen mit den Kirschen mit dem Teig vermixen. 

Da mir Muffins oft flach auseinanderlaufen wenn ich die Papierförmchen einfach so aufs Backblech setze, aber in den Metallbackformen trotz Einfetten oft hängenbleiben, gebe ich den Teig mittlerweile immer in die entsprechenden Papier-Förmchen und setze jene dann in die Metallbackformen. Dann läuft nix und es klebt nix. Also...den Teig wie auch immer in 16 Papier- oder Metallförmchen füllen, in den vorgeheizten Ofen stellen und ca. 25 Minuten backen. Danach Ofen ausschalten und das Backwerk noch ein paar Minuten ruhen lassen, aus der Form nehmen (sofern eine Form verwendet wurde) und auskühlen lassen.

Wer will, kann jetzt noch ein wenig mit Glasur oder Deko herumhantieren, aber mein Vorratsschank gab da nix Adäquates her. 


Die Fotomodell-Backwerke sind leider ein wenig aufgeweicht, weil ich vor Schreck darüber dass plötzlich ein Thr33ky-Guerilla mit offener Hose neben der Kaffeetafel gestanden hat, den kompletten Tisch mit Mineralwasser geflutet habe. Aber das ist eine andere Geschichte, die an einem anderen Tag erzählt werden soll. 
Oder...lieber gar nicht.

Mittwoch, 16. Januar 2013

Donnerstag, 10. Januar 2013

"Quattro-Pomodori-Sugo"...oder - Nudeln mit Sosse

Mit entsprechender Zeit und Muße im Nacken habe ich durchaus hin und wieder mal ein Herz für Chi-Chi in den heimischen Kochpötten und  ein "Orangenglasiertes Tempeh an Risotto Melanche du Champignonragout in Weißweinschaum und Kerbel-Pesto, balanciert auf Wildgemüsejulienne mit karamellisierten Pecannüssen blablabla" ist echt 'ne Super-Sache - aber oft schreien Zeitplan und Magen schlicht und einfach nach schnöden Nudeln mit Soße. Bäm! 

Meine Lieblingstomatensoßefüraufnudelndrauf hat zwei Vorteile: Sie ist so superschnell gemacht und so simpel, dass ich mich fast schon geniere, dafür überhaupt eine Anleitung zu publizieren, aber...naja, nur fast. Ich bin ja vor nix fies. Zweiter Pluspunkt: Sie trifft auch den Geschmack meines Herzmannes, der mit Tofu, Gemüse und dem "ganzen veganen Scheiss da" nicht immer hinter dem Ofen hervorzulocken ist. Vorsichtig ausgedrückt.

Zur Zubereitung braucht man - oh Wunder! - Tomaten. Und zwar in 4 verschiedenen Variationen...Tomatenmark, Dosentomaten, getrocknete Tomaten und frische. Wer aus Sorge um sein Political-Correctness-Karma zu dieser Jahreszeit keine frischen Tomaten verwenden möchte (was ich im Grunde ja befürworte..aber mein Karma ist eh schon im Eimer, da kommt's darauf jetzt auch nicht mehr an) nimmt einfach die doppelte Menge Dosentomaten. 

Man sollte also folgendes zur Hand haben:
2 rote Zwiebeln (mittelgroß)
Öl zum Anbraten 
2 Eßl. Tomatenmark
1 Dose Tomaten (400 gr.)
200 gr. getrocknete Tomaten (nach Möglichkeit die in Öl und Kräutern eingelegten)
200 gr. frische Tomaten 
1 Eßl. Cashewmus (50 gr.)
400 ml. Wasser *)
   
Gewürze nach Geschmack: Salz, schwarzer Pfeffer, Chayennepfeffer und Zimt
 
Die Zwiebeln würfeln und in einem Topf mit Öl (Rapsöl mit Buttergeschmack, man kann ja nicht oft genug erwähnen wie lecker das ist!) anbraten, bis sie glasig werden. Das Tomatenmark zugeben und kurz mitbrutzeln. 

Die Dosen-/frischen-/getrockneten Tomaten zusammen mit dem Cashewmus und dem Wasser in einen leistungsfähigen Mixer (wie z.B. Mr. Vitamix) geben, einmal auf volle Dröhnung stellen und zu einer sämig-zartroten Brühe vermixen (ca. 1 Minute rödeln lassen, bei weniger starken Mixern dauert's wohl länger. Im Notfall sollte es auch ein schnöder Pürierstab tun). Die Tomatenmischung zu den angebratenen Tomatenmarkzwiebeln in den Topf geben, verrühren und mit Pfeffer, Salz, Chayenne-Pfeffer und einer Prise Zimt (wer mag) abschmecken. Unter Rühren so lange blubbern lassen, bis der Sugo ein bißchen andickt und das war's dann eigentlich schon. 

Jetzt nur noch Nudeln nach Packungsanweisung kochen und schon kann die Miracoli-Mutti den spielenden Frederiiiiico zum Essen rufen. Mit ein bißchen Basilikum oder Oregano könnte man ggf. noch ein bißchen Chi-Chi auf den Teller bringen, aber im Grunde ist das unnötig. Sind ja bloss Nudeln mit Sosse.

Und da ich ja immer wieder vergesse, dass ich keine mehrköpfige Familie zu verköstigen habe, ist die Menge natürlich für mich und den Herzmann deutlich überdimensioniert. Ich schätze, je nach Soßendichte auf den Tellern ergibt das Ganze ca. 6 Portionen. Der Sugo lässt sich aber auch portionsweise einfrieren (und auftauen! Wunderwerk der Küchenkunst!) oder ergibt mit einer Reis-Einlage, ein wenig Gemüsebrühe zum Verdünnen und einem Sahnehäubchen eine leckere Tomatensuppe.  

Knoblauch, Chilischoten, Oregano oder sonstiges Kräutergedöns passt natürlich in jede Tomatensoße, also auch in diese. Darf man also gerne tun.  

*) - Frollein Holles Küchentip: 400 ml. Wasser sind genau die Menge, die in die leere Tomatendose passt, man muss also keinen weiteren Meßbecher einschmuddeln. Und wenn man nur die Hälfte es Wassers mit in den Mixer gibt, kann man mit der anderen Hälfte hinterher den Mixbehälter ausspülen und kein Tomatenfitzelchen geht verloren. Na, was wäre die Welt ohne meine Weisheit? Genau. Nix.

Samstag, 22. Dezember 2012

Das leckerste Bananenbrot des Veganuniversums! Ungelogen.

Wenn man ein Rezept für ein veganes Bananenbrot ins Netz stellt, ist das so ein bißchen wie Steinmännchen-Bauen auf dem Jakobsweg hinter Navarrette. Obwohl sich in diesem berühmten Tal die kleinen Steinhaufen schon bis ans Ende des Horizonts erstrecken, kann wohl kaum ein Wandersmann vorbeipilgern ohne nicht auch seine eigene Gesteinsformation zu basteln. Und obwohl sämtliche Veganblogs vor Bananenbrot-Rezepten überlaufen, kommt trotzdem nun heute auch noch mein Bananenbrot-Steinmännchen dazu. 

Die Frage nach dem "Warum" ist in dem Fall leicht beantwortet: Weil es das BESTE Bananenbrotrezept auf der ganzen Welt ist. Und das Leckerste. Von allen. Ich schwöre. 

Bananenbrot ist eine grossartige Endlösung für überreife Bananen, die kurz vor dem Gammel-Exitus stehen und es bleibt lange saftig und frisch. Mit ein wenig Erdnussbutter bestrichen ist es ein toller Vor-Lauftraining-Snack und mit Schokoladencreme und Bananenscheiben belegt eine schnellwirksame Medizin für akute PMS-Notfälle. 


Kurzum: Bananenbrot rockt! Und meins ganz besonders. Zum Teufel mit der falschen Bescheidenheit.

Zutaten:
250 gr. Dinkelvollkornmehl
3 Teel. Weinsteinbackpulver

1/2 Teel. Salz
1 Teel. Zimt
60 gr. Erdmandelmehl (bekommt man im Bioladen oder Reformhaus und steckt voller Ballaststoffe und Mineralien)
80 gr. Rohrohrzucker

100 gr. geröstete (ungesalzene) Erdnüsse, grob gehackt
(Edit 10.01.13: Mittlerweile finde ich 100 gr. geröstete Mandeln irgendwie leckerer, meine Erdnussphase ist wohl vorbei. Und dann noch 2 Hände voll Cranberries mit in den Teig rühren und alles ist fein!)


120 ml. Pflanzenmilch 
100 ml. Rapsöl (ich schwöre ja nach wie vor auf das grandiose Rapsöl mit Buttergeschmack von der Teutoburger Ölmühle...und nein, ich werde für diese Werbung nicht bezahlt)

4 Gothicbananen (aka "schon ziemlich angeschwärzt mit Tendenz zur Überreife")

Und los geht's:

Backofen (Ober- und Unterhitze) auf 175 Grad vorheizen. 

Die trockenen Zutaten in einer Schüssel gut vermischen und mit Pflanzenöl und -milch vermixen, dann die Nüsse unterrühren. Die Bananen pellen, pürieren und gut mit dem Teig verrühren. 

Eine 26 cm-Kastenform ausfetten, mit Erdmandelmehl oder Semmelbröseln ausstreuen und für 50 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Dann den Ofen ausschalten und das Backwerk noch 10 Minuten im Ofen ruhen lassen. Dann aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Anschneiden, reinbeissen, glücklich sein ;)

Und noch ein paar Hinweise:
Wer keinen Bioladen in erreichbarer Nähe hat und kein Erdmandelmehl bekommen kann, ist mit gemahlenen Mandeln auch ganz gut bedient. Wer keine Erdnüsse mag oder verträgt, kann auch Wal- oder Haselnüsse oder Mandeln ins Brot werfen. Ein vorheriges Rösten der Nüsse ist zwar nicht zwingend erforderlich, verbessert den Geschmack des Brotes meines Erachtens nach aber immens. 

Wenn man die Erdnuss-Schalen in kleine Portiönchen teilt und in Zeitungspapier wickelt, erhält man sehr wirksame Kamin-Anzünder. Wenn man jedoch fertig geschälte und gesalzene Snack-Nüsse verwendet, sollte man ein bißchen weniger Salz in den Teig geben und die Plastikverpackung der Nüsse hingegen nicht als Kaminanzünder verwenden. Macht nämlich fiese Dämpfe und stinkt bestialisch.

Für einen "kontrollierten Aufriss" wird das Brot nach 10 Min. Backzeit mit einem Messer der Länge nach eingeschnitten. Kann man machen, muss man aber nicht. 

Und da jeder Backofen seinen eigenen Charakter hat, sollte man zur Sicherheit eine Stäbchenprobe machen, bevor man das Brot aus dem Ofen zieht.  

Aus dem Teig kann man natürlich auch Muffins backen und selbige im Anschluss mit Zartbitterkuvertürte überziehen. Dann verringert sich selbstverständlich die Backzeit entsprechend. 

Aber wem sag' ich das. Wisst ihr vermutlich alles selbst.

Samstag, 7. April 2012

Erdnussgemüse

Wenn der Inhalt der Kochpötte in der herbivoria!-Küche allzu gemüselastig ist, rümpft der Herr des Hauses öfter mal pikiert die Nase und nuschelt sowas wie "Damachischmirlieber 'ne Tiefkühlpizza!" - grundsätzlich kein Problem, der Herzmann ist schon groß und darf essen, was er will. Aber zumindest hin und wieder finde ich es doch ganz gemütlich, wenn unser beider Teller mit den gleichen Speisen beladen sind und das funktioniert entweder ganz einfach mit schnöden "Nudeln mit Soße" (die gehen immer) oder wenn man der Pflanzenkost durch Nusskontamination ihren Schrecken nimmt. Denn Nüsse mag der Herzmann noch lieber als Nudeln, damit lässt sich sogar "Iiiiih!"-Gemüse ertragen.

Die Zubereitung einer fixen Erdnussgemüsepfanne ist so simpel, dass es dazu eigentlich weder Rezept noch Anleitung braucht, trotzdem:

Zutaten:
2 kleine Zucchini
2 mittelgroße Möhren
2 rote Spitzpaprika
1 Eßl. Kokosöl
Salz, Cayennepfeffer, Kreuzkümmel, Curry
geröstete Erdnüsse (ca. 70 gr. wenn man Nüsse ganz ok findet und ca. 100 gr. wenn man total drauf abfährt)

Das Gemüse putzen, die Möhren schälen und alles nach Gusto in Stifte, Scheiben oder Herzform schneiden. Das Kokosöl im Wok erhitzen, zuerst die Möhren anbraten und ein klitzekleines bißchen schmurgeln, dann das restl. Gemüse zugeben und so lange unter Rühren braten, bis es bissfest-gar ist. Mit Salz, Cayennepfeffer (gerne reichlich, wenn man's scharf mag), Kreuzkümmel und Curry abschmecken, die Erdnüsse zugeben, unterrühren, einen klitzekleines Augenblick mit erhitzen lassen und fertig.

Dazu passt und schmeckt Couscous:


160 gr. Couscous
260 ml. kochendes Wasser
1 halber Teel. Salz
1 Prise Zimt
etwas Öl nach Geschmack

Den/das Couscous mit Salz und Zimt in einem Topf verrühren, mit dem kochendenWasser übergießen und zugedeckt ca. 7-8 Minuten ziehen lassen, danach mit einer Gabel auflockern, ein wenig Öl zugeben und nochmal kurz auf dem Herd erhitzen. Ebenfalls - fertig.

Samstag, 31. März 2012

Linsenbolognese



Die Linsenbolognse ist umgezogen und wohnt jetzt hier:
http://danielamohr.com/mohrblog/2014/09/16/linsenbolognese/

Sonntag, 18. März 2012

Zitrustorte mit Beerenhaube

Verehrte Damen und Herren Süßschnabel, ich freue mich ganz besonders, Ihnen heute endlich, endlich diese leckere erfrischende Zitronen-Beeren-Torte präsentieren zu können, denn - das wollte ich eigentlich schon im vergangenen Jahr tun. Der Kuchen schmeckt zwar (wie heute) ganz prima mit TK-Waldbeeren, aber erst frische Erd-/Him- oder Johannisbeeren machen ihn perfekt. Als dann aber im letzten Jahr die Beeren reif waren, war plötzlich die Soyatoo weg...und in meiner Backstube war nix mehr wie vorher. Sämtliche Versuche mit irgendwelchen anderen Produkten wie der CreaSoy oder irgendwelchen selbstkreierten "Pflanzensahnen" endeten nicht wirklich zufriedenstellend, also war ich irgendwann bockig und hab' beschlossen, diese dämliche Torte NIE! WIEDER! zu machen. Und meine Rezepte NIE! WIEDER! von einem einzigen Produkt einer speziellen Firma abhängig zu machen. Never ever again, nämlich.

Aber - man ahnt es schon - vor ein paar Wochen war dann plötzlich die Soyatoo wieder da und...ähem...naja, ich habe direkt aus Tofutown ein Probierpaket zum Testen bekommen und...naja, was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, hier ist sie halt, die Torte. Endlich.

Der Tortenboden besteht aus dem gleichen Teig wie die Sauermachtlustig-Muffins - and here we go:

270 gr. Weizenmehl Type 550
100g Rohrohrzucker
1EL Sojamehl
10 gr. Weinsteinbackpulver
250ml Pflanzenmilch
(bei mir war's diesmal Sojadrink – aber sonst auch gerne Dinkelmilch)
75ml Alba-Öl
(oder anderes geschmacksneutrales Öl)
1 Fläschchen Zitronenaroma


Den Backofen auf 180 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze).

Die trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und gründlichen mischen. Die Pflanzenmilch mit dem Öl und dem Zitronenaroma verrühren, zu der Mehl-Zuckermischung geben und mit dem Handmixer gut verrühren. In eine gefettete 26 cm-Springform geben, glattstreichen und 20 Minuten backen (da jeder Backofen anders ist - Stäbchenprobe nicht vergessen!), danach noch 5 Minuten im ausgeschalteten Backofen lassen. Vorsichtig aus der Form lösen und auf ein Gitter legen, bis der Tortenboden vollständig ausgekühlt ist.

Dann den Boden auf einen großen Teller plazieren, einen Tortenring drumschnallen - es gibt Zitruscreme, Baby! 

Dazu braucht es:
500 gr. Soja-Naturjoghurt (der ein paar Stunden lang auf einem mit Küchentuch ausgeschlagenem Sieb abgetropft sein sollte - wer es detaillierter braucht, klickt hier!)
2 Zitronen
etwas Wasser oder Orangensaft
1 Tütchen Agartine
100 gr.
Rohrzucker

1 Packung Soyatoo (gut gekühlt - sollte vorher mindestens 4-5 Stunden im Kühlschrank gehaust haben)
1 Tütchen Sahnesteif

Soyatoo und Sahnesteif in eine Rührschüssel geben und ein paar Minuten mit dem Handmixer fest aufschlagen. Bis zur weiteren Verwendung im Kühlschrank einquartieren.

Die Zitronen auspressen und den Zitronensaft mit Wasser oder Orangensaft "auffüllen" bis insgesamt 200 ml. erreicht sind und in einen Topf geben. 1 Tütchen Agartine (gibt's im Supermarkt, ist ein pflanzliches Geliermittel) und 100 gr. Rohrzucker in den Saft rieseln lassen , unter gründlichem Rühren auf dem Herd aufkochen lassen und ca. 2 Minuten kochen.
Die Agartine/Saft-Mischung kurz ausdampfen lassen und vorsichtig unter den abgetropfen Joghurt rühren. Nicht erschrecken - das Ganze wird ziemlich flüssig, das macht aber nüschte. Die Joghurtmischung noch ein wenig abkühlen lassen (lauwarm), dann die die Soyatoo zugeben, gut verrühren, die Creme auf den Tortenboden gießen, gut glattstreichen und über Nacht (oder mehrere Stunden) im Kühlschrank parken.

Als fruchtige Tortenhaube sind natürlich frische Beeren einfach unschlagbar lecker - aber wir haben nun mal erst März, die Beerensaison liegt noch in weiter Ferne und ich will nicht schon wieder eine Anzeige bei der Ökopolizei riskieren - also gibt es heute eine TK-Beerenmischung on top (= "oben druff"):

400 gr. TK-Beerenmischung auf ein Sieb geben, und über Nacht (günstigerweise in ebenjener Nacht, in der die bezitruscremte Torte im Kühlschrank ruht) auftauen lassen und den Saft auffangen.
1 Tütchen Tortenguß, klar
1-2 Eßl. Rohrzucker,
je nachdem wie süß man es mag
Waldbeerensaft oder Wasser

Den aufgefangenen Saft der Beerenmischung mit Wasser oder Saft nach Geschmack auf 250 ml. auffüllen und in einem Topf mit dem Zucker und dem Tortenguß glattrühren. Kurz aufkochen lassen (Rühren nicht vergessen, das gibt sonst fiese Glibberklümpchen). Die Beerenmischung auf dem Kuchen ausbreiten und den heißen Tortenguß  mit einem Eßlöffel zügig darüber verteilen. Erneut in den Kühlschrank stellen, bis der Tortenguß schnittfest geworden ist. Zum Anschneiden lässt man am besten noch den Tortenring drumherum für mehr "Stabilität" - die Zitruscreme wird nicht bomben- und schnittfest, sondern bleibt schön fluffig, da können Beerenhaube und Creme beim allzu beherzten Anschneiden flott auseinanderrutschen. Wer's fester haben möchte, nimmt am besten einfach ein wenig mehr Agartine.

Und just in diesem Augenblick hat's an der Tür geklingelt - der Sonntagsnachmittagskaffeebesuch ist da. Mögen die Tortenspiele beginnen!

(mit Dank und Gruss an die Jungs und Mädels aus Tofutown!)

Dienstag, 13. März 2012

Samstag, 21. Januar 2012

Zombiechutney mit Tofu-Sesam-Streifen

Sollte sich jemand über den Namen dieser fruchtigscharfen Soße wundern (sofern sich hier überhaupt noch irgendwer jemals über irgendwas wundert), dem sei erklärt, dass ich immer, immer, IMMER! wenn ich das Wort „Cranberries“ lese, an die gleichnamige irische Band denken muss und sich umgehend deren Hit „Zombie“ in meine Gehirnwindungen eingräbt. Dieser Automatismus lässt sich durch nix verhindern und so stand ich auch beim Rühren dieser Soße natürlich auch mal wieder laut „In your heeeeeead, in your he-he-he-head...“ trällernd am Herd.

Aber zurück zum Wesentlichen – dieses Chutney und ich, wir hatten irgendwie einen schweren Start. Nachdem ich unbedingt mal was mit Cranberries machen wollte („Zombie, Zombie, Zombie-hie, eh-eh-eh...“ ach Mist!), weil mich diese frischen roten Beeren mal mehrmals beim Gemüsehändler durch die Aufschrift „Eat me! I'm delicious!“ geradezu zum Kauf genötigt haben, schwebte mir dafür eine hübsche rote Soße als Verwendung vor. Mangels Cranberry-Erfahrung („What's in your heeeead...in your hee-he-he...MANNO!!!!“) war ich mir aber unschlüssig, ob „scharf“, „süss“ oder „fruchtig“ am besten passt und hab' vorsichtshalber gleich mal alle Geschmacksrichtungen in den Pott geknallt. Viel hilft viel. Das Ergebnis fand ich im ersten Anlauf irgendwie grenzwertig und deswegen standen die Gläser mit dem Zombiechutney erstmal ein paar Tage ratlos in der Küche rum, bis sich der Herzmann in der Annahme, es handele sich hierbei um Marmelade, unbedarft sein Rosinenbrötchen damit beladen hat und es äußerst köstlich fand (was mich zwar überraschte, aber bitte. Jedem sein Himmelreich, nech?).

Ich bin nach wie vor unschlüssig, wie genau ich dieses Chutney nun finden soll, aber Fakt ist – es passt irgendwie ganz gut zu gebratenen Tofu-Sesam-Streifen. Und wohl auch auf Rosinenbrötchen. Zu weiteren Tests fehlt mir bislang der Mut.

Zombiechutney-Zutaten:
350 gr. frische Cranberries (....“and their bombs and their guns...“)
1 säuerlicher Apfel
200 ml. Wasser
80 gr. Agavendicksaft
1 Bio-Orange
10 gr. Ingwer, frisch
1 Prise Salz
½ Teel. Chilipulver

Die Beeren waschen, den Apfel würfeln (wer mag, kann ihn auch schälen, ich find's aber unnötig) und zusammen mit dem Wasser und dem Agavendicksaft in einen Topf geben und aufkochen.


Die Schale der Orange vorsichtig mit einem Sparschäler abschälen und ebenso wie den Ingwer fein hacken, die Orange auspressen und alles in den Topf geben. Nun das Chutney auf kleiner Flamme so lange köcheln, bis die Beeren und die Apfelstücke zerfallen sind und der Topfinhalt eine Art Kompott ergibt. Mit Salz und Chilipulver abschmecken, noch einmal kurz aufblubbern lassen und in heiß ausgespülte Schraubgläser geben. Sofort verschliessen und abkühlen lassen.


Für die Tofu-Sesam-Streifen 1 Block Naturtofu in Streifen schneiden und mit Sojasoße marinieren. Etwas Maisstärke mit Wasser anrühren, so das eine zähflüssige Soße entsteht. Die Tofustreifen durch die Stärkewassermischung ziehen und mit Sesam panieren (Sesam gut andrücken!) Dann in heißem Kokos-oder Sonstigem-Öl knusprig braten.

Tja – und was genau sonst noch mit diesem Chutney machen wollt, bleibt euch überlassen. Besonders verwegene Leckerschmecker könnten es ja auch mal als Zugabe zu einem exotischen Obstsalat versuchen – oder zu Gemüsecurrys. Schick im Glas verpackt ist das Zombiechutney auch ein prima Mitbringsel für Freunde. Den Mutigen gehört die Welt! 

Dienstag, 6. Dezember 2011

Linsen-Ironman-Salat

Irgendwann bin ich mal in den Weiten der Bloggosphäre über den "Cronometer" gestolpert, mit dem einige (Vegan-)Blogger ihre Nahrung protokollieren. Wenn man dort also brav seine Futtereien einträgt, errechnet der Cronometer dazu Nährstoffe, Kalorien und sonstigen Schnickschnack und man kann prima überprüfen, ob man den nun auch genug Proteine und Kalzium futtert. 
Grundsätzlich bin zwar eher skeptisch, wenn irgendein ominöses Programm behauptet, meinen Energiebedarf zu kennen und überhaupt finde ich es extrem unsexy, jeden Bissen den man verspachteln möchte, erstmal abzuwiegen und irgendwo einzutragen. Aber als kleine Gedankenstütze ist das Tool manchmal ganz nett, und deswegen benutze ich ihn hin und wieder ganz gerne - und in den letzten Tagen hat mir Herr Cronometer mehrmals am Ärmel gezupft und "Hey, Frollein, Du könntest ruhig mal wieder'n büschen für Deinen Eisenspiegel tun, ständig nur Spekulatius, Zimtsterne und Marzipan futtern bringts nicht auf Dauer!" geplärrt. Um dem Schreihals das Maul zu stopfen, eignen sich zum Beispiel Linsen ganz prima. Zitrone ist ja auch immer ein gern gesehener Gast, wenn es um die Verwertbarkeit von pflanzlichem Eisen geht, dazu noch Petersilie und rote Paprika und schon darf man mich "eiserne Lady" nennen. Wenn man möchte.

Dieser Linsensalat ist flott gemacht (wenn man zufällig schon einen Pott gekochter Linsen im Kühlschrank stehen hat), hält sich kaltgestellt ein paar Tage und ist gut mit Feldsalat und/oder Kartoffeln kombinierbar. und eignet sich sicherlich auch als Beilage für Grillparties, sollte irgendwann mal wieder ein Sommer kommen. Optisch ist der Salat zwar (wie so ziemlich alles, was mit Linsen zu tun hat) nicht unbedingt die Augenweide schlechthin, aber gerade in diesem Fall kommt es ja nun wirklich auf die inneren Werte an.

Linsen-Ironman-Salat
600 gr. gekochte braune Linsen
2 Eßl. Tomatenmark (ich nehme ich das scharfe mit Chili)
2 Eßl. Olivenöl
Saft einer halben Zitrone
1 Frühlingszwiebel
1 Bund glatte Petersilie
1 gute Handvoll Walnusskerne (ca. 40-50 gr.)
ca .50 gr. Sonnenblumenkerne
Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel
2 rote Spitzpaprika

Tomatenmark, Öl und Zitrone glattrühren und mit den Linsen vermischen. Frühlingszwiebel, Walnüsse und Petersilie hacken, Paprika würfeln und zusammen mit den Sonnenblumenkernen unter die Linsen rühren. Reichlich mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel würzen und lecker finden. Und schon hält der Cronometer seine vorlaute Klappe.

Und wenn man dann irgendwann keine Linsen mehr sehen kann, kann man einen ähnlichen Salat aus Hirse zusammenbasteln - hier nehme ich allerdings nur 500 gr. (gekochte Hirse), lasse Walnüsse und Sonnenblumekerne weg und mische noch ein Glas Kichererbsen dazu. Volle Eisenkraft voraus!


(P.S. - Ich bin natürlich kein Wissenschaftler, geschweige denn Ernährungsberater, ich will mir auch gar nicht anmaßen, für den Cronometer eine Empfehlung auszusprechen...Infos zum tatsächlichen Eisenbedarf eines Menschen sowie entsprechende Studien und Meinungen gibt's im Netz zuhauf. Bei mir gibt's bloss Rezepte und einen vollen Teller, sonst nix).

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Update "Casheesio"

Das Rezept und die Anleitung für den Casheesio (Frischkäse auf Cashewbasis) ist umzogen und wohnt jetzt hier:
http://danielamohr.com/mohrblog/2014/09/21/casheesio-cashew-frischkaese/

Sonntag, 20. November 2011

Kappesdorjenander (klingt komisch, ist aber so)

Zur Weißkohlsaison gab es bei uns zuhause öfter ein deftiges Gericht mit dem äußerst klangvollen Namen "Kappesdorjenander" - "Kappes" ist natürlich "Kohl" und "Dorjenander" lässt sich 1:1 mit "Durcheinander" übersetzen, was schon ziemlich deutliche Prognosen zur Anrichteweise dieser rheinischen Spezialität zulässt (wobei ich mir gerade gar nicht sicher bin, ob es sich hier wirklich um eine "rheinische Spezialität" handelt oder eher um eine Spezialität meiner Mama, aber das ist im Grunde ja auch wurscht. Hauptsache lecker.)

Eigentlich wird für Kappesdorjenander einfach bloss Kartoffelpüree mit Weißkohl und jeder Menge durchwachsenem Speck verrührt, gründlich gewürzt und mit einer großen Kelle aus dem Topf auf den Teller geklatscht. Bautz! Allein schon aus ästhetischen Gründen wird dieses Gericht deshalb vermutlich niemals auf den Karten erlesener Sternerestaurants zu finden sein, aber ich persönlich steh' besonders zur kalten Jahreszeit total auf so ein schlotzig-deftiges Gemansche und kann da auch mal großzügig über die fehlende Anrichteschönheit hinwegsehen.

Nachdem ich nun einen Sack Kartoffeln und zwei Köppe Weißkohl aus dem elterlichen Garten abgestaubt habe, ist es nun an der Zeit für eine rein pflanzliche Version meines Kindheitsklassikers. 

Zutaten für 2-3 hungrige Esser (oder auch notfalls ganz für mich alleine):
ca. 850 gr. Kartoffeln (geschält gewogen)
1 kleiner Kopf Weißkohl (ca. 550 gr.ohne Strunk und äußere Blätter, fertig geputzt gewogen)
1 Block Räuchertofu (175 gr.)
2 kleine Zwiebeln
250 ml. Hafersahne
Öl (mein Allzeit-Favorit: Rapsöl mit Buttergeschmack von der Teutoburger Mühle)
Salz, Pfeffer, Muskat, Paprika
Grillgewürz (Favorit immer und jederzeit: "Spicy Grill" von Vantastic Foods)

Die Kartoffeln in Wasser garkochen, mit einem Kartoffelstampfer zu Brei zerdrücken, etwas vom leckeren Öl mit Buttergeschmack (oder Margarine) zugeben und mit reichlich Salz, Pfeffer, Muskat und Paprika würzen. Hafersahne zugeben und nochmal kurz auf dem Herd unter fleissigtem Rühren in ein cremiges Kartoffelpüree verwandeln. Wer Angst vor Fett und Kalorien hat, kann statt der Hafersahne auch normale Pflanzenmilch nehmen, ich find's aber mit Hafersahne leckerer. Und die Kalorien sollen nur kommen, vor denen fürchte ich mich nicht. Ha. 

Den Weißkohl (aka "Kappes") in feine Streifen schneiden und im Dämpfkochtopf garen, während die Kartoffeln kochen. Wer keinen Dämpfkochtopf hat, kocht den Kohl stattdessen in Wasser.

Räuchertofu und Zwiebeln würfeln, mit dem wunderbaren "Spicy Grill" (nein, ich werde nicht von Vantastic Foods bezahlt, ich find' das Zeugs ganz freiwillig total genial) würzen und mit etwas Öl in einer Pfanne knusprig-braun brutzeln.


Schlußendlich alle 3 Komponenten in dem größten der benutzen Töpfe zusammenwerfen, gründlich vermischen und ggf. nachwürzen (nicht zu sparsam, immer ordentlich rein!)....und das Zeugs mit einer großen Kelle auf den Teller klatschen. Bautz! Weniger brachial-veranlagte Esser können das Kappesdorjenander selbstverständlich auch mit weniger Schmackes mittels eines großen Löffels sanft auf den Teller heben. Aber hier muss man sich nix vormachen - es wird nicht gelingen, diesen Schlotz einigermassen hübsch und vorzeigbar anzurichten..."Durcheinander" ist "Durcheinander", da ändert auch das alberne Petersilienblättchen auf dem Foto nix dran.


Da der Herzmann nach einem Blick in den Topf und lauten "Iiiih!"-Geschrei auf Tiefkühl-Pizza ausgewichen ist, habe ich nun noch gut 2 Portionen übrig, was einerseits erfreulich ist, weil "sowas" am nächsten Tag wiederaufgewärmt gleich nochmal so gut schmeckt....aber andererseits kann ich mich kaum beherrschen, mir den Rest nicht doch noch spontan zum Nachmittagskaffee einzuverleiben. Hach.


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Mittwoch, 9. November 2011

Samstag, 5. November 2011

Deftiger Mayo-Tofusalat

Alle Jahre wieder lösen die frühe Dunkelheit und die trüben, kalten Tage bei mir eine gewisse Grundknatschigkeit aus, die erwiesenermassen nur mit einer Monstertasse heißer Schokolade und fettigem, deftigem Essen geheilt werden kann.
Derzeitige Lieblingsmedizin auf meinem Teller:
Deftiger Mayo-Tofusalat -
oder "Salat nach Art eines Fleischsalats, nur ohne Fleisch und so'n fieses totes Zeug"

Wer zu omnivoren Zeiten fettigen Wurstsalat mit
Mayo oder Eiersalat mochte, wird diesen Tofuschlotz lieben. Versprochen.

Zuerst fabrizieren wir die wunderbar deftig-fettige Mayo-Soße wie folgt:
Zutaten:
50 ml Sojamilch
150 ml Rapsöl

1 (gut befüllter) Teel. Dijon-Senf

1 Eßl. Weißweinessig


Sojamilch und Rapsöl für ein paar Stunden im Kühlschrank parken, damit sie die gleiche Temperatur haben. Danach beides in ein hohes Mixgefäss füllen, Senf und Essig zugeben und nach dieser Anleitung eine dicke Mayonnaise herstellen. Diese dann mit 1 Eßl. Tomatenmark und 1 Eßl. Schnittlauchröllchen (in meinem Fall die gefriergetrockneten aus dem Gewürzregal) verrühren und mit reichlich Salz, Pfeffer und Paprika nach Geschmack würzen.
The beat goes on mit:
1 Block Räuchertofu

(ich hatte den von Soja Berief á 175 gr.)
Tofu trockentupfen, in kleine Würfel schneiden und für ca. 1-2 Stunden mit 3 Eßl. „Gurkenwasser“ (aus dem Gewürzgurken-Glas, siehe unten) marinieren. Überschüssige Flüssigkeit abgießen und die Würfelchen mit etwas Öl in der Pfanne scharf anbraten. Ich benutze immer Kokosöl, weil es stark erhitzt werden kann und weil dieses Öl es schafft, dem Tofu eine braune Kruste zu verpassen. Jedes andere Öl geht aber auch.
Tofuwürfel abkühlen lassen.

Und dann noch:
1 Schalotte oder eine kleine Zwiebel

3 mittelgroße Gewürzgurken

Schalotte und die Gewürzgurken fein würfeln und gründlich mit Tofu und Mayo verrühren. Fertig ist Frollein Holles kleiner Seelentröster.

Wie alles Deftige dieser Welt wird der Salat besser, wenn man ihn im Kühlschrank ein wenig durchziehen lässt...ich bin aber meistens zu gierig und verschlinge ihn direkt nach Fertigstellung. Schmeckt vorzüglich auf Brötchen (mit einer Alibi-Tomate, damit wenigstens etwas Frisches auf dem Teller liegt), aber auch einfach bloss pur oder als Beilage zu Kartoffeln.

Die Menge reicht für 4-5 reichlich beladener Brötchenhälften.


Casheesio - oder "Meeeein Ssssschaaatzzzzz!"



Der Casheesio (ein würziger Frischkäse auf Cashewbasis) ist umgezogen und wohnt jetzt hier:
http://danielamohr.com/mohrblog/2014/09/21/casheesio-cashew-frischkaese/