Samstag, 4. Juli 2009

Kleine Schoko-Spässe

Zum Wochenende hin packt mich hin und wieder die Lust auf kleine, süße Schokoladenbackwerke, die ohne viel Aufwand flott aus dem Ofen zu hexen sind.

Zutaten:
2 Tassen Mehl (ich nehme meistens Dinkelvollkornmehl)

1 Tasse Zucker
1 Tasse Kakao
2 Teelöffel Weinsteinbackpulver

1/2 Teel. Salz
1 Tasse Sojareismilch (oder andere Pflanzenmilch)

1 halbe Tasse Öl

100 gr. Zartbitterschokolade


Die trockenen Zutaten in einer Schüssel kurz durchmischen und mit Öl und Milch verrühren. Die Schokolade hacken und untermischen.
Backofen auf 175 Grad vorheizen, den Teig in Muffinförmchen füllen und ca. 25-30 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Meistens reichen für unseren zweiköpfigen Haushalt pro Kopf 1-2 Muffins, um den Schokoladenheißhunger zu stillen. Den restlichen Teig fülle ich daher meistens in ausgefettete und mit Semmelbröseln ausgestreute Schraubgläser (ca. 1/3 Füllhöhe) und stelle sie zu den Muffins in den Ofen. Wenn der Teig in den Gläsern durchgebacken ist (ebenfalls: Stäbchenprobe), schraube ich noch heiß die Deckel auf, lasse die Kuchen im Glas auskühlen und verfrachte sie ins Vorratsregal. Im Falle eines Schokoladenheißhungernotfalls (der bei mir zugebenermassen nur noch sehr, sehr selten vorkommt seit ich kaum noch Zucker und Geschmacksverstärker zu mir nehme) öffne ich einfach mit einem charmanten "Plopp" einen Glaskuchen, fahre einmal mit einem Messer um den Kuchen herum und habe wuppdich! einen runden, kleinen, saftigen Kuchen auf dem Teller. Heureka!


Eine weitere Variante: Vor dem Backen ein Stück Zartbitterschokolade in die Teigmitte setzen, wieder mit Teig bedecken und backen. Wenn man diesen Klops warm serviert, darf man sich über einen flüssigen Schokokern freuen.

Freitag, 3. Juli 2009

Denk' ich ans Schnitzel in der Nacht...

„Wumm! Wumm! Wumm!“
Es dauert eine Weile bis ich realisiere das das dumpfe Wummern nicht zu meinem Traum gehört und auch sonst nicht zu den zu dieser Uhrzeit üblichen Geräuschen der Nacht (beispielsweise die Bassboxen der heimkehrenden Discobesucher oder das Gekreische der liebestollen Straßenkater) passt.

"Wumm! Wumm! Wumm!“
Verstört tauche ich aus meiner nächtlichen Sommerschweißlache auf und tappe desorientiert in den Flur…

“Wumm! Wumm! Wumm!“
„Was’ndaschnuwieder?“ nuschelt mein ebenfalls aus dem Schlaf gerissener Loverboy und reibt sich verwirrt seine verquollenen Sehschlitze auf eine angemessene Guckhöhe auf.
Ratlos tappen wir, begleitet von stetem Wummern, gemeinsam vor die Haustür…komisch, auf der Straße hört man fast gar nichts. Als unsere Hirne sich langsam in den On-Modus schalten, stellen wir fest, das das störende Geräusch AUS dem Haus kommt, aus der angrenzenden Doppelhaushälte nämlich.

„Schpinnendie??“ jammere ich weinerlich „die SPINNEN doch! TU DOCH WAS, ichwillschlaaafen!“
Wo ich egoistischerweise ausschließlich an meiner Nachruhe interessiert bin, zeigt sich das Herzblatt mitfühlender und merkt an, das vielleicht im Nachbarhaus jemandem etwas passiert sein könnte und das Bollern ein Hilferuf sein könnte.Nach kurzem Beratschlagen („Vielleicht hat sich da jemand verletzt“…“Mir egal, hau’ denen aufs Maul, ich will schlafen!“) entscheidet sich der Loverboy trotz nachtschlafener Zeit beim Nachbarn zu klingeln, da „ja was passiert sein könnte“ und außerdem „schlafenverdammtnochmalarschlöcherwattsollndatt!“

Müde taumele ich zurück ins Haus und plumpse wieder in die Bettstatt. Kurze Zeit später folgt der Loverboy kichernd und merkt an „Grüße von der Nachbarin und Entschuldigung, nur noch zwei Minuten, dann ist Ruhe!“ Als die Nachbarin ihm mit einem Hammer in der Hand die Haustür geöffnet hat, fuhr ihm zwar kurz der Schreck in die Glieder (man hört ja auch so viel und man weiß ja nicht….) aber wie sich herausstellte, war die Nachbarin nur damit beschäftigt, das Mittagessen für den nächsten Tag vorzubereiten…es wurden Schnitzel gekloppt!

Während ich langsam wieder eindusele, beschließe ich meiner Nachbarin mal ein vegetarisches Kochbuch zu schenken...fleischfreie Gerichte sind einfach leiser und schonen die Nerven ;)

Samstag, 6. Juni 2009

Spitza Pizza

Zutaten für den Pizzateig:
1 Päckchen Trockenhefe
150 ml warmes Wasser
1 Prise Zucker
200 gr. Dinkelmehl Type 1050, 100 gr. Dinkelvollkornmehl
2 Eßl. Olivenöl
1 Eßl. Apfelessig
1 Teel. Salz

Zubereitung:
Die Trockenhefe zusammen mit dem Zucker in einer Schüssel in das warme Wasser einrühren, bis keine Hefekrümelchen mehr sichtbar sind, dann die restlichen Zutaten zugeben und mit dem Knethaken zu einem festen Teigklops verkneten. Die Schüssel leicht mit Mehl ausstreuen, Klops darin parken und an einem warmen Ort (ist ja schon wieder Holzofen-Wetter) ca. 30. Min. aufgehen lassen.

Ein Backblech mit Olivenöl einpinseln, den Teig darauf ausrollen und mehrmals mit einer Gabel einstechen.

Zutaten für den Belag:
3 Eßl. Tomatenmark
1 Eßl. Pesto rosso oder fein gehackte getrocknete Tomaten
3 große Strauchtomaten
1 Handvoll grüner Oliven
Mais nach Belieben
1 große Handvoll frischer Kräuter (Oregano. Thymian, Basilikum)
Salz, Pfeffer

2 Eßl. vegane Margarine
1 Eßl. Dinkelvollkornmehl
1 Teel. Senf
1-2 Eßl. Hefeflocken, je nach Geschmack
ca. 3 Eßl. Hafersahne, ggf. etwas Wasser/Hafermilch

Zubereitung:
Tomatenmark und Pesto rosso vermischen und den ausgerollten Teig damit bestreichen. Tomaten in Scheiben schneiden, auf dem Pizzaboden verteilen (ggf. leicht salzen und pfeffern), und mit den geschnittenen Oliven und dem Mais belegen. Die Kräuter hacken und über das Gemüse streuen.

Margarine in einem Topf schmelzen, das Mehl einrühren bis es leicht andickt, dann Senf, Hefeflocken und Hafersahne hinzugeben, leicht salzen und verrühren. Es sollte eine dickflüssige Soße ergeben - falls die Konsistenz zu fest/breiig ist, etwas Wasser oder Hafermilch zugeben und dann in kleinen Klecksen über die Pizza geben.

Pizza in den kalten Ofen stellen, auf 220 Grad schalten und ca. 30 Minuten backen.

Prego, buon apetitto!

Sonntag, 31. Mai 2009

Prinz Zimtbohne mit Minzkrone

Das Rezept für die Zimtbohnen zieht gerade in ein Kochbuch um, bis zu dessen Erscheinen es aber noch ein Weilchen dauern kann - wer auf dem Laufenden bleiben möchte, ist herzlich zu einem Besuch auf dem Mohrblog eingeladen:

www.mohrblog.de

Samstag, 30. Mai 2009

Pasta mit Erdnuss-Broccoli-Creme

Aus Zeit- und Wetter- und Lustundlaunegründen ernähre ich mich im Moment hauptsächlich von riesigen Obstbergen und schwimmbeckengroßen Schüsseln mit Salat. Wenn ich dann doch mal den Herd anschmeiße, muss es schnell und einfach zugehen....so wie auch heute mit der Broccoli-Erdnuss-Pasta - und basta!

Achtung - bei diesem Gericht sollte man keine Angst vor Fett und Kalorien haben - aber welcher Veganer hat das schon?

Zutaten:
1-2 Köpfe Broccoli
1 Dose Kokosmilch (400 ml)
1 Eßl. rote Currypaste
3 Eßl. Erdnussmus mit Stückchen
1-2 rote Chilischoten
Pasta nach Wahl
Salz

Zubereitung:
Den Broccoli in Röschen zerteilen und in einem Dämpftopf bissfest garen.
Pasta (in meinem Fall waren es Chili-Bandnudeln, daher landete auch nur 1 rote Schote in der Soße) in Salzwasser al dente kochen.

1 Dose Kokosmilch in einem Kochtopf mit 1 Eßl. Currypaste verrühren und erhitzen, danach die kleingehackte Chilischote(n) und das Erdnussmus (mein Favorit) einrühren, nur ganz kurz köcheln lassen bis die Soße eine cremige Konsistenz bekommt, evtl. leicht salzen, mit den Broccoli-Röschen vermischen und zusammen mit der Pasta servieren.

Wenig Arbeit, wenig Spülkram = mehr Zeit für Garten & Wald ;)

Freitag, 1. Mai 2009

Tomaten-Sonnenblumenpatina


Der leckere Brotaufstrich ist umgezogen und wohnt nun hier:
http://danielamohr.com/mohrblog/2015/05/24/tomaten-sonnenblumen-pate/

Exotisches Spinatsuppenallerlei

An anderer Stelle wurde zwar schon die Suppen-Saison für beendet erklärt und die Salat-Saison eingeläutet, aber da mein Greenbag diesmal frischen Spinat enthielt der verarbeitet werden muss und ich außerdem gestern abend mit Wolldeckchen auf der Couch neben dem lodernden Holzofen gebibbert habe, pfeife ich einfach auf die Jahreszeit und freue mich über eine würzige, scharfe, bunte Spinatsuppe.

Zutaten:

1 Zwiebel
2 große Möhren
200 gr. getrocknete rote Linsen
200 gr. gekochte Kichererbsen
3-4 rote Chilischoten
ca. 150 gr. frischer Spinat
2 Liter Wasser
2 Gemüsewürfel
1 Eßl. rote Currypaste
100 gr. Kokoscreme
Salz, Kurkuma, Kreuzkümmel, Curry, Zimt


Die Zwiebel hacken und in Alba-Öl andüsten, die in Scheiben geschnittenen Möhren hinzugeben, leicht dünsten und mit Wasser aufgießen. Die roten Linsen einrühren und zusammen mit dem Möhrchen weich kochen lassen. 2 Gemüsewürfel, Currypaste und die Kokoscreme *) einrühren. Die Kichererbsen und die gehackten Chilis hinzugeben, mit Salz, Kurkuma, Kreuzkümmel, Curry und Zimt abschmecken. Zum Schluß den gewaschenen und gehackten Spinat zugeben und kurz aufkochen lassen bis er zusammenfällt. Am besten schmeckt die Suppe (wie eigentlich alle Eintöpfe und Süppchen) wenn sie vor dem Mampfen noch ein wenig durchziehen kann.

*) ich habe eben auf der Packung gelesen, das 100 gr. Kokoscreme über 700 kcal hat - wer also ein leichtes Diät-Süppchen bevorzugt, ist hier falsch.