Samstag, 15. Januar 2011

Ananas-Curry-Kraut

Als Kind konnte man mich mit Sauerkraut jagen - heute freue ich mir ein Loch in den Bauch über eine Frei-Haus-Lieferung frisch aus Papas Sauerkrautfass. Das gute Zeug ist bio (da Weißkohl aus dem elterlichen Garten) und vor allem roh und somit hammermässigmegagesund. Rohes Sauerkraut bekommt man sonst nur in Bio- oder Hofläden, das handelsübliche Zeugs in Dosen oder Tüten ist leider schon erhitzt und somit nur noch halb so hammermässigmegagesund.

Ein kleiner Teil der Lieferung landete sofort unverarbeitet in meinem Magen (rohes Sauerkraut...ohne IRGENDWAS dazu, pur aus der Schüssel...als Kind hätte ich allein bei dem Gedanken, sowas essen zu müssen, einen panischen Erstickungsanfall bekommen), den andere, größeren Teil habe ich zu diesem schnellen und unkomplizierten "Durcheinandergericht" verkocht.

Ananas-Curry-Kraut

1 Ananas (ca. 450 gr. ohne Schale und Strunk)
1 Zwiebel
200 gr Räuchertofu
700 gr. rohes Sauerkraut
2 Teel. Salz
2 Teel. Curry
1 Teel. Paprika
ca. 1/2 Teel. Kümmel
250 gr. pflanzliche Sahne
etwas Öl

Zwiebel, Ananas und Räuchertofu würfeln. Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln plus Tofu darin anbraten, dann die Ananas zugeben und kurz dünsten. Sauerkraut hacken (nicht zwingend notwendig, aber ich finde es sonst zu "lang" und schwierig zu essen) und in den Topf geben. Die Gewürze zugeben, unterrühren und ca. 5-10 Minuten dünsten. Dann die Sahne unterrühren, noch ein wenig blubbern lassen, abschmecken und mit Nudeln oder Kartoffeln servieren.

Das Gericht ist ein klasse Aufwärm-Essen und lässt sich super einfrieren. Und da Ton-in-Ton-Gerichte sowieso extrem undankbare Fotomodelle sind, reicht heute auch ein Handyfoto.

Mahlzeit!

(Wer den Anblick des Tellers ein wenig aufhübschen möchte, kann ja rote Paprika und/oder Zucchini mit verarbeiten.)

Kommentare:

  1. Ich hab auch schon immer 1/3 weg, bevor ich überhaupt mit dem Verarbeiten anfange. :-) Bei mir gibt es das immer klassisch mit Kartoffeln untereinander und schön Räuchertofu angebraten dazu. Hmmm....

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  2. Durcheinandergericht ist aber ein schönes Wort. Ich glaub ich kann nur noch durcheinander kochen.

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